Irak : Schiitenführer Sadr ruft Anhänger zum Rückzug auf

Der radikale Schiitenführer Moktada Sadr hat seine Gefolgsleute im Irak zum Rückzug aufgerufen. Bedingung: Die Regierung muss seinen Anhängern Amnestie gewähren. "Wir wollen, dass die Iraker aufhören, Blut zu vergießen, und dass sie ihre Unabhängigkeit und die Stabilität des Landes verteidigen", sagte er.

NadschafSadr hat die Einstellung der Kämpfe im Irak angeboten, wenn die Regierung seinen Anhängern eine Amnestie gewährt. Das geht aus einer Neun-Punkte-Erklärung hervor, die Sadr am Sonntag in seinem Hauptsitz in Nadschaf veröffentlichte. Er würde seine Kämpfer aus Basra und anderen Städten zurückziehen, wenn die Regierung ihre Offensive gegen seine Organisation einstelle. Bedingung sei ferner eine Generalamnestie und die Freilassung aller Gefangenen.

In den vergangenen Tagen hatten sich irakische Sicherheitskräfte und schiitische Milizen landesweit schwere Gefechte geliefert. Nach tagelangen verlustreichen Gefechten haben die irakischen Behörden und die Bewegung des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr Verhandlungen aufgenommen. Bereits am Vortag begonnene Gespräche haben zu Fortschritten geführt, sagte ein Vertreter der Bewegung. "Sie gehen in die richtige Richtung, um die Krise beizulegen."

Die Kämpfe zwischen irakischen Sicherheitskräften und schiitischen Milizionären hatten am Dienstag in der südirakischen Stadt Basra begonnen und sich auf mehrere Städte des Landes ausgeweitet. Mehr als 270 Menschen wurden dabei getötet. Zeitweise schaltete sich die US-Luftwaffe in die Gefechte ein. (kj/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben