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Minarett-Bauverbot

Erdogan: Schweizer Votum ist Zeichen von "Faschismus"

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat das Bauverbot von Minaretten in der Schweiz als Zeichen einer "zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa" kritisiert. Die Außenministerin der Schweiz sieht die innere Sicherheit des Landes gefährdet.
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Istanbul -  Islamophobie sei wie Antisemitismus ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Erdogan am Dienstag vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara, wie der Fernsehsender Kanal 7 berichtete. Die Entscheidung zum Minarett-Verbot müsse korrigiert werden.

Auch Staatspräsident Abdullah Gül kritisierte den Ausgang der Volksabstimmung in der Schweiz vom Sonntag, bei der sich die Mehrheit der Wähler gegen den Neubau von Minaretten ausgesprochen hatte. Die Entscheidung sei eine "Schande" für die Schweizer und zeige, wie weit die Islam-Feindlichkeit in der westlichen Welt vorangeschritten sei. Das Außenministerium erklärte, die mehr als 100.000 in der Schweiz lebenden türkischen Staatsbürger seien wegen des Ausgangs des Referendums besorgt. Es handele es um eine "den menschlichen Grundwerten und Grundfreiheiten widersprechende und unglückliche Entscheidung".

Die Volksabstimmung in der Schweiz gefährdet nach den Worten von Außenministerin Micheline Calmy-Rey die Sicherheit ihres Landes. Während des Außenministertreffens der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Athen, sagte Calmy-Rey laut Redetext, "jeder Angriff auf die Koexistenz verschiedener Kulturen und Religionen gefährdet auch unsere Sicherheit". Es bestehe die Gefahr, dass "die Provokation andere Provokationen" nach sich ziehe und "Extremismus" schüre.

Die Ministerin äußerte sich betroffen über das Ja zur Minarett-Initiative der Rechtspopulisten und beklagte, dass dadurch die "Freiheit zur Ausübung der muslimischen Religion in der Öffentlichkeit eingeschränkt" werde. Es werde womöglich Sache des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sein, eine Entscheidung in dieser Frage zu treffen. Im Übrigen ändere das Ergebnis des Volksentscheids nichts an Berns Außenpolitik. Die Schweiz werde auch weiterhin enge Beziehungen zu allen muslimischen Staaten unterhalten. (smz/AFP)
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Kommentare [ 156 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von deejay deejay ist gerade offline | 1.12.2009 16:38 Uhr
Stimmt
Stimmt.
Aber Erdogan ist ja auch nicht besser.
Comment
von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 1.12.2009 17:30 Uhr
so wirds sein.
Und man erkennt auch gleich, wo kein Faschismus herrscht: Minarett= kein Faschismus. Kein Minarett= Faschismus. Dieser Indikator erleichtert doch Einiges.
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von unbekannt | 1.12.2009 16:47 Uhr
Lieber Herr Erdogan.
es macht keinen Sinn, wenn ein stadtbekannter Dieb "haltet den Dieb" ruft.
Im besten Fall entlockt es dem gezwungenen und geneigten Höhrer ein Lächeln.
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von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 1.12.2009 16:47 Uhr
na, da werden sich die Schweizer sicher sehr ärgern.
Keine weiteren Minarette= Faschismus.
Wobei, heutzutage ist ja alles Mögliche schon Faschismus. Mit diesem Begriff wird für jeden Quatsch inflationär um sich geworfen.
Dabei hätte Herr Erdogan genug zu tun, vor seiner eigenen Schwelle zu kehren.
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von marel marel ist gerade offline | 2.12.2009 14:08 Uhr
Faschismus
Die deutliche Diskrimminierung einer Religion halte auch ich für eine Spielart des Faschismus. Soweit stimme ich Herrn Erdogan zu und widerspreche der @fledermaus.

