Politik : Hüpfen mit Guido

Antje Sirleschtov

Foto: Rückeis / Montage: DP

HINTER DEN LINDEN

Na, wenn das kein Angebot ist: Freitags noch rasch den Wochenendeinkauf machen oder ein Pfund Nägel für den Anbau an der Laube im Baumarkt erstehen, ohne das quengelige Nörgeln der lieben Kleinen ertragen zu müssen? Fragen Sie mal bei den Liberalen in der Reinhardtstraße im Stadtbezirk Mitte nach. Die nehmen Ihnen gern die Kinder für ein paar Stunden ab.

Im großen Sitzungssaal der Bundespartei mit den Pünktchen lässt man sich auch einiges einfallen, um den Zukunftswählern das Blau-Gelbe schon mal schmackhaft zu machen. Da wurde zuletzt eine Hüpfburg aufgebaut. Auch Fritten gabs schon mit Überraschungstüte von McDonalds. Keine Angst, die FDP hat professionelle Kinderbetreuerinnen angeheuert. Und genügend Toiletten hat’ s wohl auch neben dem Saal. Das zumindest mussten die Liberalen vorher nachweisen. Und tausend andere Dinge auch noch. Sonst hätte es Ärger gegeben mit den Berliner Behörden.

Apropos Berlin. Wenn die Liberalen in Mitte die Kinderbetreuung übernehmen, dann könnte das Angebot für viele Eltern in der Hauptstadt ja noch einen ganz und gar praktischen Nebeneffekt haben. Wenn nämlich die Bezirksämter in naher Zukunft die Gebühren für den Besuch einer Kindertagesstätte in Berlin erhöhen, dann könnten die Eltern ganz einfach ihre Betreuungszeiten reduzieren. Und dadurch Geld sparen. Nach dem Motto „Kürzer spielen für denselben Preis“. Ja und die verbleibende Zeit, bis Mami und Papi von der Arbeit kommen, die verbringen die Kleinen beim „Hüpfen mit Guido“ oder „Zahlen malen mit Günter“ oder „Singen mit Conni“.

Einziges Problem: Die Spitzenkräfte der FDP haben nur außerordentlich wenig Zeit, weshalb die FDP die möglichen Termine erst einen Tag vorher bekannt gibt. Ein Angebot also nur für nur für die ganz ganz flexiblen Gören.

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