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Islamfeindliche Sprüche

Rechtspopulist Geert Wilders vor Gericht

Verbale Attacken des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders gegen den Islam und den Propheten Mohammed werden strafrechtlich verfolgt. Das entschied das oberste Gericht in Amsterdam am Mittwoch.
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Niederländischer Rechtspopulist Wilders. "Mohammed war ein Barbar". - Foto: AFP
Amsterdam -  Bis jetzt waren die religionsfeindlichen Äußerungen von Rechtspopulist Wilders ungestraft, jetzt drohen ihm rechtliche Konsequenzen. Das oberste Gericht wies die Staatsanwaltschaft an, gegen den Parlamentsabgeordneten und Vorsitzenden der Partei für Freiheit (PVV) wegen des Verdachts auf Diskriminierung, Aufstachelung zum Hass und Beleidigung einer Menschengruppe zu ermitteln.

Wilders äußerte sich enttäuscht und sprach von einem "schwarzen Tag für die Meinungsfreiheit". Der 45-jährige Oppositionspolitiker hatte den Koran in Interviews und Reden als faschistisch und den Propheten Mohammed als Barbaren bezeichnet. Ähnliche Vorwürfe erhob er in seinem Kurzfilm "Fitna", der im März vorigen Jahres im Internet veröffentlicht wurde.

Bereits im Frühjahr 2008 stand Wilders in Den Haag vor Gericht und wurde freigesprochen. Das Amsterdamer Gericht stellte sich damit gegen die Einschätzung aus Den Haag, dass die Äußerungen von Wilders durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt seien.

Noch im Juni 2008 hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, auch Wilders Veröffentlichung des islam-kritischen Films "Fitna" sei keine strafbare Handlung und werde nicht verfolgt. Dagegen hatten mehrere muslimische Organisationen und Einzelpersonen geklagt.

Wilders erwartet Freispruch

Sie erklärten, Wilders öffentliche Islam-Beschimpfungen - unter anderem in einem Interview der linksliberalen Zeitung "de Volkskrant" - seien strafbare Aufstachelungen zum Hass auf Anhänger einer Religion. Dass die Kläger sich mit der Forderung nach Ermittlungen gegen ihn durchsetzen, habe er "absolut nicht erwartet", sagte Wilders in Den Haag. Er sei nach wie vor davon überzeugt, dass seine Äußerungen im Rahmen des Gesetzes geblieben seien.

Daher erwarte er am Ende nichts anderes als einen Freispruch. Der Film "Fitna" sowie die entsprechenden Interview-Äußerungen Wilders hatten auch Proteste von Muslimen in mehreren islamischen Staaten ausgelöst.

Sie waren jedoch deutlich schwächer als die Demonstrationen gegen Mohammed-Karikaturen aus dem Jahr 2005, die zuerst in Dänemark abgedruckt wurden. (hyc/dpa)
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Kommentare [ 28 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von unbekannt | 21.1.2009 16:22 Uhr
Eine gute Entscheidung
und wir sollten hoffen, dass die Ermittlungen auch zur Anklage und Verurteilung führen werden. Es geht einfach nicht an, gegen Mitbürger, überwiegend sogar gleicher Staatsangehörigkeit, diffamierend vorzugehen, nur weil sie einen anderen Glauben haben.
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von gmb_berlin gmb_berlin ist gerade offline | 21.1.2009 19:26 Uhr
Freie Meinungsäußerung
Freie Meinungsäußerung ist wichtiger als Glauben. Das beinhaltet auch Meinungen die einem nicht passen!
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von borax borax ist gerade offline | 21.1.2009 17:36 Uhr
Mohammed...
hat beim Massaker von Medina tausende von Menschen töten und Frauen und Kinder verschleppen lassen. Das ist historisch verbürgt und man kann es in jedem seriösn Geschichtsbuch nachlesen. Warum darf man das nicht als "barbarisch" bezeichnen? Das beleidigt doch keinen Moslem. Es geht hier ja nicht mal um Meinungsfreiheit (deren Einschränkung schlimm genug wäre), sondern schlicht um historische Fakten.
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von borax borax ist gerade offline | 21.1.2009 17:46 Uhr
Mohammed...
hat beim Massaker von Medina tausende von Menschen töten und Frauen und Kinder verschleppen lassen. Das ist historisch verbürgt und man kann es in jedem seriösn Geschichtsbuch nachlesen. Warum darf man das nicht als "barbarisch" bezeichnen? Das beleidigt doch keinen Moslem. Es geht hier ja nicht mal um Meinungsfreiheit (deren Einschränkung schlimm genug wäre), sondern schlicht um historische Fakten.
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von hades hades ist gerade offline | 21.1.2009 18:53 Uhr
Na schauen wir mal, sehr geehrter @karasaleh
Was dann bei der Gerichtsverhandlung rauskommt - zweifellos bewegt sich Wilder immer hart an der Grenze, destotrotz muss es möglich sein im Zuge der freien Meinungsäußerung bspw. "Mohammed als Barbaren" zu bezeichnen. Der Lebensweg des historischen Mohammeds gilt überliefert nicht gerade als vorbildlich... schon erst recht nicht als friedlich.

