Irak : Christenhetze in Mossul

In einer großen Plakataktion droht eine sunnitische Terrororganisation allen christlichen Einwohnern der Stadt Mossul mit Enthauptung, sollten sie nicht innerhalb von drei Tagen die Stadt verlassen haben.

BagdadEine sunnitische Terrororganisation hat den christlichen Bewohnern der nordirakischen Metropole Mossul den Tod angedroht, wenn diese nicht unverzüglich die Stadt verließen. Plakate mit einer entsprechenden Botschaft seien in den Straßen von Mossul angeschlagen worden, berichtete die in Schweden ansässige Agentur Esna (Eastern Stars News Agency), die von assyrischen Christen betrieben wird. Das so genannte Islamische Emirat von Mossul - eine Bezeichnung, die auf eine Al Qaida-nahe Extremisten- Organisation verweist - droht allen Christen mit dem Tod durch Enthauptung, die nach drei Tagen noch in der Stadt angetroffen würden.

Die christliche Minderheit im Irak gilt als besonders gefährdet. Anders als andere, stärkere Konfessionsgruppen verfügt sie über keine eigenen Milizen. Christliche Iraker und ihre Kirchen werden immer wieder von Extremisten angegriffen. Zehntausende Christen sind in den letzten Jahren aus dem Irak geflohen, meist ins benachbarte Syrien oder in den Westen.

Zwei Tote bei Selbstmordanschlag auf Polizeiwache

In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden heute ein irakischer Soldat und ein Zivilist durch eine Bombenexplosion getötet. Sieben weitere Menschen wurden verletzt, als der Sprengsatz  vor einer Polizeiwache explodierte, wie die örtliche Polizei bestätigte. Bei Gefechten zwischen radikal-schiitischen Milizionären und irakischen Sicherheitskräften wurden am selben Tag in der südirakischen Stadt Samawa zwei Zivilisten und ein Polizist getötet, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. (mit dpa)

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