Politik : „Ich habe gegeben, was ich konnte“

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Düsseldorf/Berlin Tagsüber hat Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) noch gehofft, „dass es knapper ausgehen könnte“. Doch am Abend musste er seine Niederlage eingestehen. „Ich habe gegeben, was ich geben konnte“, sagte er und gratulierte seinem Herausforderer Jürgen Rüttgers (CDU) zum Wahlsieg. Rüttgers sagte unmittelbar nach den ersten Hochrechnungen: „Dieser 22. Mai 2005 ist ein wunderschöner Tag.“ Die grüne Spitzenkandidatin Bärbel Höhn stellte nach der Wahl fest: „Es ist uns nicht gelungen, dem Argument ,39 Jahre sind genug’ etwas entgegenzusetzen.“ Der Generalsekretär der Landes-FDP Christian Lindner pries den Wahltag gar als „historischen Tag“. Seine Partei werde alles daran setzen, „zu belegen, dass Rot-Grün ein historischer Irrtum war“, sagte er.

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Harald Schartau will trotz der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl im Amt bleiben. Es sei nicht seine Auffassung von politischer Verantwortung, sich nach einer Niederlage „in die Büsche zu schlagen“, sagte Schartau am Sonntag. Die NRW-SPD habe im Wahlkampf teilweise „wie gegen Windmühlenflügel“ kämpfen müssen. Peer Steinbrück machte am Sonntagabend keine Aussage zu seinen Zukunftsplänen. Er sagte lediglich, er werde sein Landtagsmandat annehmen. Tsp/dpa

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