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Klimaschutz

G 8 wollen Treibhausgase bis 2050 halbieren

Einigung beim G-8-Gipfel im japanischen Toyako: Die Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten will die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent reduzieren. Auch die Amerikaner stimmen diesem Ziel zu.
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Wollen das Klima schützen: Gordon Brown (l), Angela Merkel, George W Bush, Yasuo Fukuda, Nicolas Sarkozy. Foto: AFP
Toyako -  Die USA lassen sich erstmals auf ein langfristiges Ziel beim Klimaschutz ein: Beim G-8-Gipfel im japanischen Toyako verständigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, bis 2050 den Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen mindestens zu halbieren. Das berichteten Diplomaten aus den Beratungen. Mit diesem Ziel wollen die G 8 in die Verhandlungen über das nächste Klimabkommen Ende 2009 in Kopenhagen gehen. Diese Verhandlungen laufen unter dem Dach der Vereinten Nationen. Die G 8 gehen damit über die Formulierung von Heiligendamm hinaus. Dort war lediglich festgehalten worden, die Halbierung "ernsthaft zu prüfen".

Mit dieser Einigung würden sich auch die USA erstmals auf eine Art Verpflichtung einlassen, ihre Treibhausgas-Emissionen mittelfristig zu reduzieren und den Ausstoß nicht nur auf gleichen Niveau zu belassen. Die USA hatten Klimaziele im Rahmen der G 8 über Jahre blockiert, weil sie der Ansicht sind, dass auch Schwellenländer wie China oder Indien eingebunden werden müssten. Außerdem verweigerten die USA bisher die Unterstützung für das Kyoto-Protokoll über verpflichtende Klimaziele bis 2012. Über ein Nachfolgeabkommen im UN-Rahmen wird derzeit verhandelt. In Japan werden die G 8 mit den Vertretern von großen Schwellenländern in einer sogenannten MEM-Runde zusammenkommen und dort ebenfalls eine gemeinsame Klimaschutz-Erklärung verabschieden.

Deutschland: Atomenergie kein Instrument gegen den Klimawandel

Die US-Regierung bewertet die Schlusserklärung des G-8-Gipfeltreffens zur Klimafrage als ein hervorragendes Ergebnis. Damit hätten sich die G-8-Staaten auf eine gemeinsame langfristige Vision festgelegt, sagte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Dan Price. "Es gab eine ausgezeichnete Diskussion und eine ausgezeichnetes Ergebnis." Wie von US-Präsident George W. Bush vorgeschlagen, werde es nun darum gehen, mit allen großen Industriestaaten - also auch mit China und Indien - eine für alle verbindliche Strategie für mittelfristige Ziele im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu finden, so Price. Die G-8-Erklärung betone auch die überragende Bedeutung der Entwicklung neuer Technologien für saubere und umweltfreundliche Energieträger, sagte Price.

Die Atomkraft wird in der Schlusserklärung ebenfalls erwähnt: Es gebe ein wachsendes Interesse mancher Staaten, die Atomkraft einerseits zur Vermeidung von Treibhausgasen und andererseits zur Verringerung der Öl-Abhängigkeit einzusetzen. Die Atomenergie wird aber nicht generell als ein Instrument im Kampf gegen den Klimawandel genannt. Dagegen hatte sich Deutschland gesperrt. (ck/dpa/AFP)
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Kommentare [ 9 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von timchen timchen ist gerade offline | 8.7.2008 10:19 Uhr
Bush...
... feilt an seinem Image, das er hinterlässt.

Übrigens: "...die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent reduzieren"

auf welcher Basis, also 50% von was?!
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von zardoz zardoz ist gerade offline | 8.7.2008 10:54 Uhr
warte, warte
... nur ein Weilchen. Nur nichts gleich ändern. Wir haben ja Zeit. 2050 ist keiner der Politiker mehr an der Macht, die jetzt Beschlüsse fassen.
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von unbekannt | 8.7.2008 12:13 Uhr
Keiner mehr am leben .............
............. würde ich mal sagen. Aber ich würde folgendes machen: Mit Solarstrom Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff dissoziieren und damit Gasturbinen in Hybridautos betreiben. Das ist der springende Punkt: Wasserstoff als Antriebsstoff nützt nur wenn er durch Solarkraft, Windkraft oder Wasserkraft erzeugt wird also ohne Verbrennung mit CO2-Abgabe. Könnte auch für Flugzeuge interessant sein der Wasserstoff. Immerhin wird heute diskutiert, Flugzeuge mit Biosprit zu fliegen. Noch vor 20 Jahren stellte Embraer seine Anstrengungen ein, für seinen EMB120 einen Ethanolantrieb zu realisieren der auf Zuckerrohr basiert und baute statt dessen seinen ERJ145. Es muss also nur ein paar Jahre dauern, bis Wasserstoff als Flugzeugantrieb wieder ins Gespräch kommt. Denn es ist gar nicht lange her, da wurden entsprechende Anstrengungen aufgegeben.
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von multiverus multiverus ist gerade offline | 8.7.2008 15:16 Uhr
Die Hälfte von was?
Was soll denn da nun um die Hälfte reduziert werden? Die (sogenannten) Treibhausgase oder nur das CO2 ? Zu den "Treibhausgasen" gehört ausserdem Methan, Fluorkohlenwasserstoffe, Distickstoffoxid, etc. pp.

