Politik : In Großbritannien fing alles an

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In Großbritannien werden die ersten BSEFälle beschrieben. Die Zahl der kranken Tiere steigt im Laufe der 90er Jahre auf rund 180 000 Kühe an.

1989: Deutschland und Frankreich erlassen ein Importverbot für britisches Rindfleisch.

1990: Frankreich verbietet die Verfütterung von Tiermehl an Rinder.

1994: EU-Verbot für die Verfütterung von Tiermehl an Wiederkäuer.

1996: In Großbritannien wird eine Studie bekannt, die einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch von BSE-erkrankten Kühen und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit festgestellt hat. Bis heute sind dort 137 Menschen an der neuen Variante der Hirnschwammkrankheit gestorben.

1999: Die EU hebt das generelle Exportverbot für britisches Rindfleisch auf. Deutschland und Frankreich protestieren. Frankreich wird schließlich vom EU-Gerichtshof zur Aufhebung des Banns gezwungen.

2000: Die Europäische Union beschließt, Risikomaterial – Hirn und Rückenmark – aus der Nahrungskette zu nehmen.

2000: Der erste BSE-Fall in Deutschland wird im November entdeckt. In der folgenden Regierungskrise treten Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) und Agrarminister Karl-Heinz Funke (SPD) zurück. Im Januar 2001 übernimmt die Grüne Renate Künast das neu geschaffene Amt der Verbraucherministerin.

2001: Die Europäische Union führt flächendeckende Schnelltests für Rinder ein, die bei der Schlachtung älter als 30 Monate sind. Die Verfütterung von Tiermehl wird zunächst zeitlich befristet für alle Haustiere verboten. Erst im Herbst 2003 hat die EU aus dem immer wieder verlängerten Tiermehl- Verbot ein dauerhaftes gemacht. deh

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