Indien : Viele Tote bei Bombenanschlag

Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee im Westen Indiens sind mindestens 30 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Die nahe gelegene Millionenstadt Bombay wurde in Alarmbereitschaft versetzt.

Bombay - Ein Sprengsatz explodierte, als die Gemeinde nach den Freitagsgebeten aus der vollbesetzten Nurani-Moschee in Malegaon rund 180 Kilometer nördlich von Bombay herausströmte, wie das Innenministerium in Neu Delhi mitteilte. Ein Polizeisprecher sagte, eine Bombenexplosion sei aus der Nähe des moslemischen Friedhofs zu hören gewesen. Die Regierung in Neu Delhi rief die örtlichen Behörden dazu auf, Religionsunruhen zwischen Moslems und Hindus zu unterbinden. In der Region wurde eine Ausgangssperre verhängt, das Mobilfunknetz wurde gesperrt.

Innenminister V.K. Duggal sagte, der Sprengsatz sei in einem Paket auf einem Fahrradgepäckträger platziert gewesen. Fernsehbilder zeigten, wie die Überlebenden in Panik über blutige Leichen durch einen engen Gang aus dem Gelände der Moschee zu entkommen versuchten. Die nahe gelegene Millionenstadt Bombay wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Premierminister Manmohan Singh hatte erst vor wenigen Tagen vor religiös motivierten Anschlägen gewarnt. Am 11. Juli waren bei einer Bombenserie auf sieben Züge in Bombay 186 Menschen getötet und mehr als 800 verletzt worden. Die Behörden vermuten die radikalislamische Organisation Lashkar-e-Taiba hinter den Anschlägen. (tso/AFP)

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