Politik : Im Ausnahmezustand

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Meldungen wie diese kommen jeden Monat: „Extremisten töten in Algerien 56 Menschen“, „Militante Islamisten bringen in Algerien 13 Personen um“, und Ähnliches. Seit 1992 wird das nordafrikanische Land von einem nicht enden wollenden Bürgerkrieg erschüttert. Die Katastrophe begann, als das Militär die Wahlen abbrach, bei denen die „Front Islamique du Salut“ (Islamische Heilsfront) klar in Führung lag. Zahlreiche Islamisten gingen in den Untergrund und kämpfen seither für den Sturz des algerischen Regimes. Als besonders militant gelten die „Groupe Islamique Armé“ (abgekürzt GIA, Bewaffnete Islamische Gruppe) und die GSPC, die sich 1997 von der GIA abspaltete. Die GSPC gilt inzwischen als stärker. Beide Organisationen ließen Kämpfer in Afghanistan ausbilden und stehen in Kontakt zu Al Qaida.

In den letzten Jahren scheinen die Kämpfe zwischen den algerischen Sicherheitskräften und den Terroristen etwas abgeflaut zu sein. Das Regime versucht auch eine vorsichtige Demokratisierung. GIA und GSPC geben jedoch nicht auf. Mindestens 100 000 Algerier sind bisher ums Leben gekommen. fan

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