Politik : Indonesien: Armes Inselreich

Die südostasiatische Republik Indonesien ist ein Land der Superlative: Das am Äquator liegende indonesische Archipel umfasst 13 677 Inseln. Hauptinseln sind Sumatra, Java, Borneo (Kalimantan), Celebes und Irian Jaya. Mit schätzungsweise etwa 210 Millionen Menschen - überwiegend Malayen - steht das Land nach der Bevölkerungszahl an vierter Stelle in der Welt. Mit einem Anteil von über 80 Prozent leben in keinem Land der Welt mehr Moslems als in Indonesien. Die jüngste Geschichte des 1,9 Millionen Quadratkilometer großen Landes mit der Hauptstadt Jakarta war geprägt von der asiatischen Finanzkrise, dem Sturz des diktatorischen Präsidenten Suharto im Jahr 1998 und den ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten im Juni 1999. Indonesien ist überschuldet und auf internationale Finanzhilfe angewiesen. Nach der niederländischen Kolonialzeit wurde das Land 1946 unabhängig. Zwei verbliebene koloniale Enklaven, West-Irian und das nach schweren Auseinandersetzungen Ende 1999 von Indonesien unabhängig gewordene ehemals portugiesische Ost-Timor, wurden später wieder eingegliedert.

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