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Umfrage

Israelis gegen Minarett-Bauverbot

Das Umfrageergebnis kommt überraschend: Die Mehrheit der jüdischen Israelis ist gegen ein Verbot des Baus von Minaretten, wie es die Schweizer Stimmbürger beschlossen haben. Besonders verblüffend: Je nationalistischer, je weiter politisch rechts außen, desto größer ist die Ablehnung des Minarettverbotes.
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Tel Aviv -  Eine repräsentative Umfrage der Jerusalemer Keevon Research unter jüdischen Israelis ergab, dass nur 28 Prozent ein Minarettbauverbot wie in der Schweiz befürworten, 43 Prozent aber dagegen sind. Unentschlossen erklärten sich 29 Prozent.

Nicht genug damit, ausgerechnet diejenigen Israelis, die sich als "nationalreligiös" bezeichnen und gemeinhin als ideologisch motivierte Siedler und deren Sympathisanten gelten, bilden die grösste Oppositionsgruppe gegen ein Bauverbot. 72 Prozent von ihnen lehnen ein solches ab, und nur 16 Prozent wollen den Bau von Minaretten verbieten. Selbst 53 Prozent der ultraorthodoxen Juden sind gegen ein Verbot.

Je nationalistischer, je weiter politisch rechts außen, desto größer ist überraschenderweise die Ablehnung des Minarettverbotes: 92 Prozent der Wähler der oppositionellen Nationalen Union sind gegen Verbote wie in der Schweiz, ebenso wie 64 Prozent der Wähler der Beitenu-Partei von Außenminister Avigdor Lieberman.

Israel, dessen Gesamtbevölkerung nur unwesentlich kleiner ist als diejenige der Schweiz, weist eine arabische, fast ausschließlich moslemische Minderheit von rund 20 Prozent auf. Der jüdische Staat, den Irans Präsident Ahmadinedschad "von der Landkarte streichen" will, ist von arabisch-islamischen Staaten umgeben und wurde in den letzten Jahren von radikalislamistischen Bewegungen, die vom Iran unterstützt werden, wie der Hisbollah und der Hamas, unter massiven Raketenbeschuss genommen.
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Kommentare [ 63 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von zacha zacha ist gerade online | 12.1.2010 12:48 Uhr
Heißt das jetzt...
das alle Minarettbefürworter ultrarechts sind?
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von Gladiole Gladiole ist gerade offline | 12.1.2010 12:56 Uhr
Diskrepanz
Die Frage ist, ob eine geheime Wahl ein ähnliches Ergebnis brächte. Bekanntlich wichen in der Schweiz die Umfragewerte deutlich vom Wahlresultat ab.
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von s.theile s.theile ist gerade offline | 12.1.2010 13:06 Uhr
Nich weiter verwunderlich
Die religiösen unter den Ablehnern spüren, daß ein Minarettverbot nur dazu dient, hier eine Religion pauschal herabzusetzen, und handeln nach dem Gebot, andere so zu behandeln, wie sie selbst gerne behandelt werden möchten.

