Indien : Anschlagserie in indischer Pilgerstadt

Bei einer Anschlagserie in der indischen Hindu- Pilgerstadt Varanasi sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zu den Terroranschlägen bekannte sich noch niemand.

Neu Delhi - Das berichteten Medien aus der den Hindus heiligen Stadt im Bundesstaat Uttar Pradesh unter Berufung auf die Polizei. Wie der Nachrichtensender NDTV meldete, explodierten die Sprengladungen in einem Hindu-Tempel und einem Bahnhof.

Zum Zeitpunkt des ersten, auf den Sankat Mochan-Tempel verübten Anschlages hatten sich in dem Heiligtum Tausende von Menschen zum abendlichen Gebet versammelt. Augenzeugen berichteten, die Gläubigen hätten in panikartiger Flucht versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Dabei seien auch Menschen verletzt worden.

Die zweite Sprengladung explodierte 15 Minuten später auf einem etwa elf Kilometer von dem Tempel entfernten Bahnhof, unmittelbar gefolgt von einer weiteren Explosion in einem Eisenbahnwaggon im Bahnhof, wie die Nachrichtenagentur IANS meldete. Varanasi ist jährlich das Ziel Abertausender Hindu-Pilger, die rituelle Bäder im Ganges nehmen und dort die Asche ihrer Toten in den Strom streuen.

Der indische Innenminister Shivraj Patil bezeichnete die Terroranschläge als «verzweifelten Versuch», die öffentliche Ordnung zu untergraben. Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh rief die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit auf. Polizei und Sicherheitskräfte in den größeren indischen Städten wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Am 29. Oktober vergangenen Jahres wurden bei einer Anschlagsserie auf zwei Märkte in der indischen Hauptstadt Neu Delhi 61 Menschen getötet und 210 weitere verletzt. Hinter den damaligen Attentaten kurz vor dem Lichterfest der Hindus, Diwali, wurden muslimische Extremisten vermutet. (tso/dpa)

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