Hungerhilfe : Bundesregierung: 66 Millionen Euro für Welternährungsprogramm

Hilfe für die Ärmsten der Armen: Der Beitrag der Bundesregierung zur Bekämpfung des Hungers in der Welt hat im abgelaufenen Jahr einen Höchststand erreicht.

BerlinDas Bundesentwicklungsministerium sagte dem UN-Welternährungsprogramm nach Angaben vom Mittwoch 2008 insgesamt rund 100 Millionen Dollar (66 Millionen Euro) zu. Die Mittel wurden für die Eindämmung von akuten Krisen in Äthiopien, Afghanistan, dem Sudan, Kongo oder Somalia, aber auch zur Linderung der oft kaum wahrgenommenen Katastrophen in Ländern wie dem Jemen, Nepal, Nordkorea oder Kolumbien eingesetzt. Kurz vor Jahresende konnte das Bundesentwicklungsministerium dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen noch zehn Millionen Euro für Afghanistan zusagen.

Das Welternährungsprogramm gibt es bereits seit 1962. Es unterstützt die Opfer von Naturkatastrophen und Gewalt und hilft in rund 80 der ärmsten Länder der Welt. "In diesem Jahr wurden die Ärmsten der Armen besonders hart getroffen", betonte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). "Die Nahrungsmittelpreise sind explodiert, die Ölpreise erreichten zwischenzeitlich neue Rekordwerte, der Klimawandel nimmt an Fahrt zu und die Finanzkrise trifft die Schwellen- und Entwicklungsländer mit voller Wucht." Deutschland dürfe daher nicht nachlassen, diesen Menschen ein Zeichen der Hoffnung zu geben. Weltweit hätten fast eine Milliarde Menschen an Hunger zu leiden. (mfa/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben