• Im Handelsblatt Business-Monitor der Manager liegt Bundeskanzler Schröder nun hinter Hans Eichel

Politik : Im Handelsblatt Business-Monitor der Manager liegt Bundeskanzler Schröder nun hinter Hans Eichel

Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft geben Bundeskanzler Schröder (SPD) derzeit weitaus schlechtere Noten als noch vor der Sommerpause. Dagegen beurteilen sie die Arbeit von Finanzminister Eichel (SPD) deutlich besser. Auch Unionsfraktionschef Schäuble verbesserte leicht sein Image. Dies ergab der Handelsblatt Business-Monitor im September. Eichel schließt in der Leistungsbewertung durch die Manager sogar zur Spitzengruppe auf, in der Verteidigungsminister Scharping (SPD) und Außenminister Fischer (Grüne) angesiedelt sind.

Hatten im Juni 1999 noch 72 Prozenz der Manager die Leistungen Schröders mit den Noten "sehr gut" bis "befriedigend" bedacht, so sind es im September nur noch 44. Die Durchschnittsnote für Schröder sank auf einer von 1 bis 5 reichenden Notenskala (1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = schlecht, 5 = sehr schlecht) von 3,2 (Juni) auf 3,6 (September). Dies ist der schlechteste Wert des Bundeskanzlers seit Beginn der Erhebungen zum Handelsblatt Business-Monitor im Februar/März 1999. Zugleich ging die Leistungsbewertung für die gesamte Bundesregierung im September auf einen Durchschnittswert von 3,7 zurück (Juni 3,5). Dass die deutschen Führungskräfte jedoch genau zwischen den Leistungen der einzelnen Mitglieder des Kabinetts unterscheiden, zeigt die deutlich positivere Bewertung des Bundesfinanzministers.

Diese dürfte nicht zuletzt auf die Zustimmung der Manager zum zentralen Vorhaben Eichels, dem 30-Milliarden-Mark-Sparpaket, zurückzuführen sein. 56 Prozent (plus 22 gegenüber Juni) gaben Eichels Amtsführung in der letzten Zeit die Noten "sehr gut" oder "gut". CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Schäuble verbesserte sich leicht auf die Note 3,1 (Juni: 3,2). Eichel scheint mit seinem Sparpaket also auf dem richtigen Wege zu sein. 27 Prozent der Unternehmer gehen nun davon aus, dass sich die Standortbedingungen in den kommenden zwölf Monaten verbessern werden. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als noch im Juni und sogar 19 Punkte mehr als noch im März. Das positive Bild stärkt, dass nur noch 35 Prozent der Befragten sich verschlechternde Rahmenbedingungen erwarten. Im März waren es noch 66 Prozent.

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