Außerdem geht es auch nicht um irgend "einen anderen Glauben", sondern spezifisch nur einzig meist um die Ideologie des Islam mit all ihren menschen-, frauen- und schwulenfeindlichen Aspekten etwa, aber nicht nur diesen. Eine Ideologie deshalb, weil Religionen ansonsten in der Regel, soweit mir bekannt, nicht ihre eigene Rechtsordnung, hier in Form der Scharia, betreiben. Wenn es nicht mehr möglich sein sollte, dies zu kritisieren...
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von athena athena ist gerade offline | 21.1.2009 22:21 Uhr
Mohammeds Lebenslauf gilt eben doch als vorbildlich
Was Sie gesagt haben, kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Der überlieferte Werdegang des Propheten Mohammeds (so es ihn den gab, denn da sind sich nicht alle Islamwissenschaftler ganz sicher) gilt jedem Muslim als absolut vorbildlich. Kaum etwas ist für einen tief gläubigen Muslim wichtiger, als Mohammed nachzueifern. Wenn Sie (oder irgendjemand anders) sagen, es sei ein barbarischer Lebenslauf gewesen, ist damit alles gesagt. Informieren Sie sich aus unabhängigen Quellen über den Islam - es lohnt sich!
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von vielleser vielleser ist gerade offline | 22.1.2009 0:17 Uhr
nacheifernd
Guten Tag,

genau dieses Nacheifern ist das Erschreckende. In mohamedanischen Foren wird auch mal gefragt, mit welchem Fuß man zuerst den Schuh, die Hose anzuziehen hat, um es exakt wie der Prophet zu machen.
Wenn man das mit dem Lebenslauf des Propheten korreliert, also seine Ehen, seine Kriegszüge (darf man Massaker schreiben?), seine "Erscheinungen", sein Umgang mit Kritikern, dann kann man nur hoffen das sich das "nacheifern" nur auf das Anziehen der Kleidung bezieht.

