Irak : Bush lehnt "überstürzten" Rückzug ab

US-Präsident George W. Bush hat sich erneut gegen einen "überstürzten" Abzug der US-Armee aus dem Irak ausgesprochen. Er hält einen Erfolg immer noch für möglich.

Washington - In seiner wöchentlichen Radioansprache hob Bush hervor, dass die unabhängige Baker-Kommission in ihrem Bericht zwar einen teilweisen Truppenabzug vor Anfang 2008 empfohlen habe, dabei aber darauf hingewiesen habe, dass dies "fast sicher eine größere sektiererische Gewalt" bewirken werde. Auch die von dem früheren US-Außenminister James Baker geführte Kommission habe verstanden, dass die Arbeit im Irak nicht einfach sei, ein "Erfolg aber möglich" sei.

Bush zeigte sich überzeugt davon, dass er mit den seit den Wahlen im November den Kongress dominierenden Demokraten zu einer gemeinsamen Irak-Politik finden werde. "Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam einen Sieg erreichen werden. Ich werden meinen Teil dafür tun", sagte er.

Bei neuer Gewalt im Irak kamen unterdessen 16 Menschen ums Zivilisten ums Leben. Bei einem Autobombenanschlag in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbela wurden mindestens sechs Menschen getötet und 44 weitere verletzt. Zehn weitere Menschen kamen bei verschiedenen Vorfällen ums Leben. In verschiedenen Viertel der Hauptstadt Bagdad wurden die Leichen von insgesamt 39 Gewaltopfern gefunden. (tso/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben