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Nahostkonflikt

Israel baut Grenzzaun zu Ägypten

In den Städten im Süden Israels weilen zehntausende Flüchtlinge aus Afrika, die einerseits Schmutzarbeit verrichten, aber anderseits der einheimischen Bevölkerung ein Dorn im Auge sind. Eine neue Sperranlage soll sie, aber auch palästinensische Terroristen abhalten.
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Während Ägypten ungeachtet der massiven Proteste der Hamas den Bau einer stählernen Sperranlage gegen Schmuggeltunnel in den Gazastreifen vorantreibt, hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Errichtung eines Sperrzaunes an der Grenze zu Ägypten angekündigt. Damit sollen „Eindringlinge und Terroristen“ daran gehindert werden, in den jüdischen Staat zu gelangen.

Konkret geht es Israel darum, das Eindringen palästinensischer Terroristen zu unterbinden, die aus dem Gazastreifen auf ägyptisches Gebiet ausweichen und weiter südöstlich die Grenze zu Israel zu überwinden versuchen. Vor allem aber will Israel verhindern, dass tausende illegale Arbeiter, Asylsuchende und Flüchtlinge illegal über die Grenze kommen. Auch Kriminellen, die mit zur Prostitution gezwungenen Frauen aus Osteuropa handeln, soll ein Riegel vorgeschoben werden.

Israel ist, praktisch unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, zu einem Auffangbecken für Flüchtlinge aus Darfur und Sudan geworden, weil die Grenze zwischen der israelischen Negev- und der ägyptischen Sinaiwüste der einzige Ort ist, an dem Afrika auf dem Landwege verlassen werden kann. In den Städten im Süden Israels weilen zehntausende Afrikaner, die einerseits Schmutzarbeit verrichten, aber anderseits der einheimischen Bevölkerung ein Dorn im Auge sind. Nach Angaben israelischer Behörden warten rund eine Million Menschen im Nordosten Afrikas darauf, durch ägyptisches Gebiet nach Israel fliehen zu können.

Dies soll nun mit der Grenzschutzanlage verhindert werden. Sie wird wesentlich einfacher ausfallen als die umstrittene Sperranlage zwischen Israel und dem palästinensischen Westjordanland oder der Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen. Sie umfasst zwei Abschnitte doppelter Grenzzäune in einer Länge von jeweils 50 bis 60 Kilometern vom Gazastreifen in Richtung Südosten und von der Hafenstadt Eilat in nordwestlicher Richtung. Bei einer Länge der Grenze von 266 Kilometern bleibt somit das Mittelstück von rund 150 Kilometern zaunlos, doch sind für diesen Abschnitt Radaranlagen, Kontrolltürme, Fährtensucher und Spezialeinheiten vorgesehen, die Infiltrierungsversuche unterbinden sollen. Insgesamt wird mit Kosten von rund 200 Millionen Euro bei einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.

Wenn diese Grenzschutzanlage tatsächlich vollständig gebaut würde, hätte Netanjahu sein erklärtes Ziel erreicht: „Wir werden das ganze Land mit einem Zaun umgeben“ – natürlich abgesehen von der Mittelmeerküste. Tatsächlich sind die Grenzen zu Syrien und dem Libanon vollständig durch Hochsicherheitszäune gesichert, die zu Jordanien, mit dem ein Friedensvertrag besteht, allerdings nur durch einen altmodische Zaun. Von der aus einem Sicherheitszaun und acht Meter hohen Mauern bestehenden umstrittenen Sperranlage zwischen Israel und dem Westjordanland sind bisher erst 510 der insgesamt geplanten 810 Kilometer errichtet.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.01.2010)
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Kommentare [ 61 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 11.1.2010 18:02 Uhr
Verständlich und dennoch bleibt was nach....
Auch wenn ich nicht viel für die Regierung Netanjahu übrig habe und z.B. den Siedlungsbau in besetzten Gebieten ablehne, so habe ich doch vollstes Verständnis für den Bau dieser Grenzabsicherung.