mfg
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von alligatorix alligatorix ist gerade offline | 21.1.2009 18:56 Uhr
Weniger gute Entscheidung
Der Vorkommentator fällt in dieser Runde ansonsten durch übergroßes Täterverständnis auf. In diesem Fall weniger. Hängt das mit dem Strafvorwurf "Islambeschimpfung" zusammen, wo für ihn dann der Spaß aufhört? Wohlgemerkt, Wilders Äusserungen dürften weniger unter die Anklagepunkte Diskriminierung usw. fallen, denn vielmehr unter eine vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckte Kritik am Islam. Hier liegt keine Diffamierung von Mitbürgern aufgrund ihres Glaubens vor. Wilder hat vielmehr einige wunde Punkte des Islams als Religion bzw. Ideologie in schonungsloser Offenheit benannt. Das er dafür bestraft werden soll, wirft kein gutes Licht auf die niederländischen Justizorgane.
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von donkaputto donkaputto ist gerade offline | 21.1.2009 19:04 Uhr
eine bedenkliche Entwicklung
Den Film Fitna habe ich mir angeschaut. Die darin enthaltene Texte sind alle dem Koran entnommen, die Bilder zeigen Terroranschläge wie die vom 11.September und u.a. Ausschnitte vom Mord an Daniel Pearl. Also alles Videos von Verbrechen, die von Islamisten begangen worden sind, die sich auf den Koran berufen. Sollte Herr Wilders dafür verurteilt werden, ist das ein Armutszeugnis für die Meinungsfreiheit.
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von krefelderin krefelderin ist gerade offline | 21.1.2009 19:20 Uhr
Satanische Verse
Es fällt leicht, gegen den Film "Fitna" zu sein - es hat ihn ja kaum jemand gesehen. Wegen Morddrohungen gegen die Betreiber des verbreitenden Online-Dienstes wurde der Film schon nach einem Tag aus dem Netz genommen.

Ich selbst (nicht rechtsradikal, SPD-Wählerin, ausländische Vorfahren) habe es irgendwie geahnt und mir das Werk gleich angesehen, als es rauskam.

"Fitna" ist eine Montage aus Koranversen, die zum Mord aufrufen (ja, die gibt es) und Aufnahmen von Anschlägen. Dies in Beziehung zu setzen, ist insofern zulässig, als auch Hamas und die Al Quaida sich immer wieder auf genau diese Textstellen berufen, um ihren Terror als gottgewollt zu legitimieren.

Der Film ist/ war sehr einfach gemacht. Mir war gleich klar: Dieser Streifen wird keinen Oskar gewinnen. Jedoch: Hier werden nicht DIE Moslems kritisiert, sondern der Terror.

So etwas strafrechtlich zu verfolgen, dürfte nicht nur hier, sondern auch in Holland schwerfallen. Ich vermute daher: Wilders wird freigesprochen werden.

MFG
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von jimmyk jimmyk ist gerade offline | 22.1.2009 10:51 Uhr
Kaum jemand gesehen?@Krefelderin
Wie kommen Sie darauf? Er steht bei youtube, schon seit er rauskam.
Comment
von freidenker freidenker ist gerade offline | 21.1.2009 20:02 Uhr
Eins bedingt das andere ...
So lange es im Islam, im Koran bzw. in einer vom Koran stark geprägten Kultur eine ganze Reihe von Gedanken gibt, die mit den Werten einer aufgeklärten und nicht theokratischen Gesellschafft kollidieren - so lange ist sachliche Kritik am Islam vollkommen legitim und sogar geboten.

Inwieweit Wilders Kritik nicht mehr sachlich war - darüber darf natürlich nachgedacht werden.

Die Tatsache, dass erhebliche Teile der medialen Öffentlichkeit jedoch nahezu jegliche kritische Auseinandersetzung mit dem Islam zu vermeiden suchen,
ist allerdings ein mindestens ein ebenso großes Problem ...

Die naive Appeasement-Haltung zahlreicher Politiker und Medienvertreter führt außerdem gerade erst zu jenen mitunter überzogenen Äußerungen verärgerter und enttäuschter Islamkritiker, über die man mit gewissem Recht nicht sehr glücklich ist.
Eine klgere Politik würde manche kritische Äußerung unnötig machen.
Comment
von krefelderin krefelderin ist gerade offline | 21.1.2009 20:31 Uhr
an "Karasaleh"
Haben Sie den Film selbst gesehen? Wieso glauben Sie, dass er Mitbürger diffamiert?