Eigentlich möchte man meinen, daß die Argumente der SVP in einem Land, daß wirklich von auch religiös motiviertem Extremismus bedroht ist, ihre volle Wirkung entfalten würden. Tun sie aber nicht
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von Roland24 Roland24 ist gerade offline | 12.1.2010 13:28 Uhr
Keine Beleidigung
Im Vergleich zu den Mohamed Karikaturen, welche in Dänemark veröffentlicht wurden, ist das Verbot zum Bau von Minaret keine Beleidigung. Die Glaubensfreiheit und dessen Ausübung ist nach wie vor gegeben, da ja nicht die Moschee als solches verboten wurde. Die Muslimische Gesellschaft akzeptiert diesen Unterschied, daher sind auch keine Extremistische Reaktionen zu erwarten.
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von bb2007 bb2007 ist gerade offline | 12.1.2010 14:22 Uhr
@Roland24
Woher wissen Sie das alles? Wer sich von den Mohammed-Karikaturen beleidigt fühlt, ist doch bestimmt genau so explosiv gestimmt, wenn er kein Minarett neben die Moschee setzen darf?
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von BRDMatrix BRDMatrix ist gerade offline | 12.1.2010 13:07 Uhr
Der Dom in Köln
wurde von den Alliierten auch stehen gelassen.
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von icke icke ist gerade offline | 12.1.2010 13:42 Uhr
qmatrix
Auch von Napoleon... Und nun?
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von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 12.1.2010 17:26 Uhr
@icke
Napoleon hat den Dom nur als Pferdestall und Kriegsgefangenenlager brauchen lassen.
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von zacha zacha ist gerade online | 12.1.2010 13:49 Uhr
@BRDMatrix
Wohl eher durch Glück und die Bauart des Doms. Sowit ich weiß ist eine Brandbombe ins Dach eingeschlagen, war aber zum Glück ein Blindgänger. Und sehr sehr viele Bomben sind durch dei vielen kleinen Türmchen des Doms dort zur Explosion gekommen wo sie nur das kleine Türmchen beschädigten, größtenteils aber Wirkungsvoll verpufften. Fahren Sie mal beim Dom nach oben, ich weiß nciht wie weit die Rekonstruktion abgeschlossen wurde, abber noch vor 15 Jahren waren die Türmchen die man von unten nicht genau sehen konnte fast alle mehr oder weniger chwer durch dei Bomben beschädigt.
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von BRDMatrix BRDMatrix ist gerade offline | 12.1.2010 16:04 Uhr
leider kann ich ...
... hier keine Nachhilfe in bösem, wirklich bitterbösem Humor geben. Seht´s mir nach. Es war nur ein bitterbösester Witz.
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von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 12.1.2010 17:29 Uhr
@BRD.Matrix
Die sind heute noch dabei, die Kriegsschäden am Dom zu beseitigen. Der Dom wurde von mehr als einem Dutzend Bomben getroffen und hat einfach nur Glück gehabt, dass er nicht zusammen gefallen ist.
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von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 13:13 Uhr
Überhaupt nicht vergleichbar
Wie kann man nur Israel mit der Schweiz gleichsetzen???

Was für ein Unsinn!

Im jüdischen Staat Israel gehörten und gehören Araber und andere Nichtjuden schon immer dazu.
In der Schweiz sind die dortigen Muslime Zuwanderer.

Das kann man nicht gleichsetzen!
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 12.1.2010 14:13 Uhr
genauso ist es,
da vergleicht man äpfel mit weintrauben.
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von unbekannt | 12.1.2010 13:32 Uhr
Ist doch klar
Die Israelis sind schlau. Jedes Minarett zeigt ihnen, wo der Feind "steht". Sie handeln danach: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
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von marel marel ist gerade offline | 12.1.2010 19:50 Uhr
Feind?
Wieso Feind? Juden, Christen und Moslems glauben an den einen Gott. Das Christentum gründet auf dem Judentum. Der Islam gründet auf Judentum und Christentum.

Unterschiede gibt es in der Sichtweise Jesu. Für viele Christen ist er göttlich, aber auch nicht für alle, für die Moslems ist er ein Prophet, für die Juden war er ein Betrüger.

Die gemeinsamen Gegner dieser Religionen sind aber Atheisten und Fanatiker.
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von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 12.1.2010 21:51 Uhr
Tut mir Leid,
@marel, aber das stimmt so nicht, auch wenn es von vielen gerne so behauptet oder angenommen wird.

Richtig ist, dass die Anhänger der drei Religionen an einen einzigen Gott glauben.

Richtig ist sicherlich auch, dass sowohl das Juden- als auch das Christentum aus demselben Ursprung hervorgegangen sind.