Diese Form des Faschismus ist in der Türkei leider immer noch Gang und Gäbe. Allerdings hat Herr Erdogan vor der eigenen Türe durchaus zu kehren begonnen. Die Türkei bewegt sich vorwärts, die Schweiz rückwärts. Sobald die Türkei aufgeklärter ist als die Schweiz, wird es für die Schweiz sehr peinlich.
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von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 2.12.2009 14:27 Uhr
naja, marel.
Da werden wir wohl unterschiedlicher Meinung bleiben. Von Diskriminierung der Religion kann keine Rede sein. Oft können die Leute ihre Religion ungetrübter ausüben, als in der Heimat. Die Schweiz hat keinen Grund, sich irgendwie zu schämen. Es wird ja auch niemand dort gefangen gehalten- wer sich unterdrückt wähnt, kann jederzeit nach hause fahren.
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von zacha zacha ist gerade offline | 2.12.2009 16:23 Uhr
@marel
Wow dann gibt es den Faschismus ja schon seit es zwei Religionen auf der Erde gibt deren Angehörige sich gelegentlich besuchen! Ich wusste gar nicht das der Faschismus schon eine so lange Tradition hat!
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von jakob jakob ist gerade offline | 1.12.2009 16:49 Uhr
Warum, lieber Herr Erdogan,
erlaubt die Türkei nicht, daß die griechisch-orthodoxen Christen in der Türkei Priester ausbilden dürfen. Seit 30 Jahren wird dies durch den türkischen Staat verhindert. Das Ergebnis ist, daß die griechisch-orthodoxe Kirche in der Türkei vor ihrem Ende steht.

Bevor Sie diese Frage beantwortet haben, lieber Herr Erdogan, haben Sie keinerlei Recht von einer anderen Nation die Augabe ihrer kulturellen Selbstbestimmung zu fordern.
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 1.12.2009 17:39 Uhr
@jakob
Das Dumme ist nur: Er hat das Recht. Die Schweiz steht momentan sehr dämlich da.
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von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 1.12.2009 18:37 Uhr
Nö Herr Weiss.
Die Schweiz wird beneidet um ihre Demokratie.

Vom "dämlich dastehen" kann keine Rede sein, was man auch gut an den diversen Testumfragen zum gleichen Thema anderer Zeitungen und Zeitschriften sieht.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 1.12.2009 23:07 Uhr
fledermaus
"Die Schweiz wird beneidet um ihre Demokratie."

Aha, die Strategie kenn' ich schon lange! Wenn die Argumente knapp werden, folgt der Rückzug auf's Globale. Das macht einen schwachen Eindruck.
Comment
von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 2.12.2009 15:29 Uhr
Vom Knapp werden der Argumente kann keine Rede sein.
Was ich auch "schon lange kenne", ist die Aggressivität von Links, wenn sich die Leute nicht länger für dumm verkaufen lassen.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 2.12.2009 17:53 Uhr
Donnerwetter fledermaus,
jetzt haben Sie Erdogan als Linksradikalen enttarnt. Gute Arbeit!
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 2.12.2009 21:53 Uhr
selberdenker
Ich glaube, fledermaus meinte mich damit.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 3.12.2009 7:11 Uhr
Huch, ich Rohling
Da hatte ich Ihre Aggressivität gar nicht bemerkt und einen falschen Bezug hergestellt.
Comment
von unbekannt | 2.12.2009 1:42 Uhr
Na das werden wohl eher Sie sein "Herr" Weiss ,
Ihre Aussage zeigt Ihre Denkblokade ! Anerzogen oder nicht , Sie jedenfalls apportieren brav aufs Wort des Links Mainstream. Die Schweizer werden ja wohl noch selber über ihr Land bestimmen dürfen. Beantworten Sie mal, wieso es in nahezu keinem islamischem Land - eben auch in der Türkei - Bauerlaubnisse für Kirchen gibt. Hm ? Was ? Ach Sie kommen nicht drauf ? ... Na und da sie ja schon so ein merkwürdiges Denkmuster zeigen, was sagen Sie dazu, wenn man sich dementsprechend in IHRER Wohnung es schon mal gemütlich macht - ohne Sie gefragt zu haben - servieren Sie dann auch noch die Häppchen und tischen den Wein auf ? Hm ? Gehts noch ?
Comment
von jakob jakob ist gerade offline | 2.12.2009 11:26 Uhr
Nein, Klaus Weiss,
niemand hat das Recht, den Schweizern Vorwürfe zu machen oder Ratschläge zu erteilen - am allerwenigsten der Herr Erdogan.

Die Schweizer haben demokratisch abgestimmt und dieses Votum ist sowohl zu respektieren als auch zu akzeptieren.

Die UNO hat ausdrücklich erklärt, daß jeder Staat ein unveräußerliches Recht hat, sein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles System ohne irgendeine Form der Einmischung von seiten eines anderen Staates zu wählen.

