Irak-Konferenz : Bagdad will nicht über Truppenrückzug sprechen

Bei der bevorstehenden Irak-Konferenz in Ägypten soll nach dem Willen der irakischen Regierung nicht über einen konkreten Zeitplan für den Abzug der ausländischen Truppen gesprochen werden.

Bagdad - Ein Mitarbeiter von Außenminister Hoschiar Sebari sagte vor Journalisten in Bagdad, die Regierung wolle nicht, dass die Frage des Truppenabzugs in der Schlusserklärung der Außenminister überhaupt erwähnt werde. Der Mitarbeiter fügte hinzu, der Truppenabzug sei bei den Vorbereitungstreffen für die zweitägige Konferenz, die an diesem Donnerstag in Scharm el Scheich beginnt, der einzig strittige Punkt gewesen.

Am Mittwoch gab es immer noch keine gesicherten Angaben zu dem am Vortag vom irakischen Innenministerium bekannt gegebenen Tod des Anführers der Al Qaida im Irak, Abu Ajub al-Masri. Aus Sicherheitskreisen in Bagdad hieß es, zweifelsfrei stehe nur fest, dass es in den vergangenen Tagen in der Nähe der Stadt Tadschi Gefechte zwischen Al Qaida und anderen radikalen sunnitischen Gruppen gegeben habe.

In der Region hielten sich viele Al-Qaida-Terroristen auf, nachdem sie aus der westirakischen Provinz Anbar geflohen seien, wo mehrere Stämme zum "Krieg" gegen sie aufgerufen hätten. Auf einer Islamisten-Internetseite war eine Erklärung im Namen der Al Qaida im Irak aufgetaucht, in der es hieß, der Anführer sei nicht getötet worden und kämpfe immer noch gegen die "Feinde Gottes". (tso/dpa)

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