Die sich entwickelnden Spannungen zwischen diesen beiden Religionen, die letztlich zu einer Trennung führten, resultierte daraus, dass die Christen sich den so genannten Heiden zuwandten und ihnen die Botschaft von der Auferstehung [Jesu] verkündeten und zum anderen daraus, dass die Juden die Christen als Häretiker betrachteten.

Der Islam hingegen entwickelte sich weit entfernt von Israel/Palästina in einem Land mit nichtjüdischer Bevölkerung (sowohl Jesus, wie auch die 12 Apostel und seine übrigen Anhänger waren ja Juden). Mohammed (gepriesen sei sein Name) hingegen war weder Jude noch Christ.

Es ist also falsch zu behaupten, dass der Islam auf Juden- und Christentum gründen würde. Die bloße Tatsache, dass Abraham (arab. Ibrahim) in den Heiligen Schriften der Juden, Christen und Muslime auftaucht ist kein Beweis dafür, dass alle drei Religionen aufeinander aufbauend entstanden sind.

Nach muslimischem Dogma war der Islam die Religion Abrahams und existierte somit bereits vor dem Juden- und Christentum (vergl. Koran, II/135 bzw. III/67).

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von marel marel ist gerade offline | 12.1.2010 23:21 Uhr
@onkel
Mohammed muß kein Jude oder Christ sein, um festzustellen, daß sich der Islam auf diesen Religionen gründet. Er muß dazu auch nicht in Israel leben.

Historisch waren diese Religionen vor dem Islam und sie waren Mohammed sehr wohl bekannt. Auch lebten durchaus Juden in seinem Land. Mohammed knüpft bewußt an diesen Monotheismus an:



Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed#Mohammed_und_die_Schriftbesitzer

Nach seinem Selbstverständnis war Mohammed nicht der Prophet einer „neuen“ Religion, sondern der Reformator des abrahamschen Monotheismus:



Mohammed und die Schriftbesitzer

Man kann also sehr wohl behaupten, daß der Islam auf Juden oder Christum gründet. Das entspricht durchaus Mohammeds Selbstverständnis.

Was das islamische Dogma ist, ist eine andere Frage, aber historisch knüpft der Islam an die bestehenden Lehren an.

Alle Reformatoren knüpfen in ihrem Dogma an gemeinsame Wurzeln an, kritisieren aber die Zustände ihrer Zeit. Aus mancher Reform wird dann eine neue Konfession oder neue Religion.
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von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 7:01 Uhr
Behaupten,
@marel, kann man zunächst einmal alles. Ob es den Tatsachen oder dem neuesten Stand der Islam- und Religionswissenschaft entspricht, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt.

Ach, und Sie meinen, weil es in Wikipedis steht, hat es schon seine Richtigkeit? Na ja, glauben kann man eben auch alles. Belustigt haben mich daher Ihre Aussagen über Mohammeds (gepriesen sei sein Name) Selbstverständnis.

Am besten wir schaffen die Hochschulen und Universitäten ab. Brauchen wir nicht mehr, schließlich steht ja schon alles in diesem von jedermann editierbaren Online-Lexikon.

Ansonsten gilt: Allah weiß es am besten!
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von marel marel ist gerade offline | 13.1.2010 12:09 Uhr
Einzelmeinung vs. Wikipedia
Was Sie für den neuesten Stand der Wissenschaft halten, bleibt erst einmal Ihre Einzelmeinung. Dieser Text in Wikipedia ist dagegen von vielen Augen geprüft und diskutiert.

Bekanntlich gibt es auch da da Problem, daß letzlich einzelne Administratoren entscheiden müssen, was tatsächlich stehen bleibt. Ein ultimativer Beleg ist es also nicht. Dennoch halte ich Wikipedia für vertrauenswürdiger als Ihre Einzelmeinung.

