Irak : Geiseln für gut drei Monate

Ein Kurzporträt der beiden im Irak entführten Deutschen René Bräunlich und Thomas Nitzschke.

Leipzig/Berlin - Gut drei Monate dauerte die Geiselhaft der beiden Leipziger René Bräunlich und Thomas Nitzschke im Irak. Sie waren dort am 24. Januar entführt worden. Lebenszeichen von den Geiseln gab es nur in Videobotschaften. In Leipzig erinnerten hunderte Menschen mit insgesamt 27 Mahnwachen an das Schicksal der beiden jungen Männer.

René Bräunlich: Der Ingenieur wurde am 12. Februar 1974 geboren. Knapp drei Wochen vor seinem 32. Geburtstag wurde er entführt. Der Hobbyfußballer wohnt mit seiner Lebensgefährtin Sindy Brost und dem gemeinsamen dreijährigen Sohn im Leipziger Stadtteil Böhlitz- Ehrenberg. Der Anlagenbauer ist seit sieben Jahren bei der Firma Cryotec Anlagenbau GmbH (Bennewitz) beschäftigt. Er hatte in den Vorjahren bereits mehrfach im Irak gearbeitet. Bei seinen Kollegen ist Bräunlich besonders für seine Hilfsbereitschaft bekannt.

Thomas Nitzschke: Der Ingenieur Thomas Nitzschke wurde am 16. Juni 1977 geboren. Der 28-Jährige ist seit einem halben Jahr bei Cryotec angestellt. Er wird als fröhlicher und gewissenhafter Mensch beschrieben. Während seines Studiums an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) hatte Nitzschke bei der Firma ein Praktikum absolviert. Er schrieb auch seine Diplomarbeit dort. Nach dem Abschluss 2005 wurde er umgehend eingestellt. Mutter und Bruder leben zurückgezogen im Stadtteil Rackwitz in Leipzig. (tso/dpa)

» Mehr Politik? Tagesspiegel lesen + 50 % sparen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar