Hungerkrise : UN-Organisation wehrt sich gegen Kritik

Nach dem Welternährungsgipfel vergangene Woche in Rom ist der Veranstalter jetzt Kritik entgegengetreten.

BerlinDie Nahrungsmittelhilfe in Hungergebieten trage nicht zur Schwächung der landwirtschaftlichen Produktion in Entwicklungsländern bei, sagte Ralf Südhoff, Leiter des Berlin-Büros des Welternährungsprogramms (WFP) der UN. Es treffe zwar zu, dass seine Organisation 40 Prozent der geleisteten Nahrungsmittelhilfe mit „Sachspenden“ aus den USA bestreite. Dies würden jedoch überwiegend in Regionen wie Darfur eingesetzt, wo es keine Möglichkeit gebe, ausreichend Lebensmittel zu erwerben. Im übrigen sei das WFP bemüht, „mit unseren Nahrungskäufen die Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu fördern“. Darum habe die Organisation 2007 rund 80 Prozent aller zugekauften Nahrungsmittel in solchen Staaten gekauft. Voraussetzung dafür sei, „dass wir mit den Käufen nicht selbst die Preise hochtreiben“, Weltbank- Präsident Robert Zoellick hatte jüngst gefordert, die USA sollten wie die EU ihren Beitrag zum WFP direkt in Geld leisten, um durch Käufe in den Armutsregionen deren Landwirtschaft zu stärken. Der US-Kongress wies dies erneut zurück. hsc

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