[Kommentare: 143]

Nach Minarett-Verbot

Westerwelle verteidigt die Schweiz

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Schweiz gegen die heftige Kritik nach dem Minarett-Verbot in Schutz genommen. Die Schweiz sei eine der ältesten Demokratien und auf Ausgleich und Toleranz gebaut.
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Das sagte Westerwelle der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er selbst hätte sich bei der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag ein anderes Ergebnis gewünscht. Die Behauptung, die Schweiz sei nun ein undemokratisches und intolerantes Land geworden, sei jedoch „völlig unangemessen“.

Im Gegensatz zu den Schweizern lehnen die Deutschen ein Bauverbot von Minaretten mehrheitlich ab. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sprachen sich 48 Prozent gegen ein solches Bauverbot aus. 38 Prozent sind dafür, Gebetstürme an Moschee zu verbieten.

Vor allem in Westdeutschland seien die Befürworter von Minaretten deutlich in der Mehrheit. Hier seien 51 Prozent gegen ein Verbot und nur 37 Prozent dafür. Im Osten stimmten dagegen 44 Prozent der Befragten für ein Minarett-Verbot und 37 Prozent dagegen. Mehrheitlich für ein Verbot der Gebetstürme seien Befragte über 65 Jahren, Bürger mit Volksschulabschluss sowie die Anhänger der SPD. Die größte Ablehnung eines Verbots gebe es bei den Wählern der Grünen sowie den Befragten mit Abitur. (dpa)
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Kommentare [ 143 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.12.2009 17:44 Uhr
Könnte die Ablehnung in der Schweiz nicht aus
einem blöden Formulierungsfehler rühren, denn wie würden Sie folgende Frage beantworten:

"Sind Sie gegen ein Minarettverbot - oder?"
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 4.12.2009 18:02 Uhr
Formulierungsfehler?
So ungefähr wie die Kochstraße zu ihrem neuen Namen kam? - Na ich weiß nicht, ich halte den Durchschnittsschweizer für einen Tick schlauer als Otto Normal.

Und bei der Fragestellung würde selbst ich das Handtuch werfen und ein dickes HÄ? dahinter kritzeln.
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von Kritischer_Staatsbuerger Kritischer_Staatsbuerger ist gerade offline | 4.12.2009 18:50 Uhr
Stellt man die ....
Fragen geschickt, so erhält man auch die Antworten die man haben möchte. Ich schätze die Umfrage hat genau so einen Wert wie jene die man vorher in der Schweiz gemacht hat. Nämlich absolut keinen.

Denn die Abstimmung ist genau entgegen gesetzt ausgegangen. Und genauso würden entsprechende Abstimmungen auch in D oder anderswo ausgehen.

Und jetzt darf dreimal geraten werden warum das so wäre. Kleiner Tip, hat was mit Menschenwürde und Menschenrechte zu tun.

Denn entgegen der tagtäglich wiederkehrenden versuchten Gehirnwäsche aller Beteiligten, braucht man sich doch bloß ............ !

Und was kann man da sehen ? Richtig.
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von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 5.12.2009 2:32 Uhr
kritischer staatsbürger
Ach, kritischer staatsbürger, ich versteh' das ja.

Es lässt sich alles kleinreden oder aufbauschen - mit dem nötigen Geschick.
Was hätten Sie denn hier geschrieben, wenn die Umfrage zugunsten eines Verbots von Minaretten ausgefallen wäre?

