Irak : Rumsfeld schlug Strategiewechsel vor

Der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld galt stets als Hardliner in der Irak-Frage. Zwei Tage vor seinem Rücktritt soll er jedoch eine Reduzierung der US-Truppen im Irak gefordert haben.

Washington - Rumsfeld habe auf eine Neuausrichtung der US-Strategie im Irak gedrungen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf ein Memorandum, das der Ex-Minister am Vorabend der Kongresswahlen an das Weiße Haus geschickt habe. "Was die US-Truppen derzeit im Irak tun, läuft nicht gut genug oder nicht schnell genug", heißt es dem Blatt zufolge in dem Papier.

Rumsfeld habe eine drastische und schnelle Truppenreduzierung verlangt. Die USA sollten nur noch in den Provinzen oder Städten im Irak für Sicherheit sorgen, in denen die Hilfe des Landes angefordert werde und die mit den USA kooperieren wollten. Rumsfeld galt bislang als Hardliner in der Irak-Frage, der eine Kursänderung ablehnte. Nach der Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen Anfang November war er als Verteidigungsminister zurückgetreten. (tso/AFP)

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