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Kabinettsbildung

Karsai will Regierung der nationalen Einheit

Nach Absage der Stichwahl in Afghanistan hat der im Amt bestätigte Präsident Hamid Karsai die Bildung einer "Regierung der nationalen Einheit" angekündigt. Er erneuerte auch das Dialogangebot an die radikal-islamischen Taliban.
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Kabul -  Das neue Kabinett werde Vertreter aller ethnischen Gruppen und politischen Lager des Landes umfassen, sagte Karsai am Dienstag. Er ließ dabei offen, ob der Regierung auch sein politischer Rivale, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, angehören wird. Beim ersten Auftritt nach seiner Bestätigung erneuerte Karsai auch das Dialogangebot an die radikal-islamischen Taliban. Diese wiesen das Gesprächsangebot aber zurück. Bei Karsais Aufruf handele es sich um „leere Worte“, sagte der Taliban-Sprecher Jussuf Ahmadi in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP. Karsai sagte weiter, er wolle in seiner zweiten Amtszeit vor allem die Korruption bekämpfen und den Wunsch des Volkes nach einer „effektiven und sauberen Regierung“ erfüllen. „Wir sind uns der Probleme bei der Regierungsführung und in unserem Umfeld bewusst.“ US-Präsident Barack Obama hatte Karsai am Vortag in einem Telefonat aufgefordert, mit Reformen und dem Niederringen der Korruption „ein neues Kapitel“ in der Geschichte Afghanistans aufzuschlagen. AFP, dpa

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.11.2009)
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