Man müßte das Thema korrekterweise vertiefen und mit Quellen belegen.
Comment
von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 13:44 Uhr
Bleiben Sie,
@marel, bei Wikipedia. Da sind Sie bei Ihren Ansprüchen und mit Ihrem Verständnis gut aufgehoben.
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von marel marel ist gerade offline | 13.1.2010 17:28 Uhr
Besser als fehlende Referenzen
Auf alle Fälle ist Wikipedia eine zuverlässige Orientierung, als vorgebliche wissenschaftliche Wahrheit, die ein einzelner für sich in Anspruch nimmt, ohne seine Meinung irgendwie zu belegen.

Wenn Sie den Angaben von Wikipedia wissenschaftlich fundiert widerlegen können, so korrigieren Sie den Text genau dort, mit Quellenbeleg. Aber einfach nur nebulöse Behauptungen aufzustellen, springt definitiv zu kurz.
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von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 19:57 Uhr
Beweisumkehr?
@marel: na, Sie sind mir ja ein Spaßvogel. Wenn ich es richtig nachlese, haben Sie zunächst einmal die Behauptung aufgestellt, dass nämlich der Islam sich auf Christentum und Judentum gründen würde. Das sollten Sie erst einmal begründen und darlegen.

Woher Sie diese Erkenntnis haben, bleibt Ihr Geheimnis. Stattdessen kommen Sie mit einem Link zu Wikipedia, der ja nun nicht im Geringsten Ihre Behauptung stützt. Im Gegenteil.

Dass mit dem Selbstverständnis Mohammeds (gepriesen sei sein Name) lassen wir mal beiseite, denn abgesehen von Wikipedia gibt es nirgendwo eine Quelle, die über das Selbstverständnis des Propheten Auskunft gibt.

Richtiger Weise verweist Wikipedia auf bestimmte Verse im Heiligen Quran, wenngleich die angebotene Übersetzung eine der schlechtesten ist, die ich kenne. Genau diese Verse hatte ich aber auch schon angeführt und daraus wird klar, dass Abraham bereits Muslim war.

Wie kann also der Prophet Mohammed (gepriesen sei sein Name) auf Religionen aufbauen, die nach dem Islam entstanden sind? Wenn die Offenbarungen, die er erhalten hat, doch tatsächlich die Grundlage des Juden- und später des Christentum gewesen sind?

Im Gegensatz zu den bereits 7. Jahrhundert bekannten Deformierungen in den Heiligen Schriften der Juden und Christen, enthält der Heilige Quran die ursprüngliche, göttliche Botschaft, die bereits Abraham/Ibrahim erhalten hatte. Unverfälscht und authentisch.

Um diese Botschaft nicht zu verändern und zu deformieren, gibt es auch nur einen offiziellen Quran und der ist in arabischer Sprache geschrieben. Eine Übersetzung in andere Sprachen wird zwar gestattet, dann allerdings ist diese Übersetzung nicht mehr der Heilige Quran.

Und Sie verlangen, dass ich etwas beweise, auch noch wissenschaftlich? Sie, der unwissend daherschreibt und mit Wikipedia kommt? Das ist Ihre da-haben-aber-viele-drauf-gesehen-und-daher-stimmt-es-Quelle? Na ja, Sie sind eben ein Spaßvogel.
Comment
von marel marel ist gerade offline | 13.1.2010 20:44 Uhr
Reihenfolge
Der Islam ist nach Juden- und Christentum entstanden. Beide waren Mohammed bekannt und er hat an die gemeinsamen Grundlagen angeknüpft. Daran ändern Sie nichts, indem sie irgendwelche abgefahrenen Teilehren des Islam als Belege ihre Theorie heranziehen und historische Zeitabläufe gezielt verdrehen.

In Mohammeds Umwelt war der Monotheismus von Juden und Christen belegt. Die Christen wohnten aber eher weit weg. Mohammed hat den abrahamitischen Monotheismus übernommen, konnte sich aber nicht einfach den Juden anschließen, weil das Judentum primär erblich ist. Wollte Mohammed den Monotheismus verbreiten, ging das praktisch nur in Form einer neuen Religion.
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von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 21:35 Uhr
niedlich I
Der Islam ist nach Juden- und Christentum entstanden. Beide waren Mohammed bekannt und er hat an die gemeinsamen Grundlagen angeknüpft.