Insgesamt sehe ich nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion und des Ostblocks durch den Freiheitswillen der Menschen, nach einer Zeit des Fallens von Mauern, jetzt eher eine Zeit kommen, in der wieder neue Mauern entstehen.

Diesmal aber nicht, um die eigene Bevölkerung in Unfreiheit zu halten, sondern eher um sich, ähnlich wie die Städte im Mittelalter, vor äußeren "Feinden" zu schützen.

Das mag bedauernswert sein, kann aber durchaus notwendig sein.

Ich hätte statt des Wortes notwendig beinahe das Wort alternativlos benutzt. Soweit will ich jedoch nicht gehen.

Es ist schon ein Dilemma in dem, nicht nur, die israelische Gesellschaft steckt. Auch Europa und die USA erleben einen "Ansturm" von Menschen aus dem Süden. Abgesehen von der Terrorgefahr.

Ganz unschuldig mögen wir daran nicht sein, wir sind aber auch nicht an allem Schuld.

Es wird eine der Hauptaufgaben der nächsten Jahrzehtne sein, entweder einen vernünftigen Ausgleich zwischen Arm und Reich auf diesem Planeten zu schaffen, oder uns vor den Auswirkungen der weltweiten Ungleichheit zu schützen...

Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 11.1.2010 23:06 Uhr
@lind


Zitat von lind

Auch Europa und die USA erleben einen "Ansturm" von Menschen aus dem Süden. Abgesehen von der Terrorgefahr.



Und worin besteht Ihrer Auffassung nach der begründbare Unterschied zwischen dem "Ansturm" und dem "Aussturm"?

Ob Menschen hinein wollen oder hinaus, weil sie anders leben wollen als dort woher sie kommen, ist das gleiche.
Es sei denn Sie begründen WirtschaftsRassen.


Comment
von marel marel ist gerade offline | 11.1.2010 23:15 Uhr
Fairness statt Ausgleich
Ausgleich klingt nach Umverteilung. Umverteilung löst aber keine Probleme, sondern schafft neue. Die Nehmenden geraten in Abhängigkeit. Der Antrieb zur Selbständigkeit nimmt weiter ab. Am Ende sind die Probleme größer als vorher.

Es braucht keine Umverteilung. Es braucht Bildung und Fairness. Fairness im internationalen Handel und Fairness in der Bewältigung der Umweltprobleme. Der Klimawandel trifft Afrika besonders hart, schon heute mit dem Wechsel von Extremhochwassern und Dürren.

Afrika hat durchaus Ressourcen, wie z.B. ein reiches musikalisches Erbe, das von der internationalen Entertainment-Industrie noch wenig erschlossen ist. Mit Mobilfunk läßt sich heute relativ preiswert eine Informationsinfrastruktur aufbauen. Das passiert auch in rasendem Tempo und die afrikanische Wirtschaft profitiert davon.

Wir sollten die Probleme der Zukunft eher in Asien als in Afrika verorten. Im Vergleich zur Bevölkerungsexplosion in Asien, ist der afrikanische Kontinent ein kleines Land. Stellen Sie sich vor, welche Probleme wir heute schon hätten, hätte China nicht im letzten Jahrhunder schon die 1-Kind-Politik durchgesetzt.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 0:34 Uhr
@marel
"Der Klimawandel trifft Afrika besonders hart, schon heute mit dem Wechsel von Extremhochwassern und Dürren."

Was Afrika besonders hart trifft, sind vor allem Gewalt, Kriege und Genozide, sowie die ausländischen Begehrlichkeiten nach den in Afrika befindlichen Bodenschätzen und exclusiven Agrarprodukten (z.B. Kaffee und KAKAO).

Hochwasser schafft fruchtbare Vegetationszonen, und die Dürren werden seltener.
Satellitenfotos belegen übrigens, dass die Sahara bereits seit mehr als zehn Jahren deutlich schrumpft, während sich die Vegetationszonen in Afrika ausbreiten.

