Iowa : Palin sorgt für neue Spekulationen

Sarah Palin, Ex-Gouverneurin in Alaska, heizt die Spekulationen an: "Wir werden uns unser Land zurückholen. Wir werden die Dinge umdrehen", sagte die 46-Jährige bei einer Rede im US-Bundesstaat Iowa.

Sarah Palin heizt den Republikanern in Iowa ein.
Sarah Palin heizt den Republikanern in Iowa ein.Foto: dpa

Zwar äußerte sich die populistische Republikanerin, die bereits 2008 als Vizepräsidentschaftskandidatin antrat, bei ihrer Rede am Freitagabend in der Iowa-Hauptstadt Des Moines nicht konkret zu ihrer politischen Zukunft. Doch allein die Tatsache, dass sie in Iowa auftrat, löste unter Insidern in Washington Spekulationen aus: Hier beginnt traditionell der Vorwahlkampf im Rennen um die Präsidentschaft.

Auch der Sprecher im Weißen Haus, Robert Gibbs, äußerte sich zu dem Thema. Es sei die Zeit, in der Interessenten „den Finger in den Wind halten“, meinte er und fügte hinzu, auch Präsident Barack Obama plane in Kürze einen Auftritt in Iowa. Obama hatte im Januar 2008 in Iowa seinen ersten Sieg bei den Vorwahlen errungen - ein Jahr später zog er ins Weiße Haus ein.

„Es sind die Wähler, die diese linke Politik stoppen werden“, sagte Palin mit Blick auf Obama weiter. Zugleich rief sie ihre Partei zur Erneuerung auf.

Palin gilt als Symbolfigur der ultra-konservativen „Tea-Party-Bewegung“, die derzeit die republikanische Partei aufrollt. Kandidaten der „Tea-Party“, die für weniger Steuern, weniger Staat und vor allem gegen das Washington-Establishment antreten, haben in den vergangenen Wochen bei diversen Vorwahlen zu den Kongresswahlen im November triumphiert. Es gelang ihnen mehrfach, bekannte und bisher erfolgreiche Politiker aus dem Rennen zu werfen.

Bei den Kongresswahlen am 2. November geht es um die parlamentarische Mehrheit Obamas. Die Demokraten befürchten zwar eine Niederlage, der Erfolg der „Tea-Party-Movement“ lässt sie aber auch neue Hoffnung schöpfen: Das Obama-Lager setzt darauf, dass die Republikaner mit ultra-konservativen Kandidaten Schiffbruch erleiden und sich die demokratischen Kandidaten doch durchsetzen könnten. (dpa)

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