1. Behaupten Sie und welche Belege gibt es dafür? (außer Ihrer Superquelle Wikipedia).
2. Weche christliche Gemeinde esixtierte in Mekka und Yatrib gegen Ende des 7. Jahrhunderts und wie viele Mitglieder hatte sie? (ca. Zahlen reichen).
3. Durch wen soll der christliche Glauben nach Mekka und Yatrib gekommen sein?
4. Gab es und wenn ja, wo christliche Bethäuser/Versammlungsstätten/Kirchen und wodurch ist das belegt? (Schriften, Berichte Reisender, archäologische Ausgrabungen, Artefakte etc.?)

In Mohammeds Umwelt war der Monotheismus von Juden und Christen belegt.

Ach so? Und wodurch? (Berichte, Schriften, Überlieferungen, archäologische Ausgrabungen, Kirchengeschichte usw.?)

Die Christen wohnten aber eher weit weg.

Ah, ja. Verstehe. Wahrscheinlich nach Osten. Oder Westen? Norden vielleicht? Was sagt denn Wikipedia dazu? Vielleicht wohnten die aber auch nur nach hinten raus? Und wie weit weg genau bzw. ungefähr? Und von wo überhaupt weit weg?

Mohammed hat den abrahamitischen Monotheismus übernommen, konnte sich aber nicht einfach den Juden anschließen, weil das Judentum primär erblich ist.

Abraham/Ibrahim ist ja nun nicht der Einzige, der in den Schriften der Juden, Christen und Muslime Auftaucht. Auch Adeam, Noah, Josef, Moses und Jonas erscheinen sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament und im Heiligen Quran. Im Heiligen Quran tauchen aber auch Jesus und die jungfrau Maria auf. In den Offenbarungsschriften des Judentums aber nicht (was für ein Wunder). Aber hoppla, Christentum und Islam bauen doch angeblich auf dem Judentum auf. Schon strange, oder?

Und den Juden konnte sich Mohammed (gepriesen sei sein Name) nicht anschließen? Wie jetzt? Konnte nicht? War er verhindert? Dringender Termin oder wie oder was? Und überhaupt, warum sollte er denn [sich anschließen]?
Comment
von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 21:54 Uhr
niedlich II
[...] weil das Judentum primär erblich ist.

Das Judentum ist erblich? Interessant. Wer erbt dann da bitte? Und von wem? Komisch, ich hatte noch gelernt, dass das Judentum die Summe der kulturellen und religiösen, aber auch der Geschichte und Traditionen des jüdischen Volkes ist.

Ach so, Sie meinen, dass Jude sein erblich ist, ja? Wahrscheinlich von der Mutter. Oder war es doch der Vater? Nee, Mutter.
Und wo in der Torah wird spezifisch die mütterliche Abstammung als die wichtige erklärt?

Und wieso überhaupt primär? Gab es im 7. Jahrhudert bereits Reformjuden? Wo z.B. das Kind eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter auch dann jüdisch ist, wenn es nur entsprechend dem Judentum(sic!) erzogen wird.

Na ja, @marel, Sie können ja mal ein bisschen bei Wikipedia stöbern. Sichern werden Sie fündig.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 13.1.2010 22:54 Uhr
@onkelmattel
"Das Judentum ist erblich? Interessant. Wer erbt dann da bitte? Und von wem?"

Das Jüdischsein wird seit Jahrtausenden von den jüdischen Müttern auf ihre leiblichen Kinder vererbt (unabhängig davon, ob der Erzeuger jüdisch ist oder nicht).
Konversionen zum Judentum sind extrem selten und werden von den orthodoxen Teilen des Judentums nicht anerkannt.
Nach der Halacha wird die Jüdischkeit ausschließlich über die weibliche Erblinie weiter gegeben.