Schreiben Sie ruhig mal. Ich bin gespannt.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 4.12.2009 17:44 Uhr
tja wenn
dieser Lehrling in diesem Amt zu Wort meldet, wirds leicht unangenehm. Die Schweiz und tolerant? Na ich weiss nicht so genau. Wenn man sich so überlegt, was im 3. Reich mit Armen und unbeutenden Flüchlingen passiert ist, oder er sollte mal mit etlichen Deutschen sprechen, die dort arbeiten. Da gibts sicherlich ne ganze Menge, die anderer Meinung sind.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.12.2009 18:08 Uhr
@uwemohrmann - Lehrling im Amt? :-)))
Tja, @uwemohrmann, wenn ich seine Äußerungen mit Ihrem Beitrag vergleiche, dann bin ich aber froh, dass ER die BRD im Ausland vertritt, und nicht jemand, mit Ihrem speziellen diplomatischen Geschick.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 4.12.2009 18:25 Uhr
hannibal
ich habe dieses Amt nicht und warum sollte ich diplomatisch sein. Sie wollen doch diese Äusserungen von mir nicht bestreiten, denn die Schweizer sind sicherlich demokratisch, aber nur fremdenfreundlich wenn sie ihnen Vorteile bringen. Und die Rolle der Scheiz im 3. Reich lässt ja so auf einiges schliessen.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.12.2009 18:37 Uhr
Tja @uwemohrmann - und die Rolle der BRD :-)
die Rolle Deutschlands natürlich, im 3. Reich, lässt uns an dieser Stelle lieber schweigen, was?

Alles noch so, wie vor 60 Jahren?

Sie argumentieren wie ein Engländer, der sich wundert, dass Angie Deutschland vertritt und nicht mehr der Dings, der mit diesem blöden Bart, na ... wie hießa doch gleich?

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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 4.12.2009 18:14 Uhr
Ansichtssache
tolerant sind die Schweizer in den meisten Fällen schon aber sie sicherlich wie jede Nation auch irgendwo das Bedürfniss den Riegel vorzuschieben, frei nach dem Motto: wir lassen uns nicht zur Minderheit im eigenen Land machen. Wer allzu Gastfreundlich ist kann das leicht bereuen. Fragen sie doch mal die Wampanoag bei Plymouth, Massachusetts was die von allzuviel Gastfreundschaft und Nächstenliebe halten, so mit etwa 400 Jahren Abstand zu der Ereignissen.

Was die Schweiz an sich betrifft, im großen und ganzen, ohne gegenseitige religiöse Toleranz der Schweizer hätte die Eidgenossenschaft nicht überlebt, sie wäre irgendwann in den letzten 300 Jahren untergegangen. Allerdings haben sich die Schweizer etwa 180 Jahre lang bei jeder passenden Gelegenheit auch mal kurzfristig die Schädel eingeschlagen, wegen der Religion. Irgendwann hatten sie dann kapiert das es so nicht gehen kann.
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von marel marel ist gerade offline | 4.12.2009 18:02 Uhr
Aussetzer Herr Westerwelle
Muß Guido Westerwelle die schweizer Demokratie ausgerechnet dann loben, wenn sie ihre chauvinistische Seite so offen zum Ausdruck bringt.

Die Schweiz sollte lieber damit beginnen ein Geschäftsverständnis der Banken zu reformieren, mit dem sie seit Jahrzehnten als Motor des internationalen Verbrechens fungiert.

Ein altes Sprichwort sagt: Der Hehler ist so gut wie der Stehler.

Schlimmer ist aber noch der Staat, der dem Stehler Zinsen auf seinen Diebstahl zahlt und diesen vor Strafverfolgung deckt.
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von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 4.12.2009 18:35 Uhr
Vielleicht haben Sie ja mit diesem Zusammenhang ...
... eine gute Erklärung fürs Westerwellengeplätscher gefunden: Als Freund deregulierter Märkte wollte möglicherweise der vom böse Vorgänger der gemein vorgeführten Schweiz mal was Gutes tun. In Sachen Steuerhinterziehungsbegünstigung ist das im Moment nicht ganz so populär. Dann lieber populistisch.

Doch dumm gelaufen, das Zentralorgan für Stimmungsbündelung muss Emnids Einsicht verkünden, dass in Deutschland die Stimmung anders ist, als mancher nach sozialwissenschaftlich vollkommen unhaltbaren Internetvotings.

