Intoleranz : Menschenrechtler: Wirtschaftskrise schürt Rassismus

Soziale Konflikte im Gefolge der weltweiten Finanzkrise werden nach Ansicht von europäischen Menschenrechtsorganisationen auf dem Rücken von Minderheiten und Einwanderern ausgetragen.

WienDie Wirtschaftskrise schürt nach Ansicht von europäischen Menschenrechtsgremien Rassismus und Fremdenfeindlichkeit besonders gegen die schwächsten Bevölkerungsgruppen. Die Krise nähre "die rassistische und fremdenfeindliche Intoleranz", warnten die Grundrechteagentur der Europäischen Union, das Europäische Komitee gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) vom Europarat sowie die entsprechende Abteilung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in einer gemeinsamen Erklärung. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg von Gewalt gegen Einwanderer, Asylsuchende und gegen Minderheiten wie Sinti und Roma.

Die Menschenrechtsgremien riefen die Regierungen dazu auf, den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit zu verstärken. Es sei zu befürchten, dass Minderheiten von populistischen Politikern und Medien zu "Sündenböcken" gemacht würden. Die Organisationen warnten zugleich davor, soziale Schutz- und Integrationsprogramme zu beschneiden. (jvo/AFP)

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