Daher ist die jüdische Religionsgemeinschaft zugleich auch ein Volk.
Comment
von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 13.1.2010 23:33 Uhr
Frickeleien
@titanic: ausgerechnet mich wollen Sie über das Judentum belehren? Wie drollig. O.k., Sie kennen mich ja nicht.

Wenn Sie sich aber schon bemüßigt fühlen eine ungebetene Antwort auf eine ungestellte Frage zu geben, dann aber auch vollständig. Frickeln Sie doch bitte nicht den Teil heraus, den nun jeder Wikipediast (Wikipedäer?) beantworten kann.

Unser Gelehrter, @marel, sprach/schrieb vom erblichen Judentum, richtig? Na gut, er weiß es nicht besser und meinte möglicher Weise vom erblichen jüdisch sein. Das hatte ich ja bereits für ihn geklärt.

Nun aber konkret: wo genau in der Torah wird erklärt/verkündet/beschrieben, dass die mütterliche Abstammung entscheidend sei, ob das Kind jüdisch oder nicht-jüdisch ist?

Und persönlich für Sie: welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Erklärung (März 1997) der Agudath Ha-Rabonim?
Comment
von get get ist gerade offline | 12.1.2010 13:38 Uhr
Wieso überraschend?
Wieso überrascht dieses Ergebnis? Israel ist ein Dampfkessel, dessen stark zentrifugale Kräfte nur durch den Druck von außen zusammengehalten werden. Rechts und links haben als politische Richtungen in Deutschland ausgedient, vielleicht noch historische Bedeutung. Auf Israel bezogen haben diese Richtungsbezeichnungen noch nie Sinn gemacht. Da gibt es religiöse Orthodoxe Juden, die z.B. den Dienst im Militär verweigern, weil sie aus religiösen Gründen dagegen sind. Aber es gibt auch religiöse militante Siedler. Und dann gibt es auf der anderen Seite das moderne, sekuläre Israel. Und noch eine Menge anderer politischer Richtungen. Häufig auch in nationale Lager der jeweiligen Herkunftsländer (z.B. Sowjetunion) aufgeteilt.

Keine Ahnung wer hier als "rechts" bezeichnet wird. Das ist, gelinde gesagt, Schwachsinn.
Comment
von Gladiole Gladiole ist gerade offline | 12.1.2010 13:45 Uhr
Toleranz
Und es bedeutet, dass Israel dem Herrn Ahmadinedschad Asyl gewähren wird.
Und es bedeutet zweitens, dass in Israel eine Toleranz herrscht, von der Nichtmuslime in den Ländern um Israel herum nur träumen können.
Comment
von sabiban sabiban ist gerade offline | 12.1.2010 23:48 Uhr
Toleranz?
Fahren Sie mal nach Israel und haben einen muslimischen Namen. Schon bei der Einreise erleben Sie die große Toleranz.

Und auch wenn es noch so oft wiederholt wird, Ahmadinedschad wollte zwar die israelische Regierung aus dem Amt fegen, aber nicht Israel von der Landkarte tilgen. Das war eine sicher gewollte Falschübersetzung.
Comment
von s.theile s.theile ist gerade offline | 12.1.2010 13:57 Uhr
Eben, titanic (12.1.2010, 13:13 Uhr)
Solche Initiativen richten sich gegen Fremde. Der Duktus unterscheidet sich dann nicht von jenem vor 15 Jahren ("Das Boot ist voll") noch von dem vor hundert Jahren ("Die Gefahr aus dem Osten" in Gestalt des gallizischen Juden). Fremdenfeindlichkeit, nicht Religionskritik, ist das Stichwort.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 16:02 Uhr
@s.theile
"Solche Initiativen richten sich gegen Fremde. Der Duktus unterscheidet sich dann nicht von jenem vor 15 Jahren ("Das Boot ist voll") noch von dem vor hundert Jahren ("Die Gefahr aus dem Osten" in Gestalt des gallizischen Juden). Fremdenfeindlichkeit, nicht Religionskritik, ist das Stichwort."