MFG
Comment
von hades hades ist gerade offline | 21.1.2009 22:09 Uhr
@krefelderlin
Der Film ist Müll - in jeder Hinsicht schlecht gemacht - billig, pathetisch, platt. Ab in die Tonne damit... Schund.
Comment
von athena athena ist gerade offline | 21.1.2009 22:10 Uhr
Die Freiheit der Rede ist tausendmal wichtiger als jede Religion
Sie ist das Fundament unserer Freiheit. Wir dürfen Niemandem, absolut Niemandem erlauben, uns das Wort zu verbieten. Erst recht nicht, wenn es um das Aufzählen von Wahrheiten geht. Die dunklen Kapitel des Christentums sind genauso wenig tabu, wie Mohammed und der Koran. Und das ist gut so.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 21.1.2009 22:16 Uhr
Verbale Attacken gegen den Islam
und den von manchen Menschen als Propheten gesehenen Mohammed sollen in den Niederlanden strafrechtlich verfolgt werden.

Na, da darf man gespannt auf das Urteil sein.

Es darf natürlich nicht sein, dass man eine Gruppe von Menschen oder ein ganz bestimmtes Individuum verbal so attackiert, dass es Volksverhetzende Züge annimmt.

Kritik an einer Religion ist aber absolut zulässig!!!

Genauso zulässig, wie man eine historische Figur, die von einigen Menschen als Prophet angesehen wird, selbstverständlich verbal attackieren darf!
Comment
von yakiz yakiz ist gerade offline | 21.1.2009 22:17 Uhr
@karasaleh
Da hat doch der Herr Wilders letztendlich nichts Falsches gesagt.
In einigen Ländern hat die Auslegung des Korans tatsächlich faschistoide Züge.
Ist es nicht als babarisch zu bezeichnen, wenn Islamkritiker auf offener Stasse abgestochen werden? Wie ist der Aufruf zum Mord an S. Rushdi anders zu verstehen ,als ein Akt der Barbarei?
karasalesh, wie stehen sie dazu?

Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 21.1.2009 22:20 Uhr
@karasaleh 21.01.2009 16:22 Uhr
Wie kommen Sie darauf schon ein ganz bestimmtes Urteil zu fordern?
Haben Sie mehr Informationen als der gemeine TSP-Leser?

Mohammed als Barbaren zu beschimpfen ist ja nun rein rechtlich nicht verurteilenswert und in den Niederlanden mit Sicherheit auch nicht strafbar.

Etwas anderes wäre es, wenn ich einen jetzt lebenden Mensch auf direkte Art und Weise beleidigen würde....

Wobei die Strafe nach Verbalattacken in der Regel ja nicht allzu hoch ausfällt...
Comment
von wolfgangr wolfgangr ist gerade offline | 21.1.2009 23:54 Uhr
Fitna
@Hades: "Der Film ist Müll - in jeder Hinsicht schlecht gemacht - billig, pathetisch, platt"

Das mag sein. "billig" im Vergleich zu Hollywood-Produktionen ganz sicher. "pathetisch"? Weniger als Obamas Reden. "platt" ?ja, für den der sich intensiver mit dem Islam beschäftigt hat, bringt er nichts Neues. Für andere aber schon.

Besser ist übrigens "Islam: Was der Westen wissen muss".
Comment
von hades hades ist gerade offline | 22.1.2009 1:37 Uhr
Ach.... bevor mein hochgeschätzter @dali hier noch Blitze zucken läßt...
"Den Islam" gibt es so nicht. Gut. Etwa bei den Aleviten habe ich persönlich wenig bis nichts zu beanstanden, soweit ich mich mit jenen befasst habe. Die Lehre der Sufis finde ich sehr spannend - aber dann wird es auch schon langsam wieder eng...

Fällt Dir noch wat ein @dali?
Comment
von krefelderin krefelderin ist gerade offline | 22.1.2009 8:20 Uhr
an Hades
Niemand, auch ich nicht, hat bislang behauptet, dass es ein guter Film sei. Die Frage ist doch nur, ob er strafwürdig ist.

