• Internationale Organisation für Migration: In Griechenland kommen deutlich weniger Flüchtlinge an

Internationale Organisation für Migration : In Griechenland kommen deutlich weniger Flüchtlinge an

Die Zahl der Flüchtlinge, die Griechenland per Boot erreichen, hat sich deutlich verringert. Dies berichtet die Internationale Organisation für Migration.

Sie sind in Sicherheit: Flüchtlinge kommen am Dienstag auf der griechischen Insel Lesbos an.
Sie sind in Sicherheit: Flüchtlinge kommen am Dienstag auf der griechischen Insel Lesbos an.Foto: AFP

Die Zahl der in Griechenland ankommenden Boots-Flüchtlinge ist nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am vergangenen Wochenende stark gefallen. Am Sonntag seien auf den griechischen Inseln nur 155 Flüchtlinge eingetroffen, in den Häfen von Athen und Kavala seien am Sonntag 478 Flüchtlinge an Land gegangen, teilte die IOM am Dienstag in Genf mit.

Der Migrations-Organisation zufolge erreichten vor dem vergangenen Wochenende im November täglich durchschnittlich 4.500 flüchtende Menschen Griechenland über das Mittelmeer. Ein IOM-Sprecher erklärte, dass möglicherweise ein härteres Vorgehen der türkischen Behörden gegen Schlepperbanden die Ursache für den Rückgang sei. Viele Flüchtlinge durchqueren mit Hilfe von Schleppern die Türkei und besteigen an der Küste Boote in Richtung Griechenland. Als weiteren möglichen Grund für den Rückgang nannte die IOM das schlechter werdende Wetter im östlichen Mittelmeer.

In der Türkei befinden sich große Lager mit Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Viele Camp-Bewohner sind bereits nach Europa gegangen. Zudem durchqueren Flüchtlinge aus Afghanistan und dem Irak auf ihrem Weg nach Europa die Türkei. Syrer, Afghanen und Iraker stellen laut IOM die größten Gruppen der in Griechenland ankommenden Flüchtlinge.

Der Internationalen Organisation für Migration zufolge erreichten seit Beginn des Jahres mehr als 710.000 Boots-Flüchtlinge Griechenland. Insgesamt seien seit Januar knapp 860.000 Boots-Flüchtlinge nach einer Passage über das Mittelmeer in Europa eingetroffen. Rund 3.550 Männer, Frauen und Kinder seien bei der Überfahrt gestorben. (epd)


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