[Kommentare: 50]

Kanzlerin vor US-Kongress

Merkels "American Dream"

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt in ihrer Rede im US-Kongress vor allem den amerikanischen Freiheitswillen mit Blick auf den Mauerfall - doch es gab auch ein schwierigeres Thema.
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Große Kulisse. Angela Merkel in Washington. Foto: dpa
Die Ouvertüre deutete bereits an, wie dieses Kanzlerstück enden und vom amerikanischen Publikum aufgenommen werden würde: Die Leitmelodie, der stolze Rückblick auf Amerikas helfende Hand bei der deutschen Einheit vor 20 Jahren, blieb in aller Munde. Nicht ganz so leicht fiel es der Kanzlerin, mit dem zweiten Grundmotiv Gehör zu finden: dem Wunsch nach einem substanziellen Beitrag der USA zum Klimaschutz beim Gipfel in Kopenhagen in vier Wochen.

Um 9.15 Uhr am Dienstagmorgen begrüßte ein lockerer und lachender Präsident die Kanzlerin im Oval Office des Weißen Hauses und gratulierte ihr gleich eingangs, dass sie wenig später vor den versammelten Abgeordneten und Senatoren sprechen werde. Nur ein Kanzler hatte vor ihr die Ehre gehabt, Konrad Adenauer im Mai 1957. Obama lobte, sie sei eine „außerordentliche Verbündete“ und spiele „eine führende Rolle“ in der Weltpolitik. Sie habe die Diktatur noch am eigenen Leib erfahren, leitete er zu dem für Amerika so wichtigen Ideal über: dem Sieg der Freiheit über den Kommunismus. Merkel antwortete deutsch: Sie danke für die Ehre, und sie freue sich auf den Meinungsaustausch zur Klimapolitik, zu Afghanistan und Iran. Doch die Übersetzung ließ einige Zeit auf sich warten. In die Pause hinein flachste Obama: „Ich glaube, was sie gesagt hat, war gut.“ Da ging der Inhalt der Übersetzung im Lachen ein wenig unter.

Diesmal fragt keiner mehr, ob es im persönlichen Umgang zwischen Barack Obama und Angela Merkel an Herzlichkeit fehle, wie noch bei ihrem Besuch im Juni. Die Körpersprache zeigt: Die zwei verstehen sich. Und ihre Formulierungen verraten, dass ihnen bewusst ist, was sie von einander erwarten dürfen und was nicht. Obama weiß, dass ihr Klimaschutz wichtig ist und sie ihm nicht mehr deutsche Soldaten für Afghanistan versprechen kann. Sie versteht, dass die Gesundheitsreform und Afghanistan für Amerika höhere Priorität haben als der Klimaschutz – und dass er keine internationale Verpflichtung eingehen kann, die nicht vom Kongress mitgetragen wird.

Eine gute Stunde später zeigt Amerikas Demokratie, zu welchem Pomp sie fähig ist. Abgeordnete und Senatoren sind im Kongress versammelt, in feierlichem Zeremoniell zieht das Diplomatische Corps in den Saal, unter den wachsamen Augen der Sprecherin des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi und des Vizepräsidenten Joe Biden, der zugleich Vorsitzender des Senats ist. Pelosi hat Merkel zu der Rede eingeladen: politische Frauenpower auf beiden Seiten des Atlantik.

Merkel trägt feierliches Schwarz, das nur durch das weiße Dreieck ihrer Bluse im V-Ausschnitt der Kostümjacke aufgelockert wird. Der Großteil ihrer Rede ist eine Eloge auf die deutsch-amerikanische Geschichte seit 1945, sogar mit einer guten Portion von für sie eher untypischem Pathos: Dank für die Befreiung von der Nazidiktatur, den Schutz vor der sowjetischen Bedrohung in der Luftbrücke, Kennedys Versprechen „Ich bin ein Berliner“, Reagans Forderung „Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“ Im Publikum sitzt – auf Merkels Bitte – Fritz Stern. Der aus Deutschland rechtzeitig geflohene Jude und sie, die Ostdeutsche, der Westverwandte verbotene Bücher und Blue Jeans mitbrachten, sind in ihrer Rede die lebenden Beweise für den Freiheitswillen der USA und die Stärke des „American Dream“. Immer wieder erntet sie Applaus.