Die Schweizer haben nur ihr Recht wahrgenommen, über sich selbst zu bestimmen.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 1.12.2009 17:57 Uhr
jakob u. a.
Die Exixtenz von Minaretten bedeutet nicht die Aufgabe der kulturellen Selbstbestimmung der Schweiz. Das ist, als ob Sie sich beleidigt fühlen, weil Ihr Nachbar ein gelbes Auto fährt, weil Ihres blau ist. Anderen Freiheit zuzugestehen, schränkt meine eigene Freiheit nicht ein!
Ich finde, Herr Erdogan hat recht mit dem Vorwurf des Faschismus. Wenn ihm jetzt vorgeworfen wird, er würde die billige Nazi-Keule schwingen, ist eben dieser Vorwurf der Versuch, jemanden mundtot zu machen! Bitte öffnen Sie die Augen, schlagen Sie 'Faschismus' nach und gucken Sie sich die Bewegung in der Schweiz an.
Auch die Aussenministerin hat recht mit ihrer Einschätzung. Die neue Terrorgefahr ist, wie auch eventuelle Anschläge in der Zukunft, genau das, was die Initiative erreichen will. Sie schafft selbst die Vorwände zur Untermauerung ihrer Politik. Sie manipuliert bis zum Anschlag. Das erinnert mich an eine andere Zeit.
"Der hat aber angefangen" hilft nicht weiter, jakob. Wer den aufrichtigen Willen hat, einen Konflikt zu lösen, bewegt sich, ganz gleich, ob zuerst oder nicht.
Comment
von Kyrenaiker Kyrenaiker ist gerade online | 1.12.2009 18:45 Uhr
@eilbekermicha
Und wie finden Sie es, daß Erdogan etwas von anderen Ländern fordert, was er selbst im eigenen nicht zugestehen will, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung von Minderheiten ? Und so jemand kommt dann auch noch mit der Faschismuskeule !
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 1.12.2009 19:04 Uhr
Wenn Sie @micha, jetzt die Schweizer
die gegen die Minarette gestimmt haben (etwa 1,5 Millionen) als "Faschisten" bezeichnen - wie nennen Sie denn dann echte Faschisten?

Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 1.12.2009 23:11 Uhr
betrachter
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Ich habe diese 57% der Schweizer nicht als Faschisten bezeichnet.
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 2.12.2009 9:55 Uhr
@eilbekermicha


Zitat von eilbekermicha

Ich finde, Herr Erdogan hat recht mit dem Vorwurf des Faschismus



Also.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 2.12.2009 16:38 Uhr
betrachter
Und, was hat er gesagt? Er sprach von einer "zunehmenden rassistischen und faschistischen Haltung in Europa".

Faschistische Tendenzen und Faschismus sind nicht das Gleiche!

Differenzierung ist das Stichwort.
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 2.12.2009 20:57 Uhr
Sie @eilbekermicha
schrieben aber nicht von "Tendenzen", sondern von "Faschismus".

Das ist IHRE "Differenzierung".
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 2.12.2009 21:51 Uhr
betrachter

Ich bezog mich eindeutig und nur auf den Satz von Erdogan - und ich fand es nicht missverständlich.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 2.12.2009 21:57 Uhr
betrachter
Zudem sprach ich von der Bewegung - und nicht von den Wählern. Auch das ist nicht das Gleiche.
Comment
von johanneshampel johanneshampel ist gerade offline | 1.12.2009 18:17 Uhr
Wo sind sie hin, die Christen?
Bei Gründung der heutigen Türkei waren ein Drittel der Bevölkerung Christen. Heute: unter 1%. Wo sind sie alle hin?
Comment
von unbekannt | 1.12.2009 18:31 Uhr
erdogan ist
selbstbewußt wie immer...aber nie peinlich berührt von dem was er sagt.
Comment
von knatt knatt ist gerade offline | 2.12.2009 8:17 Uhr
Selbstbewußtsein
So etwas fehlt gerade bei deutschen Politikern. Diese "Softies" haben nur Mut wenn sie politisch korrekte Sprechblasen von sich geben.
Comment
von jakob jakob ist gerade offline | 1.12.2009 16:56 Uhr
Lieber Herr Erdogan,
ich glaube, dieser Satz ist ihnen 1997 entschlüpft:

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."

