Politik : Immer mehr Ausländer brauchen Sozialhilfe

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. In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Sozialhilfequote in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden mehr als verdreifacht. Das Amt stellte am Dienstag wichtige Grunddaten über die Entwicklung der Sozialhilfe seit ihrer Einführung im Jahre 1963 vor. „Damals war nur ein Prozent der Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen“, sagte Johann Hahlen, Präsident des Amts. Heute bekommen 2,76 Millionen Menschen, also 3,3 Prozent, die staatliche Unterstützung.

Die Zahl der Bedürftigen steigt regional unterschiedlich stark an. In den neuen Ländern empfangen sieben Prozent mehr Menschen als im Vorjahr Sozialhilfe, in Westdeutschland lediglich zwei Prozent. Auch der Kreis der Empfänger hat sich in vier Jahrzehnten gewandelt. Vor allem Ausländer sind zunehmend auf die Existenzsicherung angewiesen. Ihr Anteil verdreifachte sich seit 1963, er liegt heute bei 22 Prozent. „Das erklärt sich nicht nur aus der stärkeren Zuwanderung“, sagte Hermann Seewald, Leiter der Gruppe Soziales beim Statistischen Bundesamt, dem Tagesspiegel. Ausländer seien generell besonders stark von Armut betroffen.

Gestiegen ist auch der Anteil der Kinder unter Sozialhilfeempfängern. 37 Prozent der Empfänger waren Ende 2002 unter 18 Jahren. Der Anteil der älteren Menschen ging dagegen seit 1963 um ein Drittel zurück.

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