Damit ist der Ton gesetzt und sind die Ohren geöffnet für aktuelle Aufgaben: Frieden im Nahen Osten, die Verhinderung iranischer Atomwaffen, Afghanistan und der wirtschaftliche Ausgleich mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Ganz zum Schluss kommt sie zum Klima. Diese Bedrohung der Erde sei heute die Mauer, die durch internationale Kooperation eingerissen werden müsse. Ihre Erwartung an die USA verpackt sie als Lob: Sie wisse, wie sehr Klimaschutz Präsident Obama am Herzen liege. Der Kongress klatscht ausgiebig. Wann er handeln wird, ist eine andere Frage.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.11.2009)
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Comment
von niels niels ist gerade offline | 3.11.2009 18:33 Uhr
Und keiner hat gesagt
"So wie es in Deutschland üblich ist, dass man dort selbstverständlich Deutsch spricht, so ist es in Amerika üblich, dass man hier English spricht.“

Wäre aber angebracht.
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von eteco eteco ist gerade offline | 3.11.2009 19:13 Uhr
Falsch
Die Kanzlerin kann Englisch - besser als Schröder und hat den Anfang und das Ende auf Englisch gesprochen. Im Protokoll war vereinbart, die Rede simultan zu übersetzten. Punkt.
Besser über den Inhalt und die Wirkung zu reden:
Dank an die USA, Unterstützung für Israel, Zeiplan für Afghanistan und schließlich Zusammenarbeit bei den Umweltzielen für einen Erfolg in Kopenhagen - alles klar angesprochen, hat ihr teilweise stehende Ovationen eingebracht. Mehr war und mehr kann man nicht erwarten.
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von niels niels ist gerade offline | 3.11.2009 19:55 Uhr
Wo darf man eigentlich
Es ist wahrlich nicht einfach die Deutsche Logik zu verstehen. In Deutschland, sagen die Minister, soll man Deutsch sprechen. Na, klar. Dann muss man wohl auch im Ausland die Landessprache sprechen.

Und wenn Frau Merkel wirklich Englisch spricht, hätte Sie das wohl lieber das sprechen sollen - anstatt mehrere hunderte Amerikanische Abegeordneten als Deppen aussehen zu lassen. Merkel war hier die Gast.

Wäre Ich Ami, hätte Ich diese Auftritt als beleidgend gesehen.
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von eteco eteco ist gerade offline | 3.11.2009 20:22 Uhr
Bundespressekonferenz
Es ist allgemein üblich, Fragen in den Pressekonferenzen in der jeweiligen Landesspache zu stellen - nicht nur Vorgabe in Deutschland.
Die Ansprache eines geladenen Gastes wird meist in der Muttersprache gehalten - je nach Festlegung des Protokolls.
Hätten Sie die Rede gehört, wäre Ihnen aufgefallen, daß die Einleitung und der gesamte Schlußabschnitt (passend zum Thema Freiheitsglocke) in Englisch gesprochen wurde.
Die Amerikaner honorierten die Ansprache mit viel Beifall - was will man mehr?
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von niels niels ist gerade offline | 3.11.2009 20:41 Uhr
Was will Ich mehr
Vielleich an seine eigne Aussenminister hört - oder sich benimmt.
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von taspie taspie ist gerade offline | 4.11.2009 6:21 Uhr
Westerwelle
In Bezug auf die Rede von Merkel haben Sie vielleicht unrecht, aber ich kann ihre Aufregung verstehen. Was sich Westerwelle geleistet hat ist an Tollpatschigkeit und Plumpheit kaum zu überbieten. Peinlich für Deutschland.

