Immigration : Aktionsplan gegen Menschenhandel

In Libyen hat am Mittwoch eine zweitägige Konferenz von der Europäischen und der Afrikanischen Union über die Probleme der illegalen Einwanderung begonnen.

Tripolis - Minister und Delegationen aus 50 Ländern der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) kamen in der Haupstadt Tripolis zusammen, um in diesem Zusammenhang unter anderem auch über Entwicklung, den Schutz von Flüchtlingen sowie die Einhaltung der Menschenrechte zu beraten. Am Donnerstag sollte eine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden. Die Europäische Union will zudem einen Aktionsplan gegen Menschenhandel auf den Weg bringen.

Der libysche Außenminister Abdelrahmane Chalgham sagte zum Beginn des Treffens, "repressive Lösungen" allein reichten nicht aus, um illegale Einwanderung einzudämmen. Libyen spielt in diesem Zusammenhang mit seinen fast 1800 Kilometern Küste eine Schlüsselrolle. Viele Flüchtlinge treten von dort aus die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer nach Europa an. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief die EU-Staaten vor dem Treffen auf, mehr Solidarität mit Afrika zu zeigen und Europa nicht in eine Festung zu verwandeln. (tso/AFP)

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