Ein Großteil der afrikanischen Flüchtlinge ist auf der Flucht vor diktatorischer Repression, Krieg und Genozid (vor allem innerhalb des Sudan), nicht vor Hochwasser oder Dürren!

Nicht Israel kooperiert mit dem sudanesischen Völkermordregime, sondern vor allem europäische Konzerne und Regierungen tun dies!
Comment
von unbekannt | 11.1.2010 19:06 Uhr
Das hätte man vorher wissen sollen,
dann hätten wir die Berliner Mauer komplet an die Israelis verscheuern können.
So haben die Israelis die Meuer neu erfunden, nur das bei denen keiner abhauen soll, sonder es soll keiner kommen. Ich schätze dieses Beispiel wird früher oder später in Europa Schule machen.
Comment
von chani chani ist gerade offline | 11.1.2010 19:44 Uhr
wer lernt hier von wem?
"Ich schätze dieses Beispiel wird früher oder später in Europa Schule machen"

Na, das ist ja eher umgekehrt gelaufen - Israel lernt von Europa
Comment
von unbekannt | 11.1.2010 20:12 Uhr
Als Unbelesener dachte ich,
wir haben nur das Know-how, dass keiner abhaut.
Aber die Geschäftsidee, das keiner kommen soll, ist neu für mich.
Wir sollten unbedingt am Ball bleiben, sonst wird Israel Marktführer auf diesem Gebiet.
Comment
von lionfood lionfood ist gerade offline | 12.1.2010 0:32 Uhr
Alles schon da.
6 Meter hoch sind die Zäune um die spanischen Enklaven in Marokko. Wie hoch der Zaun zur Ukraine ist, weis ich nicht, aber er wurde auch von der EU bezahlt...
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 13.1.2010 1:10 Uhr
Nicht zu vergessen ...
... der längste und mit Minengürteln schwerstbefestigte Sperrwall überhaupt, der sich 2.700 km lang durch die Westsahara zieht!

Aber da es sich bei der (von den UN bis Heute nicht anerkannten) Annektion der Westsahara durch Marokko um einen innerarabischen und innermuslimischen Konflikt handelt, weiß kaum jemand etwas von der Existenz des "Marokkanischen Walls".

http://de.wikipedia.org/wiki/Marokkanischer_Wall

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Western_Sahara_location_map.svg&filetimestamp=20091122124031

http://de.wikipedia.org/wiki/Westsaharakonflikt


Konflikte und Sperrwälle gelten hier offenbar nur dann als interessant, wenn Juden oder US-Amerikaner involviert sind ...
Comment
von chilly.willy chilly.willy ist gerade online | 13.1.2010 13:06 Uhr
@ titanic
Konflikte und Sperrwälle gelten hier offenbar nur dann als interessant, wenn Juden oder US-Amerikaner involviert sind ...

Und schon sollen die Tränen kullern...

Nein ehrlich, worauf wollen Sie mit diesem Satz hinaus?
Ist das der Neid, der aus Ihnen spricht?

Zäune und Mauern sind archaische Methoden, über die man besonders zuerst unter den eigenen Reihen berichten und verurteilen muss.
Comment
von waschtel waschtel ist gerade offline | 11.1.2010 20:02 Uhr
Vermutlich
macht das auch irgendwann Schule, immerhin behalten sich die Industrienationen vor sich die Einwanderer selbst auszusuchen. Sehr verständlich wie ich finde.
Den Teil unter der Überschrift finde ich übrigens nicht sonderlich gelungen, er erzeugt ein falsches Bild vom Artikel und Israels Beweggründen.
Comment
von Artist.a Artist.a ist gerade offline | 11.1.2010 20:31 Uhr
Über 1 million hungrige Afrikaner sind auf dem Weg nach Israel
es sind schon fast 100,000 im Land angekommen.Alle Auffang-Einrichtungen sind voll. Das kleine Land liefert kostenlose Unterkunft,Nahrung und Medizin. Es ist nun selbsverständlich, dass die Tür enger geschlossen wird.In Ägypten, der letzten Hürde zur Freiheit, werden Flüchtlinge auf dem Weg nach Israel automatisch erschossen.Diese brüderliche "Liebe" in Afrika wird leider im Artikel gar nicht erwähnt.
Comment
von arthur_dent arthur_dent ist gerade online | 14.1.2010 2:32 Uhr
@Artist.a
> Über 1 million hungrige Afrikaner sind auf dem Weg nach
> Israel