Nehmen Sie ihn am besten einfach nicht zur Kenntnis. Westerwelle ist eine wandelnde Trompete, die immer das selbe Lied bläst. Eine organische Leierorgel für Talkshows und Parteitagsgeschrei. Ein Versicherungsvertreter, der sich in Entrüstung kleidet, und heftig krächzend seine lobbyistischen Mentalmauern vor der Dekompensation zu schützen sucht, sobald der Horizont seines Weltbildes überschritten wird. Ungefähr so wie bei Papst-treuen Katholiken, die mit Homosexualität oder Kondomen konfrontiert werden. Er ist einfach unreif. Menschlich völlig ungeeignet für ein so repräsentatives Amt. Entschuldigen Sie bitte. Es ist mir wirklich unangenehm.
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von pizza pizza ist gerade offline | 3.11.2009 20:22 Uhr
Merkel ist aber nicht Journalist
sondern Staatsgast, die dürfen grundsätzlich in Ihrer Landessprache reden. Deswegen gibt's bei so etwas vor Ort dann auch immer Ohrhörer und Dolmetscher. Aber bei Pressekonferenzen in den USA wird z. B. ein Schweizer Journalist Clinton bestimmt nicht auf Schwizerdütsch ansprechen. Abgesehen davon gibt es in den USA keine bundesweit definierte Amtssprache.
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von flexton flexton ist gerade offline | 3.11.2009 22:00 Uhr
Ich bin "Ami"
und fand die Ansprache gelungen.
Darüber hinaus ist es üblich dass Staatsgäste, erst recht Regierungschefs, in ihrer Landessprache sprechen. Was glauben Sie warum es den Beruf des Dolmetschers gibt? Dieses vorauseilende Anbiedern der Deutschen ist wirklich das einzige peinliche. Ganz egal ob Anglizismen in Deutschland oder das echauffieren darüber dass Westerwelle keine englischsprachige Pressekonferenz halten wollte.
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von titanic titanic ist gerade offline | 4.11.2009 1:24 Uhr
In der Tat: klare Ansage von der Kanzlerin!
"Eine Atombombe in der Hand des iranischen Präsidenten, der den Holocaust leugnet, Israel droht und das Existenzrecht abspricht, darf es nicht geben", sagte Merkel unter starkem Applaus der allermeisten Abgeordneten und Senatoren, die sich zum Teil von ihren Sitzen erhoben hatten. "Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."

Interessant finde ich auch, dass ein Teil unserer bundesdeutschen Medien diese besonders bedeutende Passage der Merkel-Rede einfach auszublenden versucht.
In Zeiten des Internets ist dies allerdings ein ziemlich vergebliches Unterfangen.
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von iris.s iris.s ist gerade offline | 4.11.2009 13:37 Uhr
@titanic
"Wer Israel bedroht, bedroht auch uns."

dieser satz ist mir sofort aufgefallen, bedeutet er doch letztendlich eine blanko-
vollmacht für weitere kriegshandlungen. und angela merkel weiter:

"Wir wollen das Konzept der sog. vernetzten Sicherheit zum Erfolg zu führen.
Das besagt: Ziviles und militärisches Engagement sind untrennbar miteinander
verbunden… Erfolgreich werden wir sein, wenn wir wie bisher jeden weiteren
Schritt im Bündnis gemeinsam gehen. Deutschland stellt sich dieser Verantwortung.“

das bedeutet, deutschlands konservative werden sich auch in zukunft blind an kriegs-
handlungen beteiligen. in afghanistan mit mehr soldaten, die angeblich nicht im
krieg sind, weil deutschland sich ohne zustimmung der vereinten nationen an
keinem krieg beteiligt.

das ist für unsere warlord-foristen hier sicher eine gute nachricht.