Alter korreliert stets hoch mit Ängsten, das erstaunt nicht. Die Bürger in Ostdeutschland sind tendenziell religionsferner als die Westdeutschen, passt auch.

Und dass die Anhänger der SPD besonders minarettophob sind, könnte diejenigen irritieren, die Antidiskriminierung als linkes und rot-grünes Projekt dingfest zu machen versuchen. So einfach ist es eben nicht.

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von marel marel ist gerade offline | 4.12.2009 20:24 Uhr
So einfach ist es nicht
Der recht-links-Zollstock ist heute tatsächlich ein ungeeignetes Mittel, um Politik zu erklären.

Wenn ausgerechnet SPD-Wähler gegen Minarette sind, muß man vielleicht nach der Altersstruktur der SPD-Wähler fragen. Der Wahltrend bei der Jugend geht deutlich zu Schwarz und Gelb.

Ist es nicht merkwürdig, daß Wowereit praktisch das Totenglöckchen des anscheinend natürlichen rot-grünen Projektes eingeläutet hat?

Warum tut sich die schwarz-gelbe Bundesregierung eigentlich schwerer als die letzte schwarz-rote?

Warum entstehen und funktionieren allenthalben schwarz-grüne Koalitionen, obwohl das doch angeblich Gegensätze sind?
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von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 0:06 Uhr
Vielleicht ist es eher die religiöse Empathie,
die Unionsanhänger eher als die strukturell kirchferneren SPD-Anhänger mit Toleranz reagieren lässt. Spannend wäre es - falls erhoben, ob es eine Differenz zwischen Katholiken und Protestanten gibt.

Meine Hypothese: Die Katholiken könnten in minderer Strenge toleranter sein.
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von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 5.12.2009 9:53 Uhr
@Selberdenker
wir vergessen nicht, dass über 65 jährige, SPD-Anhänger und "Dumme" das Verbot wollen, demnach müssen alle jüngeren alle anderen Parteien die dann logischerweise alle schlauer sind vornan selbstverständlich die FDP die sich selbst als die Oberelite findet (hatten wir schon mal) wenn das nicht zu denken gibt??? Wenn Umfragen zu Politikern gemacht werden kommen solche Dinge nicht zustande außerdem wie wurde da gefragt? Das ist doch lächerlich wer das glaubt, dass ist Meinungsmache und wenn das stimmen sollte, werden mit Sicherheit wenn nach Merkel gefragt wird, nur Menschen ab 70 mit Sonderschulabschluß gefragt, dann stimmt das was hier steht ansonsten absoluter blödsinn und mal wieder schwarz/gelb Propaganda, die Menschen fallen darauf rein, ansonsten hätten die keine Chance gewählt zu werden.
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von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 12:31 Uhr
Ihre Meinung kann ich nicht teilen,
denn politische Präferenzen sind wesentlich keine Fragen von Klug- oder Dummheit sondern von Werten und Haltungen. Und von Bildung.
Mir liegt nun jede Sypmathie für schwarz-gelb fern. Das bewegt mich aber nicht dazu, mir die Fakten so zurecht zu biegen, dass meine parteipolitischen Vorstellungen in rosigerem Licht erscheinen lassen.

Ich fürchte, dass Ihre Position die Opposition ohne Not angreifbar machen könnte. Auch deshalb distanziere ich mich von Ihrer Sichtweise öffentlich.
Comment
von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 5.12.2009 14:48 Uhr
@Selberdenker
In meinem Kommentar habe ich zusammengefasst, was oben im Artikel beschrieben wurde, somit denke ich haben Sie mich falsch verstanden, also distanzieren Sie sich davon genauso wie ich, weil das ist kompletter Schwachsinn und soll dem Volk verkauft werden, dass nur Dumme und Alte und dazu zählen natürlich nur die für die die Medien schreiben gegen Minaretten sind, lesen Sie den Text unten noch mal das ist unglaublich, sowas wird gezielt gestreut.
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von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 17:34 Uhr
Es ist ein halter Hut in der Rechtsextremismusforschung
und verwandten Diszilinen, dass Alte und Menschen mit niedrigen formalen Bildungsabschlüssen in höherem Maße zu rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Einstellungen neigen, als der Durchschnitt.

