Politik : Internationale Walfangkommission: Keine Schutzzone für die Meeressäuger im Südpazifik

Die Internationale Walfangkommission hat die Einrichtung einer Schutzzone für die Meeressäuger im Südpazifik abgelehnt. Zwar stimmten am Dienstag in der australischen Stadt Adelaide 18 Mitgliedsländer für den australisch-neuseeländischen Vorschlag; elf waren aber dagegen und vier enthielten sich. Die Statuten der Organisation sehen vor, dass Anträge dieser Art von einer Dreiviertelmehrheit der Delegierten getragen werden müssen. Gegen die neue Schutzzone hatten sich auf der Jahrestagung der Wahlfangkommission in Adelaide vor allem die traditionellen Walfangnationen Norwegen und Japan ausgesprochen. Schließlich scheiterte der Antrag an einem Block von sechs karibischen Staaten. Der australische Umweltminister Robert Hill weigerte sich zwar, von "gekauften" Stimmen zu sprechen. Er bezeichnete allerdings das Stimmverhalten der karibischen Länder öffentlich als "seltsam".

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