Also ich kann verstehen, daß die Schweizer keine überdimensionierten Bajonette in ihren Bergen herumstehen haben wollen. Sie nicht, Herr Erdogan?
Comment
von worldexplorer worldexplorer ist gerade offline | 1.12.2009 16:57 Uhr
Zweierlei Maß?
Laut Wikipedia ist Christen in der Türkei nicht nur der Bau von Kirchtürmen, sondern der von Kirchen insgesamt verboten (http://de.wikipedia.org/wiki/Christen_in_der_T%C3%BCrkei). Misst Herr Erdogan dreist mit zweierlei Maß, oder irrt Wikipedia?
Comment
von eban eban ist gerade offline | 1.12.2009 16:59 Uhr
Langsam aber sicher
geht mir Herr Erdogan mächtig auf den Senkel.
Was ist für ihn nicht alles ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Assimilation z.B. (die Kurden werden es ihm danken), Islamophobie sowie Antisemitismus.
Wenn ich schon Verhältnisse anprangere, dann sollte ich mich vorher vergewissern, dass im eigenem Umfeld alles besser ist.
Hier greift auch nicht mehr das Argument, dass die demokratischen europäischen Staaten Liberalität und Freiheit vorleben müssen und nicht mit Bezug auf sie Illiberalität anderer Länder diesen Anspruch relativieren dürfen.
Hier reklamiert der türkische Ministerpräsident ein Recht, das sein eigener Staat nicht gewähren kann oder will.
Da kann ich nur ganz naiv feststellen: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Comment
von yqpy yqpy ist gerade offline | 1.12.2009 17:02 Uhr
Erdogan??
Ist das der gleiche Erdogan, der im Februar 2008 in der Kölnarena 20000 in Deutschland lebende Türken vor deren "Assimilation" gewarnt hat? Ganz offiziell hat er dazu aufgerufen, dass die Türken in Deutschland die 5. Kolonne bleiben sollen!!

Wo waren da eigentlich die ganzen Berufsempörer des deutschen Feuilleton?
Comment
von chilly.willy chilly.willy ist gerade online | 1.12.2009 17:47 Uhr
Danke, yqpy
an genau das habe ich auch gedacht :)
Comment
von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 1.12.2009 17:07 Uhr
Die Schweizer, Erdogan, wir
Der Löwe zerreist die Antilope wenn er Hunger hat. Er kann nicht anders. Er kann nicht einmal auf den Gedanken kommen, dass es auch anders gehen könnte, und selbst wenn, würde ihm seine physische Konstitution eine Nahrungsumstellung auf Gras und Blätter gar nicht erlauben.

Vielleicht ist der Mensch in seinen Meinungen, Ansichten, Urteilen, Entscheidungen, Möglichkeiten ebenso unfrei wie der Löwe und bemerkt es ebenso wenig wie dieser.

Neues Studienmaterial wurde von den Schweizern und gleichermaßen von deren Kritikern (negativen wie positiven) ganz aktuell vorgelegt.
Comment
von unbekannt | 1.12.2009 21:09 Uhr
"ebenso unfrei wie der Löwe und bemerkt es ebenso wenig wie dieser" @wilhelm
Wenn dem so wäre, wie erklären Sie dann die wachsende Ungeduld in Europa? Nebenher: Unfreie dürften nicht abstimmen.
Comment
von moishele moishele ist gerade offline | 1.12.2009 17:26 Uhr
.. Faschismus ...
Gehts nicht eine Nummer kleiner? Das türkische Establishment soll sich da mal lieber zurückhalten, schließlich könnte man mal nachfragen, wie es tatsächlich um demokratische Werte in der Türkei bestellt ist. Der Völkermord an den Armeniern wird bis heute totgeschwiegen, die Kurden unterdrückt wie eh und je.

Wenn Menschen sich in einem demokratischen Vorgang für ein Minarett-Bauverbot aussprechen, soll das etwas mit Faschismus zu tun haben...? Du meine Güte.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade online | 2.12.2009 22:07 Uhr
moishele
"Wenn Menschen sich in einem demokratischen Vorgang für ein Minarett-Bauverbot aussprechen, soll das etwas mit Faschismus zu tun haben...? Du meine Güte."

Ja, warum denn nicht? Was gehört denn für Sie dazu?

Ich finde, von faschistischen Tendenzen zu sprechen, ist angemessen.

Comment
von titanic titanic ist gerade offline | 1.12.2009 17:33 Uhr
Erdogan ist unglaubwürdig
Erdogan ist als Rechtspopolismus-Kritiker höchst unglaubwürdig.

Denn der Islamist Erdogan ist nichts anderes als ein türkischer Rechtspopulist, der selbst gern extrem populistisch und demagogisch agiert, wenn es um das Schüren von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber Nichtmuslimen geht.
Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 1.12.2009 17:35 Uhr
Fragen an Herrn Erdogan: Wieviel.....
...Kirchenneubauten wurden in der Türkei, in den letzten 40 Jahren genehmigt und auch ausgeführt?
Wieviel christliche Priester wurden in seiner Heimat, in den letzten 40 Jahren ermordet?
Erst nach Beantwortung dieser Fragen wird die Situation klarer, in welcher ein Staatsmann das Recht zu besitzen meint, schweizer Bürger pauschal, auch nur in die Nähe von Faschismus zu reden.

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