Irak : Generalstreik legt Schiitenviertel in Bagdad lahm

Die Bewohner von Sadr City protestieren gegen die Abriegelung ihres Viertels durch die US-Armee. Sie folgten einem Aufruf schiitischer Geistlicher vom Vorabend.

Bagdad - An dem Streik beteiligten sich Schulen, Geschäfte und Verwaltungen; lediglich die Angestellten der staatlichen Krankenhäuser gingen zur Arbeit. Die US-Armee und die irakische Armee durchsuchen das Schiitenviertel seit Tagen nach einem am 23. Oktober entführten US-Soldaten. Am Sonntag hatten tausende Bewohner gegen die Blockade ihres Viertels demonstriert. Am Montag wurde in Sadr City ein Anschlag verübt, bei dem mindestens 26 Menschen getötet und 60 verletzt wurden.

Am Montag kamen im Irak erneut zwei US-Soldaten ums Leben. Wie die US-Armeeführung in Bagdad mitteilte, starben sie bei Einsätzen in der irakischen Hauptstadt. Einer der Soldaten sei im Süden der Stadt mit seinem Fahrzeug über einen Strengsatz gefahren; der andere sei bei Kämpfen im Westen Bagdads durch Schussverletzungen getötet worden. Damit stieg die Zahl der im Oktober im Irak getöteten US-Soldaten auf 103. Es war der bislang tödlichste Monat für die US-Truppen im Irak seit mehr als anderthalb Jahren. (tso/AFP)

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