Irak : Möglicherweise Al-Qaida-Führer gefasst

Gute und schlechte Nachrichten aus dem Irak: Gerüchten nach konnte der gesuchte Al-Qaida-Anführer Abu Hamsa al-Mudschahir geschnappt werden. Zugleich wurden in der westirakischen Provinz Anbar vier amerikanische Soldaten von Aufständischen getötet.

BagdadDas US-Militär berichtete am Freitag, die Marineinfanteristen seien bereits bei Kampfhandlungen am 2. Mai ums Leben gekommen. Am Donnerstag seien bei einem Raketenangriff auf einen Stützpunkt der Koalitionstruppen in der südirakischen Stadt Basra zwei Vertragsarbeiter der Armee getötet worden. Vier weitere Zivilisten und vier Soldaten wurden verwundet. "Dies war der erste Angriff dieser Art in Basra seit dem 27. März", erklärte ein Militärsprecher.

In der Nähe der nordirakischen Stadt Samarra wurde nach Informationen aus Sicherheitskreisen am Donnerstagabend ein Al-Quaida- Kommandeur namens Abu Katada von den US-Truppen getötet, der aus Saudi-Arabien stammen soll. Keine Beweise gab es am Freitag dafür, dass die irakische Polizei tatsächlich in der Nacht zum Donnerstag den obersten irakischen Al-Qaida-Anführer al-Mudschahir im Irak verhaftet hat. Das Innenministerium hatte am Donnerstagabend erklärt, die Polizei habe Abu Hamsa al-Mudschahir in der Nähe von Mossul aufgespürt.

Widersprüchliche Angaben zu Identitäten

Zur Identität des Al-Qaida-Anführers gibt es seit Jahren widersprüchliche Angaben. Offiziere der US-Armee hatten spekuliert, dass Al-Muhadschir ein Ägypter sei, der auch unter dem Namen Abu Ajjub al-Masri bekannt sei. Der gelegentlich ebenfalls als Anführer genannte Abu Omar al-Bagdadi sei dagegen ein Frontmann oder auch nur eine Erfindung der Terroristen, die Al Qaida ein "irakisches Gesicht" geben wollten. Ein irakischer Polizeioffizier hatte am Mittwoch erklärt, Al-Bagdadi sei der Emir des sogenannten Islamischen Staates im Irak. Er sei ein ehemaliger Offizier der irakischen Armee namens Hamid Daud Assawi aus der Stadt Haditha.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete unterdessen, mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen hätten in der Nähe der Stadt Ramadi im Westen des Landes am Donnerstagabend eine Patrouille angegriffen. Sie hätten vier irakische Soldaten getötet und neun weitere verletzt. Den Angaben zufolge griff die US-Armee ein und tötete sechs der Angreifer. (sba/dpa)

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