Es wäre schön, wenn der Tsp. erläutern würde, ob diese Unklarheit zu seinen Lasten oder zu Lasten der Nachrichtenquelle geht.
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von multiverus multiverus ist gerade offline | 8.7.2008 15:36 Uhr
Zu Lasten Dritter
Was auch immer die G8 in Toyako da beschliessen mögen, eines ist klar: Sie beschliessen es zu UNSEREN Lasten. Bezahlen werden - wen wundert es - wir Bürger/innen dieses Vorhaben, ob durch direkte oder durch indirekte Steuern.

Und das, obwohl wissenschaftlich ungeklärt ist, ob CO2 als sogenannter Klimakiller oder nur als Klimaindikator verstanden werden muss.
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 8.7.2008 16:57 Uhr
Ich nehme stark an, ...
... daß die für das Jahr 2100 geplante Senkung 120 Prozent, ja vielleicht sogar 250 Prozent betragen wird.

Für wie blöd hält man uns?
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 9.7.2008 0:30 Uhr
@multiverus
Natürlich zu UNSEREN Lasten, wir sind doch auch diejenigen die die Probleme verursachen und darunter leiden werden. Oder nehmen Sie sich da aus?
Und WIR sind auch die, die am meisten davon profitieren wenn wir den Klimawandel einigermaßen in den Griff bekommen.
Man kann doch nicht immer so tun, als ob jede "mehr oder weniger" innovative Maßnahme von DENEN DA OBEN nur dazu gedacht ist UNS zu ärgern oder UNS abzuzocken.....
Und worin liegt der Unterschied zwischen Klimakiller und Klimaindikator?
Den Begriff vom Killer lehne ich sowieso ab.... ich spreche auch nicht von der "KlimaKATASTROPHE" sondern vom Klimawandel.
Aber, dass CO2 unbestritten einen massiven Einfluss auf unser Klima hat stellt doch mittlerweile kein seriöser Wissenschaftler mehr in Frage.
Differenzen kann es doch nur noch in der Art und Weise wie wir das Problem angehen geben.
Immer nur populistisch auf höhere Abgaben der Bürger/innen hinzuweisen ist doch wohl angesichts des Themas nicht angebracht.
Comment
von timchen timchen ist gerade offline | 9.7.2008 9:28 Uhr
@lind...
ich möchte folgendermaßen widersprechen:

"wir" (also das "gemeine Volk") verursachen die Probleme nicht.

Wie und was produziert wird, entscheiden nicht "wir". Das entscheidet der ökonomische Zwang zur Gewinnmaximierung, auch Kapitalismus genannt. Es wird produziert, was den höchsten Gewinn erbringt und auf eine Art und Weise, dass es die geringsten Kosten verursacht. Die Kosten für den Umweltverbrauch sind nicht berücksichtigt.
Comment
von multiverus multiverus ist gerade offline | 9.7.2008 9:31 Uhr
@lindblom
Beispiel: Ihr Fensterthermometer ist nicht für die Aussentemperatur verantwortlich, sondern zeigt sie nur an - es indiziert sie. So etwas nennt man Indikator. Gleiches gilt massgeblich auch für CO2!

CO2 als Klimakiller ist DER Idealfall für die Politik. Der Bürger soll gefügig gemacht werden, indem ihm eine drohende Treibhaushölle suggeriert wird, und daran soll er auch noch selbst schuld sein. Da eine Überprüfung in absehbarer Zeit unmöglich ist, lässt sich damit ALLES rechtfertigen, jedes Verbot, jede Steuererhöhung und jede Abgabe. Die Ökosteuer, das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und die KWK-Abgabe (Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz) - der Bürger wird sich schon melken lassen. Und der boomende Emissionshandel will ja irgenwo sein Geld her bekommen ...

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