[Kommentare: 17]

Markus Kaim, Sicherheitsexperte

"An mehr Truppen geht kein Weg vorbei"

Markus Kaim von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik über Afghanistan, die Taliban und den Bürgerkrieg.
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Foto: promo
Herr Kaim, gibt es gemäßigte Taliban?

Die Erfahrung lehrt uns, dass Bürgerkriege dauerhaft nur beendet werden können, wenn es gelingt, die kämpfenden Parteien ins politische System zu integrieren. Wenn wir in drei bis fünf Jahren unsere Truppen aus Afghanistan abziehen und eine selbsttragende Sicherheit haben wollen, dann führt kein Weg daran vorbei, die Taliban einzubinden.

Lassen sich die Gemäßigten von den Nichtgemäßigten überhaupt unterscheiden?

Das ist das Problem: Es ist eine Fiktion zu glauben, wir könnten uns die Guten aussuchen, um mit denen zu verhandeln. Die „Bösen“ sind so mächtig, dass man moralisch Kompromisse machen muss. Das betrifft die Taliban mit ihren Vorstellungen von Erziehung und Bildung von Mädchen zum Beispiel. Noch viel eklatanter aber ist das bei den Warlords, Leuten, die Blut an den Händen haben.

Gibt es rote Linien, die auf keinen Fall überschritten werden dürften?

Schwierig zu sagen. Wir müssen uns angewöhnen, an vielen Punkten die Afghanen selber bestimmen zu lassen. Ein Grundfehler des Einsatzes bisher war es, unsere Ordnungsvorstellungen an den Hindukusch exportieren zu wollen. Das ist im Desaster geendet. Wir müssen uns damit begnügen, bestimmte Mindeststandards, zum Beispiel einer guten Regierungsführung, durchzusetzen.

Kündigt sich jetzt ein Strategiewandel an?

Da wäre ich vorsichtig. Was die deutsche Politik im Moment charakterisiert, ist eine gewisse Ratlosigkeit. Wir sehen, dass trotz erhöhten Engagements die Resultate bescheiden sind: Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, die Wahlen waren von Manipulationen überschattet.

Was ist überhaupt noch zu erreichen?

Es hat eine gewisse Nüchternheit Einzug gehalten. Deshalb sind, was vor zwei Jahren noch zurückgewiesen wurde – Gespräche mit Taliban – heute eher denkbar als ein Instrument, Afghanistan erst einmal zu befrieden und dann zumindest militärisch verlassen zu können.

Was wäre politisch das am dringendsten Gebotene, um bald abziehen zu können?


In der Vergangenheit wurden zwei Fehler gemacht. Wir haben uns verzettelt und zu viele Dinge gleichzeitig gewollt. Und wir haben geglaubt, die Aufgabe sei in verhältnismäßig kurzer Zeit mit überschaubaren Mitteln zu bewältigen.

Was muss jetzt passieren?


Wir müssen zurück zum UN-Mandat und Sicherheit im gesamten Land gewährleisten, um den zivilen Wiederaufbau gewährleisten zu können.

Das heißt, auf die militärische Komponente kann nicht verzichtet werden?

An einer Erhöhung der Truppenstärke geht angesichts der begrenzten Zeit in Afghanistan und der sich verschlechternden Sicherheitslage kein Weg vorbei.

Bisher haben Kanzlerin und Außenminister wenig Sympathie dafür erkennen lassen – und die SPD wandelt sich in der Opposition gerade zur Friedenspartei...

Wenn wir die Mission Afghanistan so ernst nehmen, wie die Politik dauernd behauptet, geht es nicht anders. Wenn wir sehen, dass die Erfolge bisher ausgeblieben sind, dann müssen diejenigen, die sagen, wir brauchen Ausbilder statt Kampftruppen, eine Antwort darauf geben, wie sie damit umgehen wollen, dass bereits heute weite Teile Afghanistans für westliche Wiederaufbaubemühungen nicht zugänglich sind. Ich sehe diese Antwort nicht.

Markus Kaim ist Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).
Das Gespräch führte Michael Schmidt.


