Innere Sicherheit : Handel: Keine strengeren Regelungen für Chemikalienverkauf

Experten halten die Sicherheitsmaßnahmen beim Verkauf von chemischen Stoffen für ausreichend geregelt. Es würde auch jetzt schon geprüft, ob eine Missbrauchsgefahr bestünde.

Berlin"Der Handel hat die Augen bisher nicht verschlossen", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Chemiehandel, Ralph Alberti, im ZDF-"Morgenmagazin". Man wisse um die Missbrauchsgefahr. Bereits jetzt werde auf den Kunden geschaut und ob dieser einen Gewerbenachweis und einen nachvollziehbaren Verwendungszweck klar machen könne. Bei Wasserstoffperoxid zum Beispiel gebe es einen breiten legalen Anwendungsbereich. Die Chemikalie werde erst durch Missbrauch gefährlich.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte sich am Wochenende für eine Registrierungspflicht beim Verkauf von zum Bombenbau geeigneten Chemikalien ausgesprochen. Die drei am Dienstag vergangener Woche festgenommenen Terrorverdächtigen hatten sich im Handel zwölf Fässer mit insgesamt 730 Kilogramm einer 35-prozentigen Wasserstoffperoxidlösung beschafft. Unter Verwendung dieses Grundstoffs können verschiedene Explosivstoffe hergestellt werden, die mit der Wirkung des Sprengstoffes TNT vergleichbar sind. (mit ddp)

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