Wo sind die 1 Million hungrigen Afrikaner denn gerade?
Wie kommen Sie auf diese Zahl?

> es sind schon fast 100,000 im Land angekommen.
"...Since 2003, an estimated 10,000 non-Jewish immigrants from various African countries have illegally entered Israel [40].

> In Ägypten, der letzten Hürde zur Freiheit, werden
> Flüchtlinge auf dem Weg nach Israel automatisch erschossen.
Daher schickt Israel die Fluechtlinge auch zurueck, wenn sie innerhalb von 24 Stunden an der Grenze aufgegriffen werden.

"... In 2007, Israel deported 48 refugees back to Egypt after they succeeded in crossing the border, of which twenty were deported back to Sudan by Egyptian authorities, according to Amnesty International. In August 2008 the Israel Defense Forces deported at least another 91 African asylum seekers at the border. Throughout this year, Egyptian police have shot dead 20 African asylum seekers attempting to enter Israel.[41]..."

Wieviele Fluechtlinge leben eigentlich in Aegypten?
http://en.wikipedia.org/wiki/Sudanese_refugees_in_Egypt

".. There are tens of thousands of Sudanese refugees in Egypt, most of them seeking refuge from ongoing military conflicts in their home country of Sudan. Their official status as refugees is highly disputed, and they have been subject to racial discrimination and police violence. They live among a much larger population of Sudanese migrants in Egypt, more than two million people of Sudanese nationality (by most estimates; a full range is 750,000 to 4 million (FMRS 2006:5) who live in Egypt. The U.S. Committee for Refugees and Immigrants believes many more of these migrants are in fact refugees, but see little benefit in seeking recognition...."

> Diese brüderliche "Liebe" in Afrika wird leider im Artikel
> gar nicht erwähnt.
Es geht ja auch in dem Artikel um die israelische Mauer.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 11.1.2010 20:56 Uhr
Wieder so ein tendenziös-einseitiger Artikel ...
... von Herrn Landsmann, in dem er vieles zum Thema einfach unterschlägt, und anderes so uminterpretiert, wie es ihm in seinen "israelkritischen" Kram zu passen scheint.

Israel hat bereits Zigtausende Darfur-Flüchtlinge als Flüchtlinge anerkannt und aus humanitären Gründen aufgenommen, und mehr als die Hälfte dieser von Israel anerkannten Genozidüberlebenden aus dem sudanesischen Darfur wurden zwischenzeitlich in Israel eingebürgert!
Die Mehrheit dieser in Israel eingebürgerten Schwarzafrikaner sind übrigens Muslime!

Das winzige Israel ist somit das einzige westliche Land, dass Darfur-Flüchtlingen tatsächlich Schutz bietet!

In den arabischen Staaten wie Lybien oder Ägypten, werden die Darfur-Flüchtlinge nicht als notleidende Menschen gesehen, sondern als minderwertige Kreaturen verachtet, rassistisch verfolgt, vergewaltigt, versklavt und sogar straflos ermordet!
Sie gelten den arabischen Gesellschaften zumeist als Feinde und Ungläubige, obwohl viele von ihnen Muslime sind!