(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 23.12.2009)
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Kommentare [ 17 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 22.12.2009 22:19 Uhr
Die Taliban haben ausdrücklich betont, ...
... daß sie sich nicht an einer afghanischen Regierung beteiligen wollen. Sie haben betont, daß sie keinerlei Wahlen wollen, solange Besatzungstruppen im Land stehen. Ein Mehr an Truppen wird unweigerlich ein Mehr an toten deutschen Jungen und Mädchen mit sich bringen. Könnte vielleicht endlich einmal ein deutscher Politiker, vorzugsweise einer der letzten Überlebenden der Trümmerngeneration, dem Wahnsinn ein Ende bereiten?
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von unbekannt | 22.12.2009 22:56 Uhr
Ach,wer hat dem Wahnsinn
der Nazis den Garaus bereitet?Nicht die Alliierten Truppen?Vielleicht der deutsche Gutmensch?Bei Ihnen ist das"Nie wieder Krieg"zu einer weltentfremdenden Formel geronnen.ICH jedenfalls möchte daß meine Regierung dafür sorgt,daß keine Terror-Drogen/-bomben/-gelder/-isten aus diesem islamistischen Moloch in mein Land kommen.Ferner möchte ich, daß dem echten Wahnsinn einer paläo-patriarchalischen,narzisstischen Krieger-Rocker-Truppe,die sich einmal Taliban nannte,der Garaus gemacht wird.Die sind ein Schandfleck auf dem Angesicht der Erde.Und mit A-stan verhält es sich genauso,wie mit Iraq:erst haben alle selbsternannten Militär-"Experten" die grosse Klappe gehabt, sie wüßten,daß das nicht klappt usw, blah-und nach Ende 2008/"the Surge"ist es dann sehr ruhig um sie geworden.Manche Dinge muß man anfassen,um sie loszulassen.In A-stan ist dafür Zuschlagen notig!Je konzertierter, präziser und gründlicher, desto besser!
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 22.12.2009 23:31 Uhr
@Nato Den Garaus machen
Damit befinden Sie sich im Widerspruch zu führenden Politikern der CDU/CSU und der SPD, u.a. zum Verteidigungsminister. Sogar ein Name ist bereits im Gespräch - Hekmatyar. Wäre nicht das erste Mal, dass der Westen diesem Massenmörder Zucker in den Allerwertesten bläst. Damals allerdings ging´s gegen die Russen, und was waren da schon ein paar Massaker hier und ein paar Säureanschläge gegen unverschleierte Frauen da (ja, da schau her, die gab's noch unter sowjetischer Besatzung)!

Die Amerikaner haben übrigens seit 2001 "zugeschlagen", und mit welchem Erfolg?
Der bereits verblichene "Erfolg" Surge im Irak ist der reichlichen Düngung des Sunnigebiets mit Greenbacks zu verdanken. Nachdem diese Zahlungen eingestellt worden sind, nehmen auch die Anschläge an Häufigkeit und Heftigkeit dramatisch zu, ganz abgesehen davon, dass die Zentralregierung in Bagdad keinerlei Kontrolle über die Kurdengebiete hat. Das steht aber nicht mehr in ihrer Mainstreampresse, weswegen in Irak alles paletti ist, nicht wahr?
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von arthur_dent arthur_dent ist gerade offline | 24.12.2009 7:47 Uhr
@NATO
> ICH jedenfalls möchte daß meine Regierung dafür sorgt,daß keine Terror-Drogen/-
> bomben/-gelder/-isten aus diesem islamistischen Moloch in mein Land kommen.
Das koenne Sie auch moechten, die Mehrheit der Deutschen lehnt aber den Militaereinsatz ab.
In einer Demokratie wuerde die Regierung sich verpflichtet fuehlen, dem Wunsch dieser Mehrheit zu folgen :-)
Ansonsten ist es mit einigen hundert oder tausend zusaetzlichen Soldaten nicht getan, und welches Land ist bereit weitere zehntausende Soldaten fuer unbegrenzte Zeit zu schicken und zu finanzieren? Selbst die inzwischen marode USA ist ja dazu nicht in der Lage.
Was meinen Sie warum der NATO in Moskau um Hubschrauber, Waffen und Soldaten bettelt?
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von unbekannt | 23.12.2009 13:14 Uhr
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von remember remember ist gerade offline | 22.12.2009 23:17 Uhr
Zu Westerwelle schrieb ich.......
Die Taliban
wurden gefeiert, wenn es ihnen gelang einen Schlag gegen die UdssR Soldaten zu führen, ihr Mut war viele Zeilen wert.
Jetzt stellten sie sich gegen die Isaf Truppen. Im Land herrscht eine korrupte Gruppe mit ihren Warlords, Wahlen sind eine Farce, was auch von neutraler Seite bemängelt, aber nicht abgestellt werden konnte.
Mit wem schliesst man da Verträge und schützt seine Absichten?
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 22.12.2009 23:22 Uhr
"Sicherheits"experte
Wenn die Sicherheitsexperten genauso viel über Sicherheit wissen, wie die Wirtschaftsexperten über Wirtschaft und die Klimaexperten über das Klima, sollten wir vielleicht das exakte Gegenteil von dem machen, was sie uns raten.