Diese Befunde werden seit zig Jahren unabhängig von den politischen Einstellungen der Untersuchenden erhoben. Gefühlte Kritik daran ist wenig überzeugend. Um das substantiell in Frage zu stellen müssten Sie schon überzeugende Gründe für Ihre Kritik formulieren.

Darauf wäre ich gespannt.
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von mino43 mino43 ist gerade offline | 5.12.2009 9:55 Uhr
...ob es eine Differenz zwischen Katholiken und Protestanten gibt.
Ich denke schon; die Katholen haben noch einen Tick fundamentalistischeres Religungsverständnis als die Evangelen und haben daher eine gewisse Symphatie für Religionen, die noch so richtig gelebt werden.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 17:35 Uhr
Was meinen Sie mit ...
a) so richtig gelebt und
b) fundamentalistisch?
Comment
von marel marel ist gerade offline | 5.12.2009 18:58 Uhr
Toleranz
Die katholische Kirche ist immer eine internationale Organisation gewesen, vielleicht ist sie die älteste internationale Organisation überhaupt. Für Nationalismus also keine so guten Rahmenbedingungen.

Die protestantischen Kirchen sind alle mehr oder weniger an den lokalen staatlichen Strukturen verhaftet. Die Kirche von England wurde gar durch den König gegründet. Luther ist nicht denkbar, ohne zugleich Sachsen zu sagen.

Die Nationalsozialisten erzielten in den meisten evangelischen Ländern höhre Wahlergebnisse, auch wenn sie in Österreich in gewisser Hinsicht ihren Ausgang nahm.

Sie als Schmankerl noch zu ergänzen, daß die österreichischen Deutschnationalen, die Hitler in seiner Jugend als geistige Vorbilder dienten, oft bewußt zur "deutschen" protestantischen Kirche wechselten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Los-von-Rom-Bewegung

Interessant ist in dieser Hinsicht auch, die Integrationsfähigkeit katholischer und protestansicher Länder in der EU zu vergleichen. So wurde der Euro doch eher in protestantischen Staaten abgelehnt.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 4.12.2009 18:03 Uhr
Wo die Westerwellen plätschern
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Schweiz gegen die heftige Kritik nach dem Minarett-Verbot in Schutz genommen.
Da hoffen wir mal, dass er sich über die Deutsche Südgrenze genauso im Klaren ist wie über die Ostgrenze. Warum spricht er als Deutscher Außenimnister für die Schweiz? Ob das jetzt auch all diejenigen aufregt, die bei negativer Presse reklemierten, dass die Schweiz keiner Einmischung bedürfe?

Dass die Schweiz eine der ältesten Demokratien ist, hat meines Wissens niemand bestritten. Dass sie auf Ausgleich und Toleranz gebaut ist, wohl auch nicht. Aber die aktuelle Debatte nimmt auch nicht - um im architektionischen Bild zu bleiben - auf das Fundament der Schweiz Bezug. Da hat jemand mutig mit Wucht ne offene Tür eingerannt.

Die Kritik, soweit präzise vorgetragen, behuaptet freilich nicht, dass am Sonntag etwas mit der Schweiz passiert sei und die "Schweiz sei nun" etwas geworden. Denn ohne klimatischen Vorlauf ist so ein Ergebnis nicht zu erklären.

