Irak : Bangen um entführte Deutsche geht weiter

Auch vier Monate nach ihrer Verschleppung ist eine Befreiung der zwei in Bagdad entführten deutschen Geiseln nicht in Sicht. Die Kidnapper verlangen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

entführte Deutsche
Die beiden in Bagdad entführten Deutschen.Foto: dpa

BerlinFür die beiden in Bagdad entführten Deutschen zeichnet sich weiterhin keine rasche Lösung ab. Die 62-jährige Hannelore K. und ihr 20-jähriger Sohn Sinan waren am Mittwoch genau vier Monate in Geiselhaft. Der Krisenstab sei weiter bemüht, eine sichere und unversehrte Rückkehr zu ihren Familien zu erreichen, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Die mit einem Iraker verheiratete Frau und ihr Sohn, der im irakischen Außenministerium arbeitete, waren am 6. Februar aus ihrer Wohnung in Bagdad verschleppt worden. Die Entführer forderten ultimativ den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Zwei Ultimaten sind ergebnislos verstrichen. Das letzte öffentliche Lebenszeichen stammt vom 10. März, als ein Video mit den beiden Verschleppten im Internet auftauchte. Dem Vernehmen nach haben die Sicherheitsbehörden im Mai einen Hinweis erhalten, dass die gefangenen Deutschen noch am Leben sind. (mit dpa)

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