IRAK : Auf der Flucht

Derzeit sind rund 4,2 Millionen Iraker auf der Flucht. Von den mehr als zwei Millionen ins Ausland Geflohenen hat nach Angaben von Amnesty International (AI) Syrien 1,4 Millionen und Jordanien mindestens 500 000 aufgenommen. Das entspreche einem Bevölkerungsanteil in diesen Ländern von sieben und zehn Prozent. Anlässlich des „Tags des Flüchtlings“ an diesem Freitag forderte die Menschenrechtsorganisation die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Bundesrepublik auf, mehr Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Die Hauptaufnahmeländer Syrien und Jordanien würden sich im Stich gelassen fühlen und seien gerade dabei, Aufnahme- und Aufenthaltsbedingungen für Iraker zu verschärfen, sagte AI-Experte Wolfgang Grenz am Donnerstag in Berlin. Die ohnehin prekäre Lage flüchtender Iraker drohe sich so drastisch zu verschlechtern. Grenz forderte die Bundesregierung auf, sich nicht auf finanzielle und technische Hilfe an Syrien und Jordanien zu beschränken. Während europäische Länder wie Schweden und Dänemark irakische Flüchtlinge zumindest in bescheidener Zahl aufnähmen, weigere sich die

Bundesregierung weiterhin, dies zu tun.

Dies müsse sich ändern, so Grenz. mis

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