Irak : Mindestens 17 Tote bei Selbstmordanschlag

Ein Attentäter hat sich am Freitag während einer Beerdigungszeremonie für einen Polizisten in die Luft gesprengt, sagte der Einsatzchef der irakischen Armee für die Provinz Dijala. Mindestens 17 Menschen starben. Bereits gestern wurde ein US-Soldat bei einem Anschlag getötet.

Bakuba/BagdadEin Selbstmordattentäter hat am Freitag auf der Beerdigung eines Polizisten in der irakischen Provinz Dijala 17 Menschen mit in den Tod gerissen. Ein Polizeisprecher sagte, der Terrorist habe sich in der Ortschaft Saadija am Morgen in den Trauerzug eingereiht. Er zündete seinen Sprengstoffgürtel, während Angehörige, Kollegen und Freunde den Polizisten zu Grabe trugen, der am Vortag von Extremisten erschossen worden war.

Der Polizeisprecher erklärte, die US-Luftwaffe habe am Morgen Stellungen von Extremisten in der Ortschaft Al-Makdadija bombardiert. Dabei seien 20 Bewaffnete getötet und 23 weitere verletzt worden. Es habe keine zivilen Opfer gegeben. Al-Makdadija liegt ebenfalls in der Provinz Dijala nordöstlich von Bagdad. Die Kleinstadt gilt seit einigen Monaten als Hochburg der Al-Qaida-Terroristen. In den vergangenen Tagen waren in Al-Makdadija zwei Massengräber mit insgesamt 51 Leichen von Mordopfern gefunden worden.

Die Provinz Dijala ist eine Hochburg des irakischen Arms von Al Qaida. Die irakische und die US-Armee haben die Angriffe des Terrornetzwerks trotz umfangreicher Offensiven noch nicht stoppen können. Die US-Armee teilte unterdessen mit, dass in Bagdad einer ihrer Soldaten bei einem Bombenanschlag getötet worden sei. Der Vorfall ereignete sich demnach am Donnerstag im Zentrum der irakischen Hauptstadt, als der Soldat auf Patrouille war. (rope/dpa/AFP)

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