Politik : "Höfliches Treffen" in Nahost

Die US-Gesandten Anthony Zinni und William Burns haben ihre Bemühungen um eine Waffenruhe in Nahost am Dienstag mit einem Treffen mit dem israelischen Premier Ariel Scharon begonnen. An dem Gespräch, das als "erstes Höflichkeitstreffen" beschrieben wurde, nahmen auch Mitglieder des israelischen Verhandlungsteams unter der Leitung des Ex-Generals Meir Dagan teil. Zinni und Burns treffen zudem Verteidigungsminister Ben-Elieser, Außenminister Peres und Palästinenserpräsident Arafat.

Die israelische Armee zog in der Nacht zum Dienstag ihre Truppen aus der Palästinenserstadt Dschenin im nördlichen Westjordanland ab. Damit räumte Israel die letzte von insgesamt sechs Städten, die es vor sechs Wochen nach dem Mord an dem israelischen Tourismusminister Seewi teilweise besetzt hatte. Mindestens vier Menschen starben am Dienstag, als bewaffnete Palästinenser in Afula auf den Busbahnhof schossen. 19 Menschen wurden verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Polizisten getötet.

Anklage gegen Arafat

Gegen Arafat wurde am Dienstag vor einem belgischen Gericht Anklage wegen der Anschläge von militanten Palästinensern erhoben. Auch Scharon, Kubas Staatschef Castro, der Ex-Präsident Irans, Rafsandschani, und der ruandische Präsident Kagame sind angeklagt. Nach belgischem Recht können die Gerichte des Landes Verbrechen gegen die Menschlichkeit unabhängig davon verfolgen, wo sie verübt wurden.

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