Politik : Institut: Niedergang auch im Westen Sinkende Geburtenraten als Grund

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(hmt). Auch Regionen im Westen Deutschlands sind künftig ähnlich wie große Gebiete der neuen Länder von wirtschaftlichem Niedergang und Abwanderung bedroht. „Auch im Westen werden ganze Regionen veröden“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des BerlinInstituts für Weltbevölkerung und globale Entwicklung. Die Untersuchung zur Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020 bescheinigt auch westdeutschen Regionen Probleme. Die bedrohlichsten Aussichten sagen die Forscher dem Ruhrgebiet voraus, als weitere Problemregionen gelten der Südosten Niedersachsens, Nordhessen und Oberfranken. Das Institut verglich alle 440 deutschen Landkreise und Städte nach Kriterien wie Geburtenrate, Frauenanteil, Wanderungsbewegungen und Wirtschaftskraft. Bei dem Test der Regionen ergab sich sowohl ein starkes Ost-West- als auch ein starkes Nord-Süd-Gefälle: Von den 20 besten Kreisen liegen 19 in Bayern und Baden-Württemberg, von den schlechtesten 13 liegen neun in den neuen Ländern. Insgesamt kommen die Forscher zu dem Schluss, Deutschland befinde sich wegen der demografischen Entwicklung „auf dem Weg in die zweite Liga“. Es gebe aber Möglichkeiten, dies zu ändern, sagte Instituts-Direktor Reiner Klingholz. Als ein Beispiel nannte er eine bessere Familienpolitik.

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