Aber Spass beiseite - @klaus_weiss hat den Nagel - wieder einmal - auf den Kopf getroffen. Denn all diejenigen, die jetzt plötzlich die Taliban einbeziehen wollen, scheinen sich immer noch der Illusion hinzugeben, dass man diesen nur ein wenig Geld und ein paar Posten geben müsse, und schon wäre der Widerstand überwunden. Dass sie erklärtermassen die ausländischen Truppen aus dem Land haben wollen, scheint man nicht Ernst zu nehmen - sollte man aber.
Im Unterschied zu uns haben die Taliban - überwiegend Paschtunenstämme - alle Zeit der Welt, diesen Krieg weiterzuführen. Die Geburtenrate pro Frau liegt bei 6, d.h. es gibt genügend zweite und dritte Söhne, die nichts werden können, es sei denn, sie suchen Ehre und Ruhm auf dem Schlachtfeld. Die materiellen Resourcen für diesen Krieg liefert der Westen selber: Wir sind die zahlenden Endkunden des Drogenhandels, und Waffen, Treibstoff und andere Versorgungsgüter fallen den Taliban regelmässig reichlich in die Hände oder werden von diesen mit hohen Wegezöllen belegt.
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 22.12.2009 23:23 Uhr
@NATO
1. 90 Prozent der Drogengewinne werden im Westen realisiert. Wo bleibt das OFAC, wenn Sie wissen, was das ist?

2. Nicht ein einziger Afghane hat internationale Terroranschläge zu verantworten. Nicht ein einziger hoher Würdenträger des Westens, eigentlich doch das Ziel des Terrors, ist bisher Opfer eines Anschlags geworden. Fällt Ihnen etwas dazu ein?

3. Die Krieger-Rocker-Truppe wurde in Texas hofiert, mit erlesenen Speisen bedacht und von Kissinger umgarnt. Fällt Ihnen etwas dazu ein?

4. Thomas Goutierre, ein "Bildungs""wissenschaftler" der Universität Nebraska, entwarf die Schulbücher für junge Jihadisten und solche, die es werden sollten. Der Mann war erfolgreich. Die Taliban bedankten sich persönlich bei ihm -- während eines Besuchs von Mt. Rushmore.

5. Der irakische Surge bestand im Kaufen der Erweckungssunniten. Das Geld war voriges Jahr alle. Fällt Ihnen seitdem etwas auf? Der afghanische Surge berichtet von einem Mangel an Feindberührungen, wie im Irak. Fällt Ihnen etwas auf? Was wissen Sie überhaupt über asymmetrische Kriegsführung?

6. Ihr Nazi-Vergleich ist lächerlich. Die Afghanen haben keinen Raub- und Vernichtungskrieg begonnen, sondern sind das Opfer einer geostrategischen Besatzung geworden. Dagegen steht ihnen jedes Recht auf Widerstand zu. Kurioserweise mußte Erös seine Kliniken und Praxen schließen, als sich Soldaten um seinen Schutz kümmerten. Fällt Ihnen dazu etwas ein?