MFG
Comment
von hades hades ist gerade offline | 22.1.2009 19:28 Uhr
@krefefelderin
Ich hab auch nicht behauptet... das dies jemand behauptet hätte. ;)
Comment
von wolfgangr wolfgangr ist gerade offline | 22.1.2009 10:01 Uhr
Mohammed vorbildlich?
@Hades: "Der Lebensweg des historischen Mohammeds gilt überliefert nicht gerade als vorbildlich... schon erst recht nicht als friedlich."

Das ist die typisch westlich-christlich-abendländische Sicht. Mohammed gilt vielen Moslems eben gerade wegen seiner Taten als vorbildlich. Heute und durch die Jahrhunderte hindurch.

Wenn als Tat Mohammeds überliefert ist, dass er nach einem Feldzug hunderten von Gefangenen den Kopf abgeschlagen hat, oder bei anderer Gelegenheit einigen hundert Gefangenen einen Arm und ein Bein abgeschlagen hat und sie verbluten liess - könnte das nicht etwas zu tun haben mit der Grausamkeit islamistischer Terroristen? Kleinen Kindern werden diese Stories als Religion eingetrichtert und das Leben Mohammeds insgesamt als "vorbildlich" hingestellt. Kritik ist nicht erlaubt.

Jetzt versucht man, über Gerichte auch im Westen jede Kritik als Diffamierung der Religion ahnden zu lassen. Hätten die gleichen Menschen hier die Macht, wäre es mit dem Schutz anderer Religionen ganz schnell vorbei. Man schaue doch mal in den Iran, nach Saudiarabien oder in die Türkei.
Comment
von feihung feihung ist gerade offline | 22.1.2009 10:24 Uhr
So sehr
ich Wilders und seine einseitigen Äußerungen verachte, so sehr bin ich doch dagegen, dass er strafrechtlich verfolgt wird. Ebenfalls aufgrund der Meinungsfreiheit, die ein hohes Gut unserer Kultur ist.
Etwas anderes wäre es natürlich, wenn Wilders zu Gewalt gegen Muslime aufrufen würde. Das hat er aber meines Wissens (bisher) nicht getan. Von daher halte ich eine Strafverfolgung für unangemessen. Ich bin aber auch recht überzeugt, dass die Verhandlung mit einem Freispruch enden wird.
Comment
von matzeb2007 matzeb2007 ist gerade offline | 22.1.2009 10:47 Uhr
@karasaleh
Werter Karasaleh, das können Sie doch nicht ernst meinen! Möchten Sie ernsthaft in einem Staat leben in dem die freie Meinungsäusserung so weit eingeschränkt wird, dass man eine Religion, nicht eine Einzelperson oder Volksgruppe, nicht als "faschistoid" bezeichnen darf? und wo ist die Beleidigung wenn man Mohammed als "Barbaren" bezeichnnet?
Sehen Sie, mir schmecken Rechtspopulisten wie Wilders oder Haider genauso wenig wie Ihnen, aber wir eine stabile Demokratie muss so etwas aushalten!
Wenn Sie also wirklich wollen, dass Wilders für die im Artikel genannten Aussagen verurteilt wird, gebe ich Ihnen folgendes zu bedenken :
1. Sehr viele muslimische Jugendliche denen ich im Laufe meines Lebens begegnet sind bezeichnen Nicht-Muslime generell als "Hunde"! Strafanzeige und Verurteilung??
2. Viele mir bekannte Menschen, die der "Links-Alternativen" Szene zugehörig sind, sprechen vom Papst oder der katholischen Kirche im Allgemeinen u.a. als reaktionäres Pack oder auch Schlimmeres!
Strafanzeige und Verurteilung??
Komischerweise habe Sie überhaupt keine Problem damit wenn ihr Protegee Bushido in seinen Texten Frauen und Homosexuelle auf übelste Art und Weise beleidigt und verunglimpft!
Warum messen Sie hier mit zweierlei Mass?
Da fällt mir das biblische Gleichniss von den Pharisäern und Schriftgelehrten ein oder auch das englische Wort "hippocrite"!
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 22.1.2009 12:22 Uhr
Da fehlt noch was an Informationen
Erstaunlicherweise bleiben Kommentare zu den Themen Integration, Zuwanderung und Islam besonders oft irgendwo auf dem Weg von mir zum TSP stecken.