Angesichts all dieser (von Herrn Landsmann leider verschwiegenen) Fakten ist es nun wirklich kein Wunder, dass der kleine jüdische Staat Israel den vor arabisch-dschihadistischen Völkermördern und einem verhetzten arabischen Mob flüchtenden Schwarzafrikanern aus dem Sudan wie das gelobte Land und Paradis erscheinen muss.

Der übrige Westen (der zum arabisch-islamistischen Völkermord im Sudan weiterhin schweigt!), lässt das kleine Israel ebenso auch mit dieser Situation allein, so wie er auch die vertriebenen sudanesischen Flüchtlinge alleine lässt.

Dies ist der eigentliche Skandal!
Comment
von phaedra phaedra ist gerade offline | 11.1.2010 22:11 Uhr
Wo sollen die Flüchlinge jetzt hin?


Zitat von titanic

Das winzige Israel ist somit das einzige westliche Land, dass Darfur-Flüchtlingen tatsächlich Schutz bietet!


Gerade deshalb ist es doch schade, dass diesen Flüchtlingen die einzige Zufluchtstätte nun auch noch genommen wird.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 0:21 Uhr
@phaedra
Natürlich ist es verdammt bitter, wenn nun das einzige westliche Zufluchtsland, dass human und anständig mit den afrikanischen Flüchtlingen umgeht, seine Grenzen für diese Flüchtlinge schließen muss, weil es den wachsenden Ansturm kaum noch verkraften kann.

Aber wie soll der Winzling Israel noch weitere Hunderttausende afrikanische Flüchtlinge aufnehmen, ohne in arge Probleme zu geraten?

Eines sollten wir nicht vergessen:

Nicht an Israels Grenzen kommen jedes Jahr tausende afrikanische Flüchtlinge ums Leben, sondern an den Außengrenzen unserer glorreichen EU!

Comment
von arthur_dent arthur_dent ist gerade online | 13.1.2010 10:38 Uhr
@titanic
Lesen Sie eigentlich Ihre Links?

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1628800_Schiessbefehl-an-der-Grenze.html

"... Auch den israelischen Patrouillen in die Hände zu fallen, kann den Traum vom gelobten Land jäh beenden. Wer in den ersten 24 Stunden nach illegalem Grenzübertritt erwischt wird, wird ohne Anhörung zurückgeschickt. Human Rights Watch kritisierte diese Praxis. Den Flüchtlingen, die größtenteils aus Sudan und Eritrea stammten, drohe in ihren Heimatländern teilweise Haft und Folter.... Im Grundsatz hat sich die Regierung jedoch darauf verlegt, in der Flüchtlingsfrage einen Riegel vorzuschieben. Zwar hat Premier Ehud Olmert eine Aufnahmequote für verfolgte Christen aus Darfur festgesetzt. Aber sie ist bescheiden, und von den 600 versprochenen Aufenthaltsgenehmigungen wurden bislang laut Ran Cohen, Sprecher der Menschenrechts-Ärzte, nur 450 erteilt...."

Und jetzt verraten Sie uns mal die Quelle fuer die zigtausenden Darfur-Fluechtlinge, die anerkannt wurden und woher sie wissen das die Haelfte eingebuergert wurde?
Oder taucehn Sie wieder ab sobald es um Fakten geht??
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 12.1.2010 14:37 Uhr
@titanic
Suchen Sie mal nach Depo Provera.
Comment
von arthur_dent arthur_dent ist gerade online | 12.1.2010 23:45 Uhr
@titanic
> Israel hat bereits Zigtausende Darfur-Flüchtlinge als
> Flüchtlinge anerkannt und aus humanitären Gründen
> aufgenommen, und mehr als die Hälfte dieser von Israel
> anerkannten Genozidüberlebenden aus dem sudanesischen Darfur
> wurden zwischenzeitlich in Israel eingebürgert!
Na, da wuerden mich doch mal die Quellen ihrer Angaben interessieren :-)
Aber wahrscheinlich koennen Sie die nicht veroeffentlichen und werden wieder einmal nicht auf solche Nachfragen reagieren.