Zu erklären ist auch nicht "die Schweiz". Sondern das Abstimmungsverhalten eines knappen Drittels der Stimmberechtigten. Die haben ihren muslimischen Landsleuten allerdings deutliches Signal der Intoleranz gezeigt, dass im Kern auch auch undemokratisch ist. Weil es einer Minderheit weniger Rechte zugesteht als der Mehrheit (Türme an Gotteshäusern).

Das kann man nicht nur kritisieren, wenn man an Menschenrechten orientiert ist, muss man es auch. Kündigt Westerwelle hier einen urliberalen Anspruch auf?
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 4.12.2009 19:06 Uhr
Vollbremsung--- nochmal zurück...
tatsächlich, da steht: Landsleute!!! - haben jetzt alle Personen muslimischen Glaubens die in der Schweiz leben und arbeiten einen Schweizer Paß????? Wo steht das? Dann werd ich auch ganz schnell Muslim und zieh in die Schweiz um....

Also, noch wird Staatsbürgerschaft am Paß festgemacht und nicht am Wohnort... denn dann würde ich meinen Wohnort afap in Gegenden verlegen wo ich als Raucher nicht diskriminiert werde. Libanon vielleicht, da steckt die Anti-Raucher-Kampagne noch in den Kinderschuhen. Und dann mach ich es wie Herodes einst zu Betlehem. Aber nur im übertragenen Sinne.

Toleranz hat, wie alles auf der Welt, auch seine Grenzen. Ich weiß nicht genau was die Schweizer im Einzelnen dazu veranlaßt haben könnte derartig abzustimmen und das Ergebnis bereitet mir auch ein gewisses Unbehagen aber es ist tatsächlich die Sache der Schweizer bzw. des entsprechenden Kantons. Das sich W. jetzt zu Wort melden muß ist, mit fast einer Woche Abstand, ein wenig, nunja, albern.

Was die Steuerhinterzieherei angeht: Ich sehe es immer noch nicht als logisch an das ich Steuern auf Gelder zahlen soll die ich bereits einmal in D. versteuert habe und dann ins Ausland gebracht habe, ich sehe es nicht mal als logisch an auf die Zinsen steuern zu zahlen, egal ob ich sie in D. oder sonstwo bekomme. Die Schweizer offerieren die besseren Zinsen und versichern stillschweigen. Ein einwandfreies Geschäftsgebaren, solche Partner mag ich. Das dies mit den Gesetzen in D. irgendwie kollidiert vermag ich nicht zu sehen. Die Leute die ihr Geld in die Schweiz bringen kollidieren mit deutschen Gesetzen, aber sind diese Gesetze auch rechtens???? Sind es nicht viel mehr üble Auswüchse von Wegelagerei??
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 0:11 Uhr
Landsleute
In der Migrationsgeschichte sind es diejenigen, die bleiben wollen, die Interesse an Staatsbürgerschaft das Aufnahmelandes einerseits und an Repräsentanz im Aufnahmeland andererseits haben. Repräsentanz heißt bei religiösen Menschen u.a. auch, die aus der Herkunft vertrauten Gotteshäuser zu errichten. Und dazu dann auch Friedhöfe anzulegen. Das drückt aus: Wir gehören dazu, wir bekennen uns zu diesem Land. Wenn man uns denn lässt.
Comment
von montaxx montaxx ist gerade offline | 5.12.2009 1:26 Uhr
korrektur
ihr kommentar ist ein bisschen realitätsfremd: die scheweiz bietet mitnichten die besseren zinsen.wenn sie in ch zu einer seriösen bank gehen,bietet die ihnen traditionell weniger zinsen als ein seriöses institut in deutschland.was den alpenstaat für hinterzieher (derzeit noch) interessant macht,ist einzig und allein die verschwiegenheit gegenüber dem deutschen fiskus,nicht etwa ein nicht vorhandener zinsvorsprung!
Comment
von Kritischer_Staatsbuerger Kritischer_Staatsbuerger ist gerade offline | 4.12.2009 19:37 Uhr
Soso ... @selberdenker
"Intolleran" ist die Schweiz also ? Ahja. Das erklären Sie doch bitte mal genauer. Nur weil man Minarette in einer Volksabstimmung verbietet, Moscheen aber nicht, ist man also sofort intollerant ja ?