7. Im übrigen: Ich bin ein Mann!
Comment
von beija_flor beija_flor ist gerade offline | 23.12.2009 16:52 Uhr
@ klaus_weiss - Da fällt mir so einiges ein
1. Wo ist der Zusammenhang???

2. "Nicht ein einziger Afghane hat internatinale Terroanschläge zu verantworten" - wirklich?
Wer hat dann die 9/11-Attentäter ausgebildet? Wo wurden die Videos gedreht? Im Kohleabbaugebiet in der Lausitz?

"Nicht ein einziger hoher Würdenträger des Westens, eigentlich doch das Ziel des Terrors, ist bisher Opfer eines Anschlags geworden."
Ziel des Terrors soll die "ungläubige" westliche Bevölkerung sein - New York 9/11: 3018 Tote (die restliche Aufzählung spare ich mir jetzt).

3. "Die Krieger-Rocker-Truppe wurde in Texas hofiert, mit erlesenen Speisen bedacht und von Kissinger umgarnt" - das waren die Mudschahidin, nicht die Taliban. Die Taliban kamen erst in den 90ern aus Pakistan.

4.Thomas Goutierre - finde ich noch nichtmal mit Google, da ist die obskure Website wohl schon im Orkus verschwunden.
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 24.12.2009 12:56 Uhr
@beija_flor
1. Wo ist der Zusammenhang?

@NATO erwähnte Drogengelder.

2. Wer hat dann die 9/11-Attentäter ausgebildet? Wo wurden die Videos gedreht?

Die Ausbildung übernahmen US-Flugschulen, davor gabe es eine Hochschule in Hamburg. Zu den Videoaufnahmen empfehle ich Ihnen Jason Burke: "Al Qaeda". Bin Laden mußte seine in die Luft ballernden angeblichen Anhänger für das Video bezahlen.

3. Ziel des Terrors soll die "ungläubige" westliche Bevölkerung sein

Aus der Fatwa bin Ladens geht das nicht hervor. Die bildet angeblich die Ideologie des Kampfs gegen den Westen. Klick!

4. Thomas Goutierre - finde ich noch nichtmal mit Google

"Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 5.200 für goutierre thomas. (0,34 Sekunden)"

5. das waren die Mudschahidin, nicht die Taliban ... Die Taliban kamen erst in den 90ern aus Pakistan.

Zwei Mythen auf einmal. Die Koranschüler gibt es seit Hunderten von Jahren. Sie arbeiteten als Dorfschullehrer oder Schlichter in Alltagsfragen. Sie meuterten bereits im Frühjahr 1979 gegen die Entscheidung der Zentralregierung, Mädchen das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen und Zwangshochzeiten zu verbieten. Wenn Sie sich ansehen, wo diese Unruhen stattfanden, fällt Ihnen bestimmt etwas auf. Geben Sie sich Mühe.

Für diesen hervorragenden Beitrag zur Demokratisierung Afghanistans und zur Befreiung vom kommunistischen Joch wurden sie auf Brzezinskis Anraten durch Carter unterstützt. Die Sowjets sollten zum Einmarsch provoziert werden und anschließend ihr Vietnam erleben. Hat geklappt. Übrigens müßten Sie nach Ihrer These erklären, wie ein paar versprengte Radikale das schafften, was hundertausende Russen nicht erreichen konnten: das Land unterwerfen. Das ist absurd.

In Ahmed Rashids "Taliban" finden wir ab Seite 157 zwei Kapitel ("Romancing the Taliban I" und "II"), die sich mit Unocal, CentGas, der Unocal, dem CIA und dem ISI befassen. Lesen Sie sie.
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von p.petersen p.petersen ist gerade offline | 22.12.2009 23:32 Uhr
Universelle Menschenrechte
Zitat:


… dass man moralisch Kompromisse machen muss. Das betrifft die Taliban mit ihren Vorstellungen von Erziehung und Bildung von Mädchen zum Beispiel.