> Die Mehrheit dieser in Israel eingebürgerten
> Schwarzafrikaner sind übrigens Muslime!
Nun wird es ja immer interessanter :->

> Das winzige Israel ist somit das einzige westliche Land,
> dass Darfur-Flüchtlingen tatsächlich Schutz bietet!

Nachdem es den JEM and SLM Milizen Waffen und Ausruestung lieferte... :-)
Comment
von arthur_dent arthur_dent ist gerade online | 14.1.2010 2:16 Uhr
@titanic
>> Israel hat bereits Zigtausende Darfur-Flüchtlinge als
>> Flüchtlinge anerkannt und aus humanitären Gründen
>> aufgenommen, und mehr als die Hälfte dieser von Israel
>> anerkannten Genozidüberlebenden aus dem sudanesischen Darfur
>> wurden zwischenzeitlich in Israel eingebürgert!

> Na, da wuerden mich doch mal die Quellen ihrer Angaben
> interessieren :-)
> Aber wahrscheinlich koennen Sie die nicht veroeffentlichen
> und werden wieder einmal nicht auf solche Nachfragen
> reagieren.

Da sie ja nicht in der Lage sind ueberpruefbare Quellenangaben zu liefern:

"...Since 2003, an estimated 10,000 non-Jewish immigrants from various African countries have illegally entered Israel [40]. Some 600 refugees from the Darfur region of Sudan have been granted refugee status. Another 2,000 refugees from the conflict between Eritrea and Ethiopia have been granted temporary resident status on humanitarian grounds. Israel prefers not to recognize them as refugees so as not to offend Eritrea and Ethiopia.[40] The remaining immigrants live in Israel illegally. In 2007, Israel deported 48 refugees back to Egypt after they succeeded in crossing the border, of which twenty were deported back to Sudan by Egyptian authorities, according to Amnesty International. In August 2008 the Israel Defense Forces deported at least another 91 African asylum seekers at the border...."

http://en.wikipedia.org/wiki/Refugee#African_refugees_in_Israel

Also sind Ihre "zigtausende Darfur-Fluechtlinge" anscheinend wiedermal Ihrer Phantasie entsprungen.
Oder koennen Sie ihre Zahlen belegen???

Comment
von yakiz yakiz ist gerade offline | 11.1.2010 22:00 Uhr
Danke @titanic
Wie immer gut recherchiert!
Comment
von uvloff uvloff ist gerade offline | 11.1.2010 23:46 Uhr
Interessant
Charles A. Landsmann ist anscheinend kein Freund Israels. Das muss man auch nicht sein. Aber sein Artikel hat schon einen Unterton, der hart an der Grenze der Zumutbarkeit ist.
Comment
von michaelm michaelm ist gerade offline | 11.1.2010 21:20 Uhr
Na dann
Na dann, fehlt doch eigentlich nur noch eine Überdachung, damit das Land auch noch gegen "Flüchtlinge von oben geschützt" ist.

Was für eine armselige Politik Europas und Israels, erst für Armut in der Welt zu sorgen und sich dann zur Exklave für Flüchtlinge zu erklären und mit Zäunen und Mauern abzuschotten.

PS: Titanic schießt mit seinem aberwitzigen Lügenmärchen mal wieder den Vogel ab, die Wirklichkeit, wie Flüchtlinge aus Darfur in Israel behandelt werden, steht hier:
http://www.tagesschau.de/ausland/meldung14676.html
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 11.1.2010 22:36 Uhr
@michaelm
Könnte es sein, dass Sie gar nicht lesen, was Sie so verlinken?

Die Behauptung von ARD-Korrespondent Clemens Verenkotte, wonach Israel keinen einzigen Darfur-Flüchtlin anerkannt hätte, war übrigens schon damals (2007) nachweislich falsch.

Aber über Israel Schlechtes zu behaupten, gehört offenbar zu den Dingen, welche in vielen Ländern die Karriere von Jornalisten voranbringen können.