Selten so einen Dumfug gelesen. Sie sollten sich eventuell mal schlau machen. Zu Mohammeds Zeiten gab es noch keine Minarette, die hat man sich erst später bei den Kirchen abgeschaut. Eine Moschee, also der Platz zum beten, braucht also ebenso wenig ein Minarett, wie eine Kirche unbedingt einen Kirchturm braucht. Beides ist entbehrlich, da es nichts mit dem "Glauben" an irgendwas zu tun hat.

Und nun lassen Sie noch mal die Rede eines gewissen Ministerpräsidenten in Deutschland reveu passieren wo das Wort Minarett drin vorkommt. Und dann überlegen Sie mal ganz genau ob die Schweizer nicht genau "richtig" abgestimmt haben und man das hier in D nicht auch tun sollte. Also entsprechendende Abstimmungen durchführen zu lassen.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 17:51 Uhr
Intolerant ja, die Schhweiz nein.
Sie lesen bei mir das Gegenteil von dem was ich schrieb. Nicht "die Schweiz" ist intolerant.Sondern das kanppe Drittel der Stimmberechtigten, dass Minarette verbieten will.
Wenn es in allen muslimischen Staaten so wäre, dass Kirchen zwar gebaut werden dürften, aber keine Kirchtürme. Dann wäre das zwar meist eine Verbesserung des Status quo.
Tolerant würde ich das trotzdem nicht nennen. Warum sollte ich dann die Schweizer Verhältnisse mit einem anderen Maß messen?

Eben weil die Christen erst die Türme ins Spiel gebracht haben, könnte der geschichtsbewußte Christ ja sagen: Warum sollen wir die Türme verbieten, wenn sie auf unser Vorbild zurück gehen und wir selber auch welche bauen?

Wenn Sie von Dumfug schreiben, so ist das nicht mein Ton.
Es gibt bekanntlich vollkommen unabhängig von Schweizer Ereignissen eine Diskussion, ob und in wie weit Plebiszite ach auf Bundesebene eingeführt werden sollen. Ich bin da grundsätzlich eher skeptisch, weil wir dann zwei konkurrierende Gesetzgebungsinstanzen hätten, deren Entscheidungen in aufwändigen Verfahren ausgegelichen werden müssten.

Ein Verfassungswidriges Plebiszit, wie Sie es sich wünschen, würde ebenso vom Verfassungsgericht kassiert, wie etwa das Luftsicherheitsgesetz der früheren Bundesregierung.

Ihre Position kollidiert mit der deutschen Verfassung mehr als mit dem Gesetzgebungsverfahren.
Comment
von marel marel ist gerade offline | 4.12.2009 20:49 Uhr
Undemokratisch?
Ist das hier das treffende Wort? Eigentlich ist es doch einer der charakteristischen Schwachpunkte der Demokratie, daß Mehrheiten immer den Minderheiten ihre Standpunkte aufzwingen können.

Wir müssen hier über die Rechte von Minderheiten reden. Die stehen geradezu im Gegensatz zum demokratischen Mehrheitsprinzip.

Friedrich der Große als undemokratischer, aufgeklärter Monarch sagte etwa Ffolgendes zum Prinzip der Religionsfreiheit in Berlin: Und kämen Muslime, ich würde ihnen Minarette bauen.

Stellen Sie das dem demokratischen Abstimmungsergebnis der Schweiz gegenüber.

Es ist sehr bedauerlich, wie eine basisdemokratische Volksabstimmung der Schweiz einen Grundpfeiler des modernen Europas einschlägt und in Sachen Religionsfreiheit einen Schritt zurück ins finstere Mittelalter tut.