Comment
von pizza pizza ist gerade offline | 3.11.2009 19:11 Uhr
History for Dummies
Hurra Amerika! War ein Bombengeschäft Jungs, immer wieder gerne.
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von ralffrh ralffrh ist gerade offline | 3.11.2009 19:32 Uhr
Vergessen
Vergessen hat sie wiedermal die Menschen im Osten, die die Mauer zu Fall brachten. Konnte sie ja auch nicht wissen, Frau Merkel war ja in der Sauna. Die waren ja sicher auch nicht so wichtig, die Menschen in Deutschland vergisst sie ja gern, wenns auf Reisen geht.
Ich hoffe nur das die Kanzlerin bald wieder die Worte laut vernehmlich hört: " WIR SIND DAS VOLK "
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von dmeyer dmeyer ist gerade offline | 3.11.2009 23:01 Uhr
Frau Merkel
In Ihrer Rede sagte sie, daß sie mit ihrem Mann 1990 in die USA gereist sei und in Kalifornieren das Meer bewunderte.
Wer konnte von den Ostdeutschen konnte 1990 in die USA reisen?
Viele mussten um ihren Arbeitsplatz fürchten.
Wo war denn Frau Merkel 1989, als die Menschen auf die Strasse gingen? Sie war FDJ-Sekretärin im Dienste des Regimes.
Ihre Mutter konnte angeblich in der DDR nicht studieren.
Aber warum konnte sie denn studieren und ihren Physik-Dokor machen ? Auf die Fragen hätte ich gern eine Antwort.
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von Lilien Lilien ist gerade offline | 5.11.2009 13:56 Uhr
dmeyer
Ihr Ehemann hat schon eine interessante Biografie. Er durfte sogar schon 1988/1989 in den Westen zu Forschungszwecken reisen.

Wikepedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Sauer

Diese Auslandsreisen wurden übrigens nur "Staatstreue" genehmigt. Wie ich schon öfter erwähnte, diese Personen mussten nach ihrer Rückkehr in die DDR Berichte liefern. Diese Berichte dienten dem MfS. Das heißt aber nicht, dass er IM war.

Das die Mutter nicht studieren durfte, ist nicht belegt.
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von Lilien Lilien ist gerade offline | 5.11.2009 13:32 Uhr
ralffrh
Verwunderlich ist, dass ziemliche viele Menschen vergessen haben, was Frau Merkel in ihrer Rede den Vorsitzenden der CDU Deutschlands,anlässlich der Festveranstaltung „60 Jahre CDU“
am 16. Juni 2005 in Berlin erzählte.

In Amerika spricht und predigt sie: Freiheit für alle. Allerdings nicht für uns in Deutschland. Diese Rede enthält einen für sie typischen Passus. Besonders lesenswert auf Seite 3, drittletzter Absatz.

http://www.cdu.de/doc/pdf/05_06_16_Rede_Merkel_60_Jahre_CDU.pdf

Ich fühle mich vera....t!

Unser Wendehälschen kann sich jedenfalls im Ausland gut verkaufen. Hierzulande sollte man es aber nicht ernst nehmen. Wenn diese Dame so agieren könnte wie sie möchte, oh je !!!
Comment
von ralffrh ralffrh ist gerade offline | 5.11.2009 14:39 Uhr
Lilien
Wenn sie den Abschnitt meinen, der mit "Politik ohne Angst..." beginnt ist es schon bemerkenswert.
da hat wohl die Kanzlerin das Grundgesetz (bes. Art.20) sehr frei ausgelegt.
"Politik ohne Angst. Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit."
steht doch irgendwie im Gegensatz zu:
Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 3.11.2009 20:06 Uhr
na ja
man soll ja nun nicht wieder mäkeln, scheint ja ne gute Rede gewesen zu sein, was man so gesehen und gehört hat. Ausserdem hat sie wirklich ne gute Figur gemacht.
Comment
von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 3.11.2009 22:55 Uhr
Merkel
als FDJ-Sekretärin angepasst in der DDR, nicht im Widerstand, redet von American Dream wie lächerlich will sich diese Frau noch machen? Sie stellt sich als Opfer des Regimes dar, indem sie vorne mitgewirkt hat, als was, werden wir leider nicht erfahren.

Sie stellt sich in Amerika als Self-Made-Woman dar, dabei ist sie in ihrem Leben Dank der richtigen Beziehungen auch in der DDR in Positionen gekommen nicht durch ihr können.

Außerdem ist Angela nur Vorsitzende geworden, weil alle Männer in der Spendenaffäre verwickelt waren.

Diese Anbiederung an die Amy´s mit denen sie absolut nichts gemeinsam hat rein von ihrer Biografie her, ist peinlich.

Gut, dass die Amy´s keine Hintergründe über sie wissen, ansonsten wäre das ihr letzter Besuch, Obama weiß leider auch nicht wen er vor sich hat, woher auch!!!

