Irak : Mindestens 48 Tote bei Anschlag

Bei einem Anschlag auf einen Marktplatz in Mahmudijah südlich von Bagdad sind am Montag mindestens 48 Menschen getötet worden. Die Angreifer zündeten eine Autobombe und eröffneten anschließend das Feuer.

Bagdad - Bis zu einhundert Bewaffnete schossen mit Maschinenpistolen aus mehreren Autos heraus auf die Menge. Mindestens 46 weitere wurden verletzt. Unter den Opfern waren nach Klinikangaben viele Frauen und Kinder.

Nach der Explosion der Autobombe am Morgen rasten die Angreifer in ihren Autos über den Markt und feuerten wahllos auf Besucher und Verkaufsstände. Soldaten und Polizeibeamte eilten herbei. Mahmudijah etwa 30 Kilometer südlich von Bagdad liegt im so genannten Todesdreieck, wo sunnitische Aufständische im Umkreis der den Schiiten heiligen Städten Nadschaf und Kerbala wiederholt Anschläge gegen Sicherheitskräfte und Zivilisten verübten.

Im Norden Iraks waren am Sonntagabend bei einem Selbstmordanschlag in einem Café 28 Menschen getötet und 19 verletzt worden. 25 der Opfer bei dem Attentat in der Stadt Tus Chormatu waren nach jüngsten Polizeiangaben Schiiten, die übrigen drei Kurden. Durch den Druck der Explosion stürzte das Gebäude zusammen.

Im Süden von Bagdad starb ein US-Soldat bei einem Bombenanschlag am Sonntag. Das teilte die US-Armee am Montag mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Damit erhöht sich die Zahl der getöteten US-Militärs und dazugehörigen Personals seit dem Einmarsch im Irak auf 2546. (tso/AFP)

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