Leider kann man das bei den Schweizern auch nicht mit Unerfahrenheit bei Volksabstimmungen entschuldigen.
Comment
von Kritischer_Staatsbuerger Kritischer_Staatsbuerger ist gerade offline | 4.12.2009 22:01 Uhr
Wie wäre es .. @marel
wenn Sie mal ein wenig Googlen ? Dann wird Ihnen sehr schnell klar um was es wirklich gegangen sein könnte.

Und "Minderheitenschutz" muss nicht zwangsläufig "Selbstaufgabe" bedeuten, so wie es in D der Fall ist.

Um für den Minderheitenschutz zu sorgen sind entsprechende Gesetze erlassen worden und das ist auch gut so.

Allerdings sehe ich jetzt nicht so ganz Ihr Problem mit der Abstimmung. Die Minderheit ist weiterhin geschützt und darf Moscheen bauen, aber eben nur ohne Minarett. Da ein Minarett für die Funktionsweise einer Moschee nicht notwendig ist, sehe ich keinerlei FDGO Probleme.

Klick

Zitat aus dem Link:
Obwohl inzwischen traditionell ein Minarett als bekannter Bestandteil einer Moschee anerkannt ist, gehört ein hohes Minarett allerdings nicht zu den zwingenden Bestandteilen einer Moschee. Es ermöglicht aber das Erkennen einer Moschee bereits von der Ferne.

Ansonsten mal den Flyer der Schweizer Initatoren lesen:

Klick
Comment
von marel marel ist gerade offline | 4.12.2009 22:43 Uhr
Selbstaufgabe
Ihre Argumentation ist grotesk. Wenn es da eine Selbstaufgabe gibt, dann ist es die Aufgabe von Grundwerten.

Einerseits liegt hier eine klare Ungleichbehandlung von Religionsgruppen vor und damit eine offene Diskriminierung.

Zum anderen wird versucht eine Religion aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verdrängen. Damit wird Parallelgesellschaften Vorschub geleistet und der Staat bringt sich im entsprechenden Ausmaß um die Möglichkeit, diese Religion in der Weise zu kontrollieren, wie er das bei anderen Religionen tut. Spielregeln funktionieren nur dann, wenn sie für alle gleich sind.

Daß Sie auf diesen geistlosen Flyer anspringen, spricht für sich.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 5.12.2009 2:48 Uhr
kritischer staatsbürger

Und ein weiteres Mal erklären Sie den Muslimen, was ihnen das Minarett zu bedeuten hat. Woher nehmen Sie das Recht dazu?

Und wieder würde ich mich freuen, wenn ich Ihren Kommunikationsstil weniger aggressiv und polemisch finden könnte.




Comment
von kaefermichnicht kaefermichnicht ist gerade online | 5.12.2009 8:14 Uhr
Westerwelle ...
Wer hier alles mit seinen Weisheiten herhalten muß ...?! Mir sind meine Zeitgenossen lieber: Ralph Giordano:"Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!" Sicher einschließlich Minarett gemeint - und Westerwelle kennt wohl sehr genau die rückständigen und diskriminierenden Ansichten vieler Muslime zur Homosexualität!
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 4.12.2009 18:23 Uhr
selberdenker
vielleicht hat er aber auch nur Defizite, er war die ganze Woche nicht gefragt, da musste er doch mal wieder was sagen
Comment
von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 4.12.2009 18:29 Uhr
Eine gute Geste
Die Äußerung des Bundesaußenministers bildet einen wohltuenden Gegensatz zum sonst in der Politik üblichen Populismus. Westerwelle hätte es sich einfach machen und auf unser Nachbarland verbal einprügeln können. Er zeigt aber Verständnis für die Schweiz, bekräftigt aber auch, dass er in der Sache das Minarett-Verbot nicht unterstützt.

