Politik : In eigener Sache

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Dr. Pierre Gerckens hat am 10. Oktober 2003 den beabsichtigten Erwerb der Tagesspiegel-Gruppe beim Bundeskartellamt angemeldet. Diese Anmeldung steht im Zusammenhang mit der (erneuten) Anmeldung des Erwerbs der Berliner Zeitung durch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Der Verkauf der Tagesspiegel-Gruppe an Dr. Pierre Gerckens dient der Sicherung der Fortführung des Tagesspiegels als Abonnement-Tageszeitung mit überregionaler Ausstrahlung unter Einhaltung hoher qualitativer publizistischer Standards. Die Vereinbarungen mit Holtzbrinck stellen sicher, dass Dr. Pierre Gerckens dauerhaft Gesellschafter und Verleger des Tagesspiegels bleibt.

Eine so genannte Call-Option (Recht zum Ankauf) wurde zugunsten der Verlagsgruppe von Holtzbrinck mit dem Ziel vereinbart, bei einer Änderung der fusionskontrollrechtlichen Rahmenbedingungen die Möglichkeit zu eröffnen, eine verlagswirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Berliner Zeitung und Tagesspiegel zu erreichen. Die Call-Option ist jedoch zeitlich befristet und auf maximal 75 % der Geschäftsanteile begrenzt. Die Ausgestaltung eines ferner vereinbarten „Besserungsscheines“ im Falle einer Weiterveräußerung von Anteilen zielt auf eine Stabilisierung der vorgesehenen Gesellschafterstruktur und stellt sicher, dass das Engagement von Dr. Pierre Gerckens auf eigenes wirtschaftliches Risiko erfolgt. Das vorliegende Finanzierungskonzept für die Tagesspiegel-Gruppe sichert die selbstständige Position des Verlages auf denBerliner Leser- und Anzeigenmärkten.

Wir gehen davon aus, dass das Bundeskartellamt, dem schon detailliert Auskunft erteilt wurde und dem in den nächsten Tagen der endgültige Kaufvertrag zugehen wird, die Freigabe möglichst kurzfristig erteilen wird.

Verlag Der Tagesspiegel

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