Trotzdem gelingt es selbst dem Verenkotte nicht so recht, Israel durchgängig an den Pranger zu stellen, denn die Aussagen der Darfur-Flüchtlinge geben das kaum her.

Die sind nach wie vor heilfroh, in Israel angekommen zu sein.



Comment
von alohahe alohahe ist gerade offline | 11.1.2010 23:13 Uhr
ja, heilfroh
aber titanic - wenn sie die von Ihnen verlinkten Artikel selber mal aufmerksam lesen werden sie sehen das es nicht die israelische Regierung ist die die Flüchtlinge unterstützt. Sondern ausnahmslos private Hilfsorganisationen.
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 0:24 Uhr
@alohahe
Was ist Ihr Problem mit den Stärken der israelischen Zivilgesellschaft?
Comment
von muellaw muellaw ist gerade offline | 11.1.2010 22:55 Uhr
zu schnell geschossen
Stand: 09.07.2007 17:33 Uhr
Comment
von pete pete ist gerade offline | 11.1.2010 22:58 Uhr
Sie haben den Vogel abgeschossen!
Sie erinnern mich an die Imane, die Israel für den Tsunami verantwortlich machten.

Europas hat in den letzten Jahrhunderten sowohl zu dem Hunger in der Welt beigetragen, als auch den Genozid an den Juden durchgeführt bzw. klammheimlich begrüßt. Und nun wollen Sie Israel mit diesem unseren Kontinent in einen Topf werfen? Wo bleibt Ihr Anstand?
Comment
von titanic titanic ist gerade online | 12.1.2010 0:14 Uhr
Aus Israels Kultur ...
... sind die afrikanischen Zuwanderer längst nicht mehr wegzudenken, wie u.A. das ungemein populäre und international erfolgreiche "Idan Reichel Project" beweist:

http://www.youtube.com/watch?v=KcqjsKkYvO0

http://www.youtube.com/watch?v=mtwfZZX5E4I

http://www.youtube.com/watch?v=RyvSOOivIlE

Israel ist völlig anders, als es hier (leider auch von den meisten Medien) verzerrt dargestellt wird!

Deswegen sind dies auch keine Meldungen aus Israel:

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Dessau-BGH-Oury-Jalloh;art122,2995296

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Italien-Tageloehner-Einwanderer;art123,2997676

Merke:
Immer erst vor der eigenen Türe kehren!



Comment
von lionfood lionfood ist gerade offline | 12.1.2010 0:37 Uhr
Bitte um Aufklärung
Selbstverständlich hat ein Land das Recht und die Möglichkeit um sein eigenes Land eine Mauer oder Zaun zu bauen. Das tun ja viele.

Aber wie kann man um ein anderes Land einen Zaun bauen? Das kann doch kaum legal sein. Wie ist der Status von Palästina? Eigenes Land? Teil Israels? Oder sowas zwischendrin, wie die Homelands im Apartheid-Südafrika?