Westerwelle hat hier seinen Standpunkt geschickt und mit Übersicht zur Geltung gebracht. Es geht auch ohne Populismus.
Comment
von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 5.12.2009 14:52 Uhr
@Vielflieger
Westerwelle ist Populist, er muss halt nur aufpassen wenn es um das Thema geht, denn er wird beobachtet vom Ausland, desweiteren widerspricht Westerwelle sich ständig, er denkt anders als er redet, dass sollte jeder mittlerweile erkannt haben, man muss dazu natürlich die Fähigkeit besitzen diese Heuchelei zu erkennen, ansonsten glauben Sie ihm weiter, da kann man nicht machen!!
Comment
von josse josse ist gerade offline | 4.12.2009 18:40 Uhr
Ob emnid-Umfragen zuverlässiger sind
als die der Schweizer Umfrage-Kollegen?
Die haben auch völlig danebengelegen.
Ich glaube emnid keine eine Zahl davon.
Es handelt sich um Manipulation.
Fragt die Deutschen doch wirklich, nicht über emnid
und ihr werdet wissen statt vermuten.
Auch dass die Schweizer auf die Inschutznahme durch einen Herrn Westerwelle Wert legen, "glaube" ich eher nicht.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 4.12.2009 19:06 Uhr
ich kann Sie mit dem Markt trösten
In Deutschland konkurrieren verschiedene Meinungsforschungsinstitute. In Sachen Sonntagsfrage auf einem Terrain, dass bei Wahlen stets überprüft wird. Der Ehrgeiz der Sozialforscher gilt möglichst präzisen Prognosen. Doch bei aller Professionalität bleibt es ein schwieriges Geschäft.

Haben Sie Belege für eine Manipulation? Dann her damit. Haben Sie keine, sollten Sie die Leute von emnid besser nicht beleidigen.
Comment
von josse josse ist gerade offline | 4.12.2009 19:55 Uhr
Schon der Auftraggeber
spricht für meine Vermutung.
Wenn diese Zeitung eine Befragung in Auftrag gibt, gibt sie - weil "staatstragend" - das Ergebnis quasi vor.
Wer Deutsche wirklich zu ihrer Meinung befragen möchte, sollte das nicht über BILD tun.
Die Glaubwürdigkeit befördert dieses Verfahren sicher nicht.
Unser Staat sollte mehr direkte Demokratie zulassen und danach handeln.
Es ist gerade die Diskrepanz zwischen veröffentlichter Meinung und der tatsächlich im Volk herrschenden (oft nicht-öffentlichen) Meinung, die unser System immer mehr belastet.
Immer weniger Menschen trauen diesem Staat und seinen Repräsentanten die Bewältigung der wirklichen Probleme zu. Dazu gibt es bekanntlich die langjährige Bielefelder Untersuchung von Prof Heitmeier, aus der aber keine Schlussfolgerungen gezogen werden.
Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 5.12.2009 12:37 Uhr
Wilhelm Heitmeyer ist nun wirklich ein schlechter Kronzeuge
für Ihre Meinung. In der Untersuchung "Deutsche Zustände" geht es darum, Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu untersuchen, um sie zu überwinden. Nicht um sie zu legitimieren.
Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.12.2009 18:58 Uhr
Was hat Westerwele eigentlich gesagt,,
dass ihn so viele kritisieren?

"Die Behauptung, die Schweiz sei nun ein undemokratisches und intolerantes Land geworden, sei jedoch „völlig unangemessen“."


Und DAS kann man nicht unterschreiben?

Oder ist es, weil es sich hier um den unkonventionellen Westerwelle ... Ach so, ja klar, da stoßen viele offenbar wieder an ihre eigenen Toleranzgrenzen, ohne dass sie es zugeben mögen


Comment
von selberdenker selberdenker ist gerade offline | 4.12.2009 19:07 Uhr
wie ich schon oben schrieb, ...
... er rennt offene Türen ein. Das ist billig.

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