Politik : Internationale Unterstützung für Afghanistan

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Berlin - Die internationale Staatengemeinschaft und die Regierung in Kabul wollen sich kommende Woche in London zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für den Wiederaufbau Afghanistans bekennen. Bei einer Konferenz, an der mehr als 60 Länder sowie über zwölf internationale Organisationen teilnehmen werden, soll ein „Afghanistan-Pakt“ verabschiedet werden, in dem die wichtigsten Entwicklungsziele bis Ende 2010 festgelegt sind.

In einem am Freitag veröffentlichten Entwurf werden klare Vorgaben für die Bereiche Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit sowie wirtschaftliche und soziale Entwicklung gemacht. So soll der Aufbau einer „Afghanischen Nationalarmee“ mit bis zu 70 000 Mann 2010 weitgehend abgeschlossen sein. Der von Deutschland geleitete Polizeiaufbau werde fortgesetzt. Bisher wurden so schon rund 50 000 Polizisten und 6000 Offiziere ausgebildet.

In den nächsten fünf Jahren soll die Stromversorgung für mindestens 65 Prozent der afghanischen Haushalte in Städten und ein Viertel in ländlichen Regionen sichergestellt werden. Mit Leitungswasser sollen die Hälfte aller städtischen und 30 Prozent aller ländlichen Haushalte ausgestattet werden. Außerdem verpflichtet sich die Regierung in dem Vertrag, effektiver gegen Drogenanbau und -handel vorzugehen. Zu der Konferenz am Dienstag und Mittwoch werden unter anderem UN-Generalsekretär Kofi Annan sowie die Außenminister der USA und Deutschlands, Condoleezza Rice und Frank-Walter Steinmeier, erwartet. jul

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