Irak : Jones-Bericht empfiehlt Truppenreduzierung

Gegen ein Zeitlimit für den Irak-Einsatz, aber für eine klare Reduzierung der Truppenstärke hat sich ein US-Expertengremium ausgesprochen. Derzeit sind 168.000 US-Soldaten im Irak stationiert.

WashingtonDas Gremium unter Vorsitz des früheren Nato-Oberbefehlhabers James Jones empfiehlt, die US-Armee im Irak zu verkleinern, um auf die Iraker nicht wie eine "Besatzungsmacht" zu wirken. Der gegenteilige Eindruck müsse erzeugt werden: dazu bedürfe es eines "leichteren, weniger massiven" Auftretens. Die "Größe unseres nationalen Fußabdrucks" müsse sorgfältig überprüft werden, hieß es in dem Gutachten, das dem Kongress in Washington übergeben wurde. Eine zeitliche Begrenzung des Engagements, wie von den Demokraten im Kongress gefordert, könne sich jedoch nachteilig auswirken.

Die US-Truppenstärke im Irak ist auf Rekordniveau angekommen. Derzeit sind nach Angaben aus dem Planungsstab des US-Generalstabs rund 168.000 Soldaten im Irak im Einsatz. Die Ankunft neuer Kampfbrigaden im Zuge der Truppenrotation werde das Gesamtkontingent in Kürze vorübergehend sogar auf bis zu 172.000 Soldaten hochtreiben, bis die Zahl im November oder Dezember auf 160.000 zurückgehen werde, teilte der Chef des Planungsstabs, General Richard Sherlock, mit. (mit AFP)

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