Nein, meiner Meinung nach ist das nicht so einfach.

Ich schließe mich in dem Punkt den wohlbegründeten Ausführungen von Hamed Abdel-Samad und Necla Kelek an, was die Lage in Bezug auf die Muslime hier bei uns in Westeuropa betrifft.

Israel hingegen ist eine völlig andere Baustelle.
Im jüdischen Staat haben Muslime, Christen, Bahai, Drusen und andere Religionen und religiöse Konfessionen ebenso ihren angestammten Platz, wie Agnostiker und Atheisten auch.

Und die konkrete nahöstliche Erfahrung lehrt und beweist, dass dort allein in Israel die Religionsfreiheit und das geregelte Zusammenleben aller Religionsgruppen gewährleistet ist, und dass dieses miteinander Auskommen im israelischen Alltag erstaunlich gut funtioniert.
Comment
von s.theile s.theile ist gerade offline | 12.1.2010 16:41 Uhr
@ titanic (12.1.2010, 16:02 Uhr)
Beim zuerst von Ihnen genannten Beitrag entgegnete ich Ihnen während der Diskussion einiges, nachdem Sie mir Kulturrelativismus unterstellt hatten. Als ich beim letzten Mal nachschaute, hatten Sie nichts nennenswertes darauf geantwortet.

Der mir bereits bekannte Artikel von Kelek enthält nicht ein wohlbegründetes Argument. Ich muß mal ganz grundsätzlich fragen, was Sie unter einer guten Begründung verstehen?
Kelek schreibt, daß der Islam "alles und nichts" sei und genauso liest sich auch dieser Artikel. Er gibt nicht mehr als eine Meinung wieder und ich halte mich mit seiner Bewertung zurück, weil ich Kelek unterstelle, daß sie durchaus in der Lage wäre, wohl zu begründen, wenn sie denn nur wollte. Sie pflichten Ihrer Meinung bei. Das ist Ihnen unbenommen, aber der Artikel ist nicht in der Lage, mir Ihre oder Keleks Haltung näher zu bringen, eben weil er keine Begründung enthält.

Wir hätten also zweimal Gelegenheit gehabt, uns zu unterhalten. Und nicht nur deshalb halte ich diese Stelle hier für den zunächst nicht geeigneten Ort, sondern auch, weil ich Sie eigentlich nur mit einem kurzen Hinweis auf folgendes aufmerksam machen möchte.

Natürlich sind die Schweiz und Israel unterschiedliche Länder. Aber die SVP nannte eben nicht landsmannschaftliche Argumente, sondern schob religionsspezifische Themen vor. Und wenn es eben nur um die Religion gehen würde, also insbesondere um die Gefahren einer hetzerischen, unaufgeklärten und intoleranten Weise, den Islam auszuüben, dann müßten diese Punkte in der Schweiz genauso gelten wie in Israel, wenn nicht sogar in dem zuletzt genannten Land um so mehr. Aber siehe da, das rührt die Israelis gar nicht so sehr.
Comment
von stbrumm stbrumm ist gerade offline | 12.1.2010 13:57 Uhr
Der Sinn des Artikels erschließt sich mir nicht so ganz
Als reine Information ist er wohl nicht gedacht, dafür ist er zu 'fröhlich'.
Als Beweis a la 'die deutschen Politiker sind intelligenter als die deutsche Bevölkerung' kann er auch nicht dienen, da, wie titanic richtig schrieb' man Israel nicht mit der Schweiz vergleichen kann.
Comment
von elvira elvira ist gerade offline | 12.1.2010 14:01 Uhr
Wieso Besonders verblüffend
Kann es vielleicht seine, dass die Mensche sich ihrer Situation so sicher sind dass sie keinerlei oder nur geringe Beeinflussung ihres Lebens befürchten?
Wieso glauben eigentlich, abgesehen davon dass die Zahlen nicht signifikant für diese Aussage sind, so viele Menschen dass sich Entwicklung immer stetig ausprägt? Die weitaus meisten Phänomene in der Natur sind nur stetig, weil wir das Intervall auf einen stetigen Teil einschränken.
Comment
von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 12.1.2010 14:43 Uhr
alberner Vergleich.
Wie titanic schon sagte. Israel ist der Orient- und ist war der Islam schon seit 1500 Jahren Teil des Lebens, ebenso wie die Minarette.

