Irak : Briten töten 36 angebliche Milizionäre

Im Irak hat das britische Militär 36 Menschen getötet, die Waffen aus Iran über die Grenze geschmuggelt haben sollen. Auf britischer Seite habe es keine Opfer gegeben.

BerlinBritische Soldaten haben im Osten des Iraks bis zu 36 mutmaßliche schiitische Milizionäre getötet, die Waffen und Sprengstoff aus Iran ins Land gebracht haben sollen. Ein Arzt in der 320 Kilometer südöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Amara sagte, 36 Leichen seien in das Allgemeine Krankenhaus gebracht worden. Es sei aber unklar, ob es sich bei den Toten ausschließlich um Milizionäre handele, oder ob auch Zivilisten darunter seien. Mehr als 100 Menschen seien bei den Kämpfen in Amara und Madschar al-Kebir nahe der iranischen Grenze verletzt worden, hieß es. Auf britischer Seite habe es keine Opfer gegeben.

Das Militärkommando der multinationalen Truppen in Bagdad meldete, die Soldaten hätten 20 "Terroristen" getötet. Sechs Verdächtige seien verletzt worden. Nur ein mutmaßlicher Terrorist sei gefangen genommen worden. Die Soldaten hätten den Kampf mit Hilfe der Luftwaffe für sich entscheiden können. "Die Terroristen haben heute Morgen festgestellt, dass es für sie keinen sicheren Ort gibt", erklärte ein Militärsprecher. (mit dpa)

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