Als letzte Anmerkung sie hat bestimmt als Priviligierte in der DDR Englisch gelernt und muss jetzt Guido zeigen, dass sie es kann, auch wieder so peinlich, diese Unehrlichkeit dieser Person unabhängig von ihrer Unfähigkeit sind kaum noch zu ertragen geschweige denn anzusehen.
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von krausebe krausebe ist gerade offline | 3.11.2009 23:34 Uhr
Englisch hat man in der Schule gelernt, ganz normal,
ist aber bei Ihr auch schon 'ne Weile her. Hätte man also auch später lernen können, wenn man denn will.
Ansonsten bleibt hier alles wie immer, keine Ahnung von gar nichts, aber davon gaaanz viel.
Wissen und Meinen, sind wie Berg und Tal, dicht beieinander und doch ist der Aufstieg mühsam.
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von ralffrh ralffrh ist gerade offline | 4.11.2009 5:18 Uhr
oliver111
In der DDR gehörte Englisch zum Lehrplan der allgemeinbildenden Schulen, dies als Anmerkung zu Ihrer letzten Anmerkung. Das hat nun wahrlich nicht mit privilegiert zu tun gehabt.
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von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 4.11.2009 11:22 Uhr
@ralff
Ich habe nicht von priviligiert ihres geringen Wortschatzes gesprochen, nur war Russisch die erste Sprache in der DDR und ich kenne keinen der aus dem Osten kommt, der gut English sprechen kann, mir haben die meisen gesagt, es gab zwar English aber nur am Rande und es war unbedeutend.
Comment
von ralffrh ralffrh ist gerade offline | 4.11.2009 16:02 Uhr
oliver111
Ich weiß nicht wo Sie Ihre Weisheiten hernehmen, Englisch war fakultatives Angebot in allen allgemeinbildenden Schulen, Interesse musste man schon mitbringen die Sprache auch zu lernen. Hätten Sie im Osten gelebt wüssten Sie das und würden hier nicht dauernd wie im Tal der Ahnungslosen herum tapsen.
Ich hab auch englisch in der Schule gelernt und war sicher nicht privilegiert, ganz im Gegenteil.Wenn die Leute, die sie kennen kein gutes Englisch sprechen kann es durch aus auch andere Ursachen haben, nur wer gibt das schon gerne zu.
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von Polizeiphilosoph Polizeiphilosoph ist gerade offline | 3.11.2009 23:56 Uhr
Ich hätte mir mehr gewünscht
Keine einfache Mission - klar. Aber irgendwie hat mir der letzte Ruck darin gefehlt, eine eigene Sichtweise der Kanzlerin, die sie beiden Häusern und ihren Mitgliedern näher bringen möchte. Was hätte sie nicht alles sagen können, dass selbst für amerikanische Ohren gefällig gewesen wäre - und dennoch druckvoller und aufbruchsstärker in eine neue Zeit gewesen wäre.

Das mutigste war dabei noch die Forderung nach der Zweistaaten-Lösung im Nahostkonflikt, aber auch nichts wirklich neues.

So denkwürdig das Ereignis auch war, die Rede war meines Erachtens nicht so denkwürdig. Zumindest hätte ich mir einen Herzog'schen Ruck gewünscht, der durch das Capitol in Washington geht. Eine Ansprache Merkels, die für Nachdenklichkeit sorgt, für Gespräche, für Aufbruch und neue Sichtweisen. Der vielleicht dazu führt, dass nur ein Abgeordneter, ein Senator, nur ein Zuhörer sagt: Vielleicht hat sie doch Recht. Vielleicht sollten wir der Klimapolitik doch mehr Aufmerksamkeit schenken!?

Dennoch, Chapeau, hat sie sich gut und wacker geschlagen. Das dürfte wohl die bisher größte Ehre ihrer Amtszeit gewesen sein und ich denke, dass man da mehr falsch als richtig machen kann. Insgesamt hat sie mehr richtig als falsch gemacht und ich hoffe inständig, dass künftig die Amerikaner in der Politik einmal etwas mehr richtig als falsch machen.

