Initiative : Arbeitgeber und Gewerkschaften gegen Rechtsextremismus

Unter dem Motto "Handeln statt Wegsehen" wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften in Berlin und Brandenburg gemeinsam der rechtsextremen Gefahr entgegentreten - ein deutschlandweit einmaliges Projekt.

Berlin/PotsdamAn der in dieser Dimension bislang einmaligen Initiative beteiligen sich der Handelsverband Berlin-Brandenburg, der DGB Berlin-Brandenburg und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin, der Tagesspiegel hat bei der Planung beratend mitgewirkt. Arbeitgeber und Gewerkschafter wollen vor allem mittlere und kleinere Unternehmen sowie Berufsschulen mit Informationsmaterial zur Aufklärung über rechtsextreme Umtrieben versorgen. Offiziell gegründet wird die Initiative, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus wendet, am morgigen Dienstag in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen im brandenburgischen Oranienburg.

Den Unternehmen wird zudem empfohlen, bei sich selbst einen Aufruf der Initiative zu plakatieren, in dem Rechtsextremismus und Rassismus eine klare Absage erteilt und ein Bekenntnis zur Achtung der Menschenwürde abgegeben wird. "Wir hoffen, dass diese Initiative eine Leitfunktion für ganz Deutschland hat", sagte Roland Tremper, Geschäftsführer von Verdi-Berlin, dem Tagesspiegel. Es sei zu wünschen, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auch in anderen Regionen der Republik auf ähnliche Weise gemeinsam gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie engagieren. Die Initiative kooperiert mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin sowie dem Tagesspiegel und seinem Tochterblatt, den "Potsdamer Neuesten Nachrichten". (Tsp)

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