Irak : Neue Großoffensive im Kampf gegen Al Qaida

Der Kampf im Irak gegen die Terrororganisation Al Qaida nimmt kein Ende. In einer der Hochburgen der Terroristen starteten nun US-Armee und irakische Sicherheitskräfte gemeinsam eine Großoffensive.

Bagdad/ErbilDie US-Armee hat am Dienstag gemeinsam mit irakischen Sicherheitskräften eine Großoffensive in der Unruheprovinz Dijala nordöstlich von Bagdad begonnen. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldet, die Provinzverwaltung habe bis auf weiteres eine Ausgangssperre verhängt. Dijala gilt als eine Hochburg von Al-Qaida- Terroristen und Selbstmordattentäterinnen.

Es ist nicht die erste US-Offensive gegen Terroristen und schiitische Milizen in der Provinz, in der es in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche Terroranschläge gegeben hat. Wie in anderen Provinzen so setzt die US-Armee auch in Dijala auf Bürgerwehren, die gegen Al Qaida kämpfen sollen. Sehr erfolgreich war diese Strategie in der Provinz allerdings bisher nicht.

Selbstmordattentäter rechtzeitig gestoppt

Am Montag hatten sich im Irak vier Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt und etwa 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Laut Aswat al-Irak töteten Polizisten am Dienstag in der nördlichen Provinz Ninive einen Selbstmordattentäter, bevor dieser an einer Polizei-Straßensperre seine Autobombe zünden konnte.

Eine der Attentäterinnen vom Montag hatte in der Öl-Stadt Kirkuk 28 Teilnehmer einer Kurden-Demonstration getötet und 188 weitere verletzt. Am Dienstag demonstrierten in Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, erneut Tausende von Kurden gegen das Provinzratswahlgesetz. Die Kurden befürchten, dass ihre Kandidaten bei der Wahl im Oktober durch die Neuaufteilung der Wahlbezirke in Kirkuk weniger gut abschneiden werden. Das ist wichtig für sie, weil sie eine Eingliederung der Stadt in ihr Autonomiegebiet betreiben. (sba/dpa)

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