Comment
von kleinempfaenger kleinempfaenger ist gerade offline | 12.1.2010 1:10 Uhr
Ungerechtigkeit
Leider geht das Mauerbauen wieder los. Für mich gibt es keinen grossen Unterschied, ob die Mauer gebaut wird um Leute drin zu halten oder draussen zu lassen. Im Allgemeinen. Im Detail kann Israel natürlich nicht für die Versäumnisse der Welt in Afrika während der letzten 500 Jahre gerade stehen.
Doch ist es an der Zeit sich zu überlegen ob wir noch ganz richtig im Kopf sind. Die diversen Mauerprojekte, meist laufen die Trennlinien von Ost nach West, sollten ein Warnzeichen sein. Die aktuelle Ungleichheit der Menschen ist ungerecht und moralisch verwerflich.
Die wirkliche Gefahr für die Menschheit geht von dieser Ungerechtigkeit aus, und die lässt sich mit Geoengeneering nicht bekämpfen.
Comment
von IDF IDF ist gerade offline | 12.1.2010 1:37 Uhr
Auch Deutschland hat auch seine Grenzen
Israel soll noch eine Million Flüchtlinge aufnehmen? Hier würden doch alle auf die Barrikaden gehen, wenn man das Gleiche von Deutschland verlangen würde. Nur von Israel kann man ja alles verlangen. Dass Israel Millionen von Flüchtlinge aufnimmt, obwohl das Land mikroskopisch ist. Aber man verlangt von Israel schon seit Jahren, dass das kleine Land mit übelsten Terroristen-Banden wie Fatah, PLO, Hamas etc. verhandelt.
An bestimmten Grenzen stehen Mauer und Zäune und das ist gut so. Weder palästinensische Terroristen noch illegale Flüchtlinge haben in Israel was zu suchen. Für die letzten werden eher Genehmigungen erteilt, aber dann legal.
Comment
von hebold hebold ist gerade offline | 12.1.2010 9:07 Uhr
Europäische Gutmenschenmoral
Dass ausgerechnet Europa, dieser Hort der Gutmenschen, sich über die Behandlung der Wirtschaftsflüchtlinge und den Bau eines Zauns in Israel aufregt, ist eine bodenlose Frechheit. Denn es sind die Europäer, die das Elend in Afrika zu nicht geringen Teil verursacht haben bzw. verursachen. Seis durch Ausbeutung oder durch die ach so gut gemeinte Entwicklungshilfe. Israel hat allein durch die Aufnahme von Juden aus afrikanischen Ländern mehr für den Kontinent getan, als jeder europäische Staat und die gesamte Hilfsorganisationsindustrie, die ja gerade wieder die Stadt mit ihren Werbeplakaten bepflastert. Die verfahren alle nach dem Motto: Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier. Und empören sich dann über die andren. Wo sie doch selbst das Problem sind.
Comment
von Reginald Reginald ist gerade offline | 12.1.2010 9:09 Uhr
Antiägyptischer Schutzwall
Bemerkenswert, wie genau diejenigen, die den antifaschistischen Schutzwall verteufeln, jetzt begeistert jubeln.

Radikaler kann man sich nicht entlarven.
Comment
von Lund Lund ist gerade offline | 12.1.2010 10:22 Uhr
Entlarven als was?
Als jemand, der es schlecht findet, wenn ein Staat seine Bürger gefangen hält, der aber nichts dagegen hat, wenn ein Staat nicht alle Nichtbürger hineinlässt? Hui, was für eine Entlarvung! Da hat jemand ganz doll aufgepasst in ÄpfelundBirnologie.
Comment
von Reginald Reginald ist gerade offline | 12.1.2010 11:29 Uhr
Entlarvung als
Doppelmoralisten.
Vorausgesetzt man weiß, was Moral ist.
Comment
von hebold hebold ist gerade offline | 12.1.2010 11:57 Uhr
@Reginald
Im Westteil Berlins war man gegen die von den Sozialisten quer durch die Stadt gebaute Mauer. Aber trotzdem gab es eine Mauer um das Untersuchungsgefängnis in Moabit. Und es gab auch eine Mauer um das Kriegsverbrechergefängnis in Spandau.

Dämmert es jetzt?

Also: Eine Mauer ist nicht gleich einer Mauer. Dazu muss ich allerdings nicht nur wissen, was eine Mauer ist. Ich muss auch wissen, wozu sie dient.

Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 12.1.2010 14:06 Uhr
@hebold


Zitat von hebold

Ich muss auch wissen, wozu sie dient.



Und dann?

Das wussten die deutschen Mauerbauer auch.


Comment
von Reginald Reginald ist gerade offline | 12.1.2010 15:59 Uhr
@hebold hat die örtlichen Friedhöfe vergessen
und die Holzzäune vor den vielen Köpfen!

Seite : 1 2 >> (2 Seiten)

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