Da hakt es sei ein paar Jahren gewaltig...
Comment
von 1.wahlberliner 1.wahlberliner ist gerade offline | 4.11.2009 0:16 Uhr
DIE WUT DER WAHLVERLIERER
kommt in den meisten Eingaben deutlich zum Ausdruck.
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 4.11.2009 9:38 Uhr
@1. wahlberliner
"DIE WUT DER WAHLVERLIERER"

ich frage sie, bei welchem beitrag sie diese entdecken.
Comment
von 1.wahlberliner 1.wahlberliner ist gerade offline | 4.11.2009 13:52 Uhr
Meine Antwort an iris s
niels - ralffrh -olivert111 - pizza - dmeyer - krausebe - schubertus - nyarlat - jandark

Ein weltweit anerkannt starkes Auftreten, man sehe sich die internationale Reaktion der Presse an, mit Bemerkungen wie:

Wäre Ich Ami, hätte Ich diesen Auftritt als beleidgend gesehen

zu kommentieren, spricht doch Bände.
Comment
von ralffrh ralffrh ist gerade offline | 4.11.2009 16:07 Uhr
1. Wahlberliner
Wann und wo hat Frau Merkel am Fall der Mauer mitgewirkt??????
das man die Menschen einfach weg lässt in der rede ist für mich schon ein großes Zeichen von Arroganz und hat nichts mit Gewinnern oder verlieren der Wahl zu tun. Übrigens hab ich durch den Fall der Mauer auch gewonnen und war als kleines Rädchen mit beteiligt nur die Frau Kanzlerin hab ich nirgendwo gesehen.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 4.11.2009 13:56 Uhr
iris.s
lass mal, das ist die langsame Einsicht der sog. Wahlgewinner das sie wohl aufs falsche Pferd gesetzt haben
Comment
von felix felix ist gerade offline | 4.11.2009 0:30 Uhr
es ist ein Grundübel der deutschen..
muffigen Kleingeister: Nörgeln-mosern-kritikastern, statt sich zu freuen, daß sie - für alle Deutschen- eine herausragende Rede gehalten hat und im Kongress 'Bravo'-Rufe erntete.

Es ist übrigens Gepflogenheit, daß Staatsgäste in ihrer Heimatsprache sprechen- zu gross wäre das Risiko für Missverständnisse in Nuancen bei schwierigen Themen.

Genscher konnte übrigens zum Anfang seiner Amtszeit überhaupt kein Englisch.
Nein, sie hat das blendend gemacht- und das sage ich, obwohl ich sie nicht gewählt habe. Chapeau!
Comment
von felix felix ist gerade offline | 4.11.2009 0:44 Uhr
@oliver-.... Merkel-bashing...
....in diesen Seiten ist wohl ein konstantes Hobby von Ihnen.

Mag ja sein, daß Sie in einer anderen Partei tätig sind, in diesem Fall wären Sie ein schlechter Verlierer.Und: Die Wahrheit haben Sie nicht gepachtet! Ihr permanenten Philippika werden langsam kontraproduktiv.

Die Kanzlerin hat - da stimme ich dem Kommentator dieser Zeitung zu - wahrscheinlich die beste Rede ihres Lebens gehalten-
demokratische Fairness- in amerikanischem Sinne übrigens auch- würde es angeraten sein lassen, dies einmal neidlos anzuerkennen, ohne zum 100 000sten Mal von der 'FDJ'- Sekretärin zu faseln, was ungefähr den Gehalt hat, als ob man Brandt als Weinbrandt-Willy diffamiert.
Damit lockt man nun wirklich keinen mehr hinterm Ofen hervor.
Ein bischen mehr Niveau verträgt auch der Leser oppositioneller Blätter.
Comment
von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 4.11.2009 9:41 Uhr
@Felix
Frau Merkel hat auch nichts gutes für Deutschland getan, nennen Sie mir bitte ein Gesetz eine Richtung die gut wäre, ich kann Ihnen nicht zustimmen, was Merkel mit ihrer Anbiederung an die Amerikaner möchte weiß ich nicht, es wird kalkül sein, diese Frau halte ich für kaltherzig oder haben sie schon mal erlebt, dass sie sich für irgendetwas einsetzt was Deutschland nach vorne bringt??
Sehen Sie sich den "Koalitonsvertrag" an, dort steht nur die Krise zahlen die Kleinen, Geschenke bekommen Große, sagen sie mir, ob Sie das gut finden. Sie will und sagt Kanzlerin für alle Deutschen sein, dass ist nicht wahr!!

