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In Indien und Georgien : Israelische Diplomatin bei Anschlag in Neu Delhi verletzt

Bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien sind am Montag vier Menschen verletzt worden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirft der libanesischen Hisbollah-Miliz sowie dem Iran vor, für die Anschläge verantwortlich zu sein.

Bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien sind am Montag vier Menschen verletzt worden.Alle Bilder anzeigen
Foto: afp
13.02.2012 14:47Bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien sind am Montag vier Menschen verletzt worden.

Eine 42-jährige israelische Diplomatin ist am Montag bei einem Anschlag in Neu Delhi schwer verletzt worden. Die indische Polizei suchte nach einem Motorradfahrer, der laut einem Augenzeugen offenbar kurz vor der Explosion einen Sprengsatz am Wagen der Diplomatin befestigte.

Bei Anschlägen auf israelische Diplomaten in Indien und Georgien sind am Montag vier Menschen verletzt worden. Bei der Explosion in Neu Delhi, die sich in der Nähe der israelischen Botschaft und des Amtssitzes von Premierminister Manmohan Singh ereignete, wurden drei Inder leicht verletzt. Die israelische Diplomatin, zugleich Ehefrau des Militärattachés an der Botschaft, wurde ins Krankenhaus gebracht, war aber nach Angaben der indischen Polizei bei Bewusstsein und schwebte nicht in Lebensgefahr. „Ein Zeuge sagte aus, dass er einen Mann auf einem Motorrad beobachtete, der eine Art Sprengsatz hinten am Fahrzeug befestigte“, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Motorradfahrer werde gefahndet.

In der Nähe der israelischen Botschaft in Neu Delhi ereignete sich eine Explosion, wie Botschaftssprecher David Goldfarb bestätigte. Israelische Vertretungen weltweit wurden aus Furcht vor weiteren Anschlägen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

In Georgien konnte offenbar ein Bombenanschlag auf den israelischen Botschafter vereitelt werden. Unter der Limousine des Diplomaten sei ein Sprengsatz entdeckt und entschärft worden, berichteten Medien am Montag in der Hauptstadt Tiflis. Der Fahrer des Botschafters habe ein mit Klebeband befestigtes Paket unter dem Wagen gesehen und die Polizei alarmiert.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte: „Es gab in den letzten Monaten mehrere solcher Versuche, Anschläge gegen israelische Staatsbürger und Juden in verschiedenen Ländern zu verüben.“ Er nannte unter anderem Thailand und Aserbaidschan. Man habe bisher in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sicherheitskräften alle Anschläge vereiteln können.

Der Iran sowie die libanesische Hisbollah-Miliz seien für diese Taten verantwortlich, sagte der Regierungschef. Zu den Vorfällen in Indien und Georgien sagte Netanjahu: „Der Iran, der hinter diesen Anschlägen steht, ist der größte Terror-Exporteur der Welt.“ Außenminister Avigdor Lieberman sagte: „Wir können identifizieren, wer hinter den Anschlägen steht.“ Man werde Angriffe auf israelische Staatsbürger nicht tolerieren, warnte er.

Israelische Medien vermuteten einen Zusammenhang beider Vorfälle mit dem vierten Jahrestag der Tötung des Hisbollah-Kommandeurs Emad Maghanija. Der Top-Terrorist war im Februar 2008 in Damaskus mit einer Bombe getötet worden. Hisbollah hatte Israel vorgeworfen, für die Tat verantwortlich zu sein, und Rache geschworen. Der israelische Rundfunk berichtete, es bestehe aber möglicherweise auch eine Verbindung zu der Anschlagsserie auf iranische Atomwissenschaftler, hinter denen der israelische Geheimdienst Mossad vermutet worden war.

Israel hatte seine Auslandsvertretungen wegen des vierten Jahrestages des Todes des Hisbollah-Militärchefs in Alarmbereitschaft versetzt. Imad Mughinjeh war am 12. Februar 2008 in Damaskus bei der Explosion einer Autobombe getötet worden. Die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Bewegung macht Israel für Mughinjehs Tod verantwortlich und hat Rache geschworen. (dpa, Reuters)

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