Politik : Hotline und Kampa-Beauftragter

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Die Grünen wollen ihre Parteizentrale umbauen. Aus ihr soll eine „ Dienstleistungszentrale, Kommunikationsachse und Kreativwerkstatt “ werden. So anspruchsvoll formuliert steht es in einem Antrag des Bundesvorstands, den die Delegierten am Wochenende in Kiel beschließen sollen. Kritisch sieht die Führung, dass „das überdurchschnittliche Engagement vieler Aktiver und Funktionsträger“ durch „zahlreiche Ineffizienzen quasi aufgefressen“ werde.

Mehr Vernetzung. Die nächste Bundestagswahl werde sich auch an der organisatorischen Schlagkraft der Grünen entscheiden, heißt es in der Beschlussvorlage. Vorgesehen ist die engere Vernetzung von Kreis und Landesverbänden sowie Bundespartei. Strukturschwache Landesverbände sollen mehr Hilfe erhalten. Und probeweise soll noch im

Oktober eine „grüne Hotline“ geschaltet werden – damit die Mitglieder ihre Spitze wenigstens werktags bis 18 Uhr erreichen.

Mehr Personal. Für die Vernetzung von Kampagnen- und Aktionsideen wird eigens ein Mitarbeiter eingestellt. Für das Einwerben von Spenden und Sponsoringmaßnahmen gibt es schon jetzt einen Posten. Und auch an die Basis ist gedacht. Dort nämlich sitzen, so meint die Führung, „oft die Fachleute und die Visionäre“. Um deren

„Wissensschatz“ nutzbar zu machen, soll es von 2005 an zunächst für zwei Jahre einen eigenen

„Wissensmanager“ im Parteiapparat geben. m.m.

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