Ich habe Merkel vom ersten Tag an für unfähig gehalten und sie hat mich bestätigt.

Felix und es geht nicht darum ein schlechter Verlierer zu sein, sondern ich mache mir Sorgen um die Zukunft vieler Menschen, die weiter durch diese katastrophale Politik geschädigt werden.
Comment
von changnoi changnoi ist gerade offline | 4.11.2009 10:25 Uhr
wehrter felix
mit weinbrand-willy liegen sie nicht sehr falsch, doch ich glaube cognac-willy waere praeziser. ;-)
was kuemmert es die eiche wenn eine sau sich an ihr reibt?
(frei nach franz joseph strauss).
willy schmeisst keiner mehr vom sockel, schon garnicht mit einer flasche cognac.
Comment
von changnoi changnoi ist gerade offline | 4.11.2009 2:16 Uhr
Amy´s -
das ist peinlich! - lieber Oliver111

ich bin absolut kein cdu fan, doch frau merkel hat eine prima rede gehalten. staatstragend-persoenlich hat sie die deutschen farben wuerdig vetreten.
ES IST ja auch ein "amerikanischer traum", dass ein "maedchen aus der zone" 20 jahre nach dem mauerfall vor dem amerikanischen kongress sprechen darf.
wem da nicht die knie schlackern, den moechte ich sehen. das hat sie ganz prima gemacht.
sie hat zurecht zum 9.11. auch auf die reichsprogramnacht von 1938 hingewiesen, genauso wie eine sicherheitsgarantie fuer Israel ausgesprochen. das ist und bleibt staatsraeson. absolut richtig, und sie hat den amis richtig schoen honig um den bart geschmiert um sie dann ,nicht zu mahnen, aber zu einem entschlossenen handeln in der klimapolitik "hinzuloben" das macht sie ganz prima. frauen sind die besseren diplomaten und
sie ist die beste sozialdemokratin die die cdu je hatte. -
oder kurz gesagt: MUTTI IST DIE BESTE! -
da kann westerwelle gerne englisch lernen - da kann er sich noch ein paar scheiben abschneiden, und vielleicht macht er das sogar. wollen wir fair sein.
ich haette der merkel das bei amtsantritt absolut nicht zugetraut.
doch auch das sei auch erwaehnt - ihre amerika bewunderung ist/war wohl doch etwas unreflektiert - wir denken an den Irakkrieg, in den deutsche soldaten gezogen waeren, waere frau Merkel schon am druecker gewesen. wir haetten strassenschlachten gesehen und als konsequenz ev "die Linke" mit an der Regierung.
"et haet ja nochmal jutjegange". - das ist die "gnade der spaeten kanzlerschaft" - genug zu tun gibts allemal.
ich wuerd sagen: Frau Merkel, das war ne glatte eins. weitermachen!
- ich glaube ich habe noch nie eine(n) cdu politiker(in) gelobt.
auch das ist neu. - der Guttenberg- wenn der nicht zerschlissen wird koennte er Frau Merkel in 16 jahren beerben.
Comment
von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 4.11.2009 9:47 Uhr
@Changnoi
PEINLICH ist Merkel mit ihrer aufgesetzten Rede, sie stellt sich als Opfer des DDR-Regimes hin, wo sie groß mitgewirkt hat, wer das glaubt der tut mir leid und sie macht nichts ohne Kalkül. Sie glauben doch nicht, das Merkel von Amerika geträumt hat??? Die Machtbesessenheit dieser Frau ist unerträglich, fürs eigene Volk hat sie nichts vorzuweisen und hält große Reden, wo bleiben ehrliche Reden über ihre Vergangenheit in Deutschland, warum lässt sie ihre STasiakten nicht einsehen, nein diese Frau ist eine schlechte Kanzlerin für Deutschland und es wird den Menschen noch schlechter gehen durch Sklavenarbeit und Reichtum für ihr Klientel. FATAL, Sie werden es sehen!!