Die Schweiz ist eine ganz andere Welt.

Ich frage mich eher: was will uns die Zeitung damit sagen?
Comment
von onkelmattel onkelmattel ist gerade offline | 12.1.2010 22:34 Uhr
nee,
@fledermaus: det stimmt ja nun wirklich nicht, dass der Islam bereits vor 1500 Jahren im Orient existierte und Minarette dort Teil des Lebens gewesen wären.

Nach muslimischen Dogma existierte zwar der Islam bereits zu Zeiten Abrahams, vor 1500 Jahren aber war er quasi Verschütt gegangen und wurde erst vor 1400 Jahren durch die Offenbarungen, die Mohammed (gepriesen sei sein Name) vom Erzengel Gabriel (arab. Dschibril) erhielt wieder ins Leben gerufen.

Bei den Minaretten sieht die Zeitschiene auch anders aus. Das im Koran häufig auftretende arabische Wort masdjit bedeutet wortwörtlich „Ort der Niederwerfung“ und bezeichnet den Ort, an dem sich die Gläubigen in Anbetung Allahs bis auf die Erde verneigen; ein besonderer Gebäudetypus wird nicht benannt. Ursprünglich waren diese Orte Privathäuser oder Freiflächen, die eher symbolisch denn real von der Umwelt, z.B. durch Steinsetzungen, abgegrenzt wurden.

Zumindest in den ersten 50 Jahren der islamischen Aubreitung gab es keine Minarette.

Comment
von marel marel ist gerade offline | 13.1.2010 0:40 Uhr
Zeitungen verkaufen Nachrichten
Zeitungen verkaufen an erster Stelle Nachrichten, die ihre Leser lesenswert finden. Erst an zweiter Stelle will eine Zeitung darüber hinaus etwas sagen.

Diese Nachricht ist lesenswert. Sie führt einmal mehr vor Augen, daß die Welt komplex ist und sich nicht mit Schwarz-Weiß-Bildern hinreichend verstehen läßt.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 12.1.2010 14:54 Uhr
@Landsmann


Zitat von Landsmann

Je nationalistischer, je weiter politisch rechts außen, desto größer ist überraschenderweise die Ablehnung des Minarettverbotes



Das ist keine Überraschung.

Während selbst Moslems durchaus nicht auf Minaretten in der nicht-islamischen Welt bestehen, da sie geeignet sind, unnötige Reibung zu entwickeln, sind diejenigen Nicht-Moslems dafür, die an Reibung interessiert sind.

Hinzu kommt, dass selbst klerikalextremistische Christen oder Juden des politischen Rechtsaußen nicht daran interessiert sein können, die Religionsfreiheit nicht auch für sich extremistisch auslegen zu dürfen.

Das geht schlecht, wenn man gegen Minarette in den Alpen ist.

Also beißt man in den sauren Apfel, schaut in die Runde und fragt rhetorisch: "Bin ich nicht ein tohler FDGOler?"
Comment
von metin metin ist gerade online | 12.1.2010 14:54 Uhr
ismael und isaak sind brüder
die stammväter der religionen sind brüder, somit sind juden und muslime nicht trennbar.
jerusalem ist die dritt-heiligste stadt der muslime, somit wäre eine bauverbot undenkbar.
übrigens möchte ahmadinedschad keinen juden ein haar krümmen, er möchte nur, dass isreal an die wahren besitzer geht.
die heimat der juden ist isreal, was nicht bedeutet, dass sie das recht haben mit panzern die bevölkerung zu unterdrücken.

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