Politik : Irak: Aufruf zur Freilassung von Journalisten

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Berlin/Paris Medienvertreter in ganz Europa haben eine gemeinsame Initiative zur Freilassung der im Irak entführten Journalisten gestartet. Insgesamt schlossen sich mehr als 100 Chefredakteure und Herausgeber einem Aufruf der französischen Tageszeitung „Libération“, der Organisation Reporter ohne Grenzen und des Weltverbandes der Zeitungen an, um auf das Schicksal der Geiseln aufmerksam zu machen. Auch die Führung des Tagesspiegels gehört zu den Unterzeichnern.

Im Irak werden derzeit vier europäische Berichterstatter und ein Übersetzer von Aufständischen gefangen gehalten. Vor genau 100 Tagen wurden die „Libération“-Korrespondentin Florence Aubenas und ihr Übersetzer Hussein Hanoun entführt, die Reporterin Mari Jeanne Ion und ihr Kameramann Sorin Dumitru Miscoci vom rumänischen Fernsehsender „Prima TV“ sowie ihr Kollege Eduard Ovidiu Ohanesian von der Zeitung „Romania Libera“ sind seit dem 28. März verschwunden. Eine weitere europäische Journalistin, die Italienerin Giuliana Sgrena, kam Anfang März frei.

„Es gibt keine Freiheit ohne die Freiheit, die Öffentlichkeit zu informieren, überall und zu jedem Zeitpunkt“, schreiben die Medienvertreter in ihrer Deklaration. „Diese Freiheit ist ein grundlegendes Recht, das jeder von uns verteidigen und fördern sollte“, heißt es weiter. Die Unterzeichner rufen die Mitgliedstaaten und Institutionen der EU auf, ihre Bemühungen für die Entführten zu verstärken: „Heute brauchen Florence Aubenas, Hussein Hanoun, Mari Jeanne Ion, Sorin Dumitru Miscoci und Eduard Ovidiu Ohanesian jeden von uns.“ Tsp

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