Deshalb noch ein weiterer Versuch.

Aus dem Artikel über die Strafverfolgung von Geert Wilders geht gar nicht allzuviel hervor.

Ich kenne das Machwerk Fitna (um das geht es jetzt aber wohl nicht...) und ich lese, dass Hr.Wilders Mohammed als Barbaren bezeichnet hat. Desweiteren lese ich von Verbalattacken gegen den Islam und über religionsfeindliche Äußerungen. Den Koran hat er wohl als faschistisch bezeichnet.

Wegen des Verdachts auf Diskriminierung, Aufstachelung zum Hass und Beleidigung einer Menschengruppe wird jetzt strafrechtlich ermittelt.

Aber wie hat er sich denn geäußert? Der Vorwurf des Faschismus und der Barberei war schon alles? Was hat er denn sonst noch so gesagt?

Ich habe den Eindruck, dass hier ein ganzes Stück Information fehlt um sich wirklich ein Urteil bilden zu können...
Comment
von wolfgangr wolfgangr ist gerade offline | 22.1.2009 14:24 Uhr
Was wird ihm genau vorgeworfen?
@lindblom: Anscheinend geht es im wesentlichen immer noch um den "Fitna" Film: "Nach Auffassung der Richter steht fest, dass sich Muslime durch Wilders' Vergleichen des Islam mit der Nazi-Ideologie beleidigt fühlen, wie das Gericht mitteilte."

Auch in Deutschland ist der §130 "Volksverhetzung" ein ziemlicher Gummiparagraph. Interessanterweise stammt er noch aus der Weimarer Republik, wo er als "Anreizung zum Klassenkampf" formuliert war.

In jedem Fall ist meiner Ansicht nach durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt, die Wahrheit auch öffentlich zu sagen, selbst wenn jemand oder eine Gruppe sich dadurch angegriffen fühlen sollte. Auch die Unwahrheit zu sagen ist nicht strafbar, aber dann (und nur dann) kommen Verleumdung oder Volksverhetzung als Straftaten in Frage.

Übrignes muss sich Wilders seit geraumer Zeit wegen ständiger Morddrohungen mit Leibwächtern umgeben und seinen Wohnort geheim halten. Vielleicht für den ein oder andern ein Grund, ihm zumindest in Sachen Meinungsfreiheit zur Seite zu stehen.
Comment
von yakiz yakiz ist gerade offline | 22.1.2009 14:56 Uhr
Wilders
Nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, Wilders Film, sowie einige seiner Interviews anzuschauen, bin ich zu dem Fazit gekommen, es hier mit einem gebildetet Menschen zu tun zu haben , der sehrwohl zu unterscheiden weiss, zwischen dem Koran, seiner Auslegung und den Moslems selbst.
Er verurteilt nicht die gläubigen Menschen, vielmehr den Missbrauch alter religiöser Schriften.
Wie in jeder Religion gibt es im Koran die Gefahr Geschriebenes zu wörtlich zu nehmen
und als unfehlbares Gesetz zu betrachten.
Gerade diese Unfehlbarkeit, besser noch Unantastbarkeit dieser herausgelesenden Gesetze
formt die von Wilders genannten faschistoiden Züge des Islams.
Jede Kritik; jede andere Form von Interpretierung ist verboten,
und wer es dennoch tut muss um sein Leben fürchten.
Diese Auswüchse gibt es auch im heutigen Christentum ( Mord von Abtreibungsärzten)
wird aber in der Regel als Verbrechen eingestuft,
da es die wichtige Trennung von Staat und Kirche gibt.
Solange es im Islam keine wirkliche Selbstreflexion gibt, wird er sich nicht ändern.

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