Comment
von changnoi changnoi ist gerade offline | 4.11.2009 12:03 Uhr
oliver111
sie treiben mich in die arme eines "vieknoepfigen stralsunder hafenpollers". ich bin kein merkel fan, aber sie hat ihre sache in washington sehrgut.de gemacht. ev haette si es noch besser gemacht. denn ne dolle rednerin is ja nun nicht gerade. warse inner sed? kiesinger war in der NSDAP, Carl Carstens (ex buindespraesident) auch, hattse einen umgbracht? hatse mit der stasi gesprochen. musste sie wohl so what?
sie ist als gewaej´hlte vertrerin deustchlands nach washington gefahren und hat dort eine kluge rede gehalte. sie weren natuerlich vor den amerikanischen kongress getreten und haeztten den amis mal ordentlich den march geblasen. dolle sache das.
lassen sie sich waehlen - und einladen - wir warten drauf.
Comment
von schubertus schubertus ist gerade offline | 4.11.2009 7:38 Uhr
Peinlich
Ich distanziere mich ausdrücklich von dieser anbiedernden, hochpeinlichen Veranstaltung.

Comment
von coyote coyote ist gerade offline | 4.11.2009 9:24 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel !
Es war eine große Rede der Kanzlerin . Sie hat den richtigen Ton gefunden , sowohl bei der " Dankbarkeit " zur Wiedervereinigung als auch bei der Aufforderung an den USA zur Klimapolitik .

Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 4.11.2009 13:58 Uhr
coyote
sagen wir mal ehrlich, sie hat ein gutes Manuskript eines guten Screibers vorgelesen. Denn vorn ihr persönlich hat man ja in all den Jahren nichts vergleichbares gehört
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 4.11.2009 9:39 Uhr
Ode an die Freiheit
Die Entertainment-Industrie ist glücklich. Steingart vom Spiegel überschlägt sich fast in seiner Devotheit: "Bravo, Kanzlerin!"

Aber die Freiheit des Entertainments in Parlamenten ist auch eine Freiheit von Sinn.

Freiheit von Klimaschutz
Kaum sind die mahnenden Worte zum Energiegipfel verhallt, da fallen die vorne klatschenden Repubklaner der Kanzelrin hinten in den Rücken und boykottieren hinten im Haus die Sitzung

Freiheit von Opel
Vorne beschwört die Kanzlerin die USA zur Zusammenarbeit, hinten wird sie von der Mitsprache bei Opel befreit. Durch die Mannen, die Obama installiert hat.

Freiheit von Recht und Ordnung
Die NATO hat bescheinigt, dass der Oberst von dem Massaker in Afghanistan frei von den Einhaltung der Regeln war. Ohne Feindberührung durfte er das Massaker nicht anrichten mit Bomben aua der Luft gegen zivile Benzindiebe. Merkel spricht in frei von der Einhaltung der Regeln und die NATO macht den Bericht geheim. Damit der Bürger und Souverän, in dessen Namen in Afghanistan getötet wird, frei von Sachkenntnis bleibt und nur die Worte der Chefin für Agitation und Propaganda hören darf. So wie wir im Irak Frau Merkel glauben sollten, dass dort Massenvernichtungswaffen die USA bedrohen sollten, wie Frau Merkel in der Washington Post schrieb. Frei von Wahrheit und Anstand.

Frei von Sinn
Die Veranstaltung war sinnlos. Opel, Afghanistan, Neue Währung in Südamerika, Finanzkrise, Wirtschaftskrise: nichts davon wurde seriös angesprochen, vorangebracht. Vertane Zeit, vertanes Geld: Merkle halt, die Kanzlerin mit den Rekordschulden.
Comment
von nyarlat nyarlat ist gerade offline | 4.11.2009 9:54 Uhr
So behandelt man Freundinen
Erst läßt man sie antreten um eine Worthülsenrede zu halten und dann stößt man ihr das GM/Opel Messer in den Rücken!

Super gemacht Herr Obama. Besser kann man die "mächtigste Frau der Welt" nicht düpieren und bloßstellen.

Weiter so!

Angela Merkel ist eine Linientreue. Das hat sie in Amerika eindrucksvoll bewiesen.
Allerdings hat es sich das Kriechen diesmal für sie und uns nicht gelohnt.

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