Das sollen nur moralische Kompromisse sein? Sollen die dann landesweit eingegangen werden? Oder sollen Taliban nur regional begrenzt Einfluss auf die Zukunft von Mädchen erhalten? Büschn Scharia mal so hier und da? Und das heißt dann, dass eine ordentliche Regierungsarbeit möglich wäre?! Ähm, wie soll die wohl aussehen?

Immerhin: Ohne Truppen im Land können wir uns zufrieden zurücklehnen, denn aus den Augen, aus dem Sinn. Außer, zwei, drei Reportagen im Jahr berichten, dann kann man sich moralisch über dieses schlimme Land entrüsten. Wir haben ja schließlich unser Bestes getan.
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von adalbert adalbert ist gerade offline | 23.12.2009 10:42 Uhr
'Wir müssen uns damit begnügen, bestimmte Mindeststandards, zum Beispiel einer guten Regierungsführung, durchzusetzen'.
Welche Bescheidenheit! Diese sensationelle Erkenntnis kommt gewissen Herrschaften nach acht Jahren.
Comment
von remember remember ist gerade offline | 23.12.2009 10:53 Uhr
Auch die Taliban
sind offensichtlich lernfähig. Wie man Berichten entnehmen konnte, hat ein Berliner Ehepaar bereits 15 Schulen gebaut, die alle mit den Taliban abgesprochen waren und immer Gemeinschafts-Schulen waren, die von Jungen und Mädchen besucht werden. Zuletzt wurde sogar ein Geminschaftsgymnasium gebaut und eingeweiht.
Natürlich passt das nicht in das Bild, das man sich von den Ereignissen dort macht.
Comment
von unbekannt | 23.12.2009 11:16 Uhr
Steigbügelhalter des Bösen?
"Gibt es rote Linien, die auf keinen Fall überschritten werden dürften ?
Schwierig zu sagen. ....."


Markus Kaim nennt es : Schwierig zu sagen ...
Die Frage für mich ist eher: brauchen wir solle Stiftungen für die der gute Herr Kaim arbeitet ?
Comment
von unbekannt | 23.12.2009 14:23 Uhr
Afghanistan-Einsatz
"Diplomatische Offensive starten" - Die Bundeswehr soll den Partnern auch Hilfe im umkämpften Süden anbieten, fordert Regierungsberater Kaim. Tsp-Artikel vom 14.2.2008 mehr dazu in meinen Gästebuch
Comment
von Waldmensch Waldmensch ist gerade offline | 23.12.2009 23:01 Uhr
Kein Krieg, Weihnachtsurlaub
Vielleicht sollten die Bundestagsabgeordneten ihren Weihnachtsurlaub zu den von Ihnen geschaffenen, vorhandenen Bedingungen in Kundus verbringen, dann wissen sie wenigstens von was sie reden und es kann keiner behaupten er hat von nichts gewußt.
Comment
von unbekannt | 24.12.2009 8:42 Uhr
@waldmensch


Zitat von Weihnachtsansprache: Bundespräsident Horst Köhler

Sind wir achtsam genug miteinander?

Da denke ich auch an unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan.

Machen wir uns klar, was ihr Dienst bedeutet?



Alexander S. aus Spremberg wurde nur 23 Jahre alt



Zitat von B Z vom 24. Juni 2009 - Bettina Irion; Katharina Metag

Er lacht, er feiert. Und immer ist eine ganze Schar Freunde um ihn rum: Es gibt nur fröhliche Fotos von Alexander S. (23). Bilder eines jungen Mannes aus Spremberg, der jetzt beim Einsatz für den Frieden in Afghanistan auf grausame Weise sein junges Leben verlor.

„Ali“ wurde Alexander S. von seinen Freunden genannt. Von den Freunden, mit denen er keine Party ausließ, Radtouren unternahm, Männertage feierte. Freunde, zu denen auch seine ältere Schwester Caroline gehörte und der Großcousin Robert, mit dem er im FSV 1895 Spremberg gemeinsam Fußball spielte. Mit dem er gemeinsam vor einer Woche als Hauptgefreiter nach Afghanistan aufbrach. „Die Jungen finden hier doch keine Arbeit“, sagte eine Verwandte der B.Z. „Da gehen sie eben zur Bundeswehr.“

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