Politik : Im Namen des Antikommunismus

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Nachdem sich 1954 die Kolonialmacht Frankreich aus Vietnam zurückgezogen hatte, spaltete es sich in ein kommunistisches Nordvietnam und eine Militärdiktatur in Südvietnam. Seit 1964 griffen die USA den Norden wegen der „kommunistischen Gefahr“ mit zunehmender militärischer Wucht an. Am 28. Januar 1973 war die unmittelbare Kriegsbeteiligung der USA nach einer Waffenstillstandsvereinbarung beendet. Am 30. April 1975 rückten nordvietnamesische Truppen der Nationalen Befreiungsfront (FNL), nach der darin führenden kommunistischen Gruppe auch Vietcong genannt, in die südvietnamesische Hauptstadt Saigon ein. Am 2. Juli 1975 wurden Nord und Südvietnam unter dem Namen Demokratische Republik Vietnam wieder vereint. Auf vietnamesischer Seite starben während des Krieges vermutlich weit über eine Million Menschen. Sechs Millionen Flüchtlinge gehören ebenso zur Bilanz des Krieges wie 25000 Quadratkilometer entlaubter und abgebrannter Wald. Durch den Einsatz des dioxinhaltigen Entlaubungsmittels „Agent Orange“ erkrankten rund eine Million Menschen. 2,3 Millionen US-Soldaten waren im Einsatz, etwa 46000 von ihnen fielen im Kampf, weitere 10000 starben durch Krankheiten und Unfälle. 